Donnerstag, 16. Juni 2016

Dies und Das über die Pünktchen auf Papier

Lesen ist schon etwas Tolles. Viele Leute fahren nicht ohne Buch in den Urlaub. Zwischendurch blättern sie gern in Zeitungen und Zeitschriften. Und wie schade wäre es, wenn man all die interessanten Sachen im Internet nicht erfahren könnte?

http://medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/12127-2.jpg 

Doch wie machen das eigentlich blinde Menschen? Für sie gibt es eine Blindenschrift. Sie besteht aus kleinen Pünktchen, die mit den Fingerspitzen auf dem Papier zu ertasten sind.
Die Punkte bilden nicht einfach die Buchstaben nach. Es gibt ein richtiges Alphabet für Blinde. Die Punkte sind unterschiedlich angeordnet. Jeder Buchstabe hat eine andere Punkte-Kombination. Auch Zahlen können mit dieser Blindenschrift dargestellt werden.
Erfunden wurde die Schrift von Louis Braille. Er wurde vor rund 200 Jahren in unserem Nachbarland Frankreich geboren. Als kleiner Junge passierte ihm in der Werkstatt seines Vaters ein schlimmer Unfall. Louis Braille erblindete.

http://www.stamps.digital-disability.com/assets/images/a/ARGENTINA/76s1516.jpg   

Deshalb kam er auf eine Blindenschule. Damals gab es noch keine Schrift, mit der die Blinden gut lesen konnten. Das störe Louis Braille. Eines Tages lernte er einen Mann kennen, der ihm eine Schrift zeigte, die Blinde mit den Fingern ertasten konnten. Louis Braille war begeistert. Er entwickelte das System weiter. So entstand die Blindenschrift, die noch heute vielen blinden und sehbehinderten Menschen das Lesen ermöglicht.
Experten kritisieren aber, dass zu wenige Bücher in Blindenschrift erscheinen. Darauf soll der Welt-Braille-Tag hinweisen. Er ist jedes Jahr am 4. Januar - am Geburtstag von Louis Braille.


Es ist kein Unglück, blind zu sein. 
Es ist nur ein Unglück, die Blindheit nicht zu ertragen.
Konfuzius


Ich freue mich sehr, an dieser Stelle

Marionette Hermann

am Neckarstrand begrüßen zu dürfen. Nimm Platz und fühle dich wohl hier.

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    einen guten Beitrag hast Du wieder geschrieben! Ich versuche immer, nachzuvollziehen, wie man diese "Pünktchen", die man mittlerweile ja auch allen Medikamenten hat, verstehen kann und habe großen Respekt davor! Bücher in Blindenschrift wären sicher eine großartige Bereicherung für Betroffene! Sicher können sie Bücher als Hörbücher haben, aber ich denke, Bücher zu "lesen", ist doch nochmal ein ganz anderes Gefühl ... Es wird in soviele Dinge, zum Teil sinnlose Dinge, jede Menge Geld investiert, warum nicht hier auch?
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

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  2. In "meinem" Jugendkreis ist ein sehbehinderter junger Mann. Er wird demnächst eine kaufmännische Ausbildung beginnen. In einer speziellen Schule. Und er hat strahlend erzählt, er bekäme eine Computertastatur mit Braille-Zeichen. Er schreibt so Texte, die sehende lesen können.....
    Herzlichst
    yase

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  3. Guten Morgen Irmi, ein Thema über das man sich selten Gedanken macht.
    Ich weiss nicht, ob ich das lernen könnte. Ich kenne ein kleines Mädchen, sie kann auch lesen und auf den ersten Blick merkt man gar nicht, dass sie blind ist. Bewundernswert.
    ich wünsche Dir einen schönen Tag
    Elisabeth

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  4. Servus Irmi,
    ich finde zwei gesunde Augen zu haben, ist das größte Gut das man haben kann!!!!
    Schönen Tag noch,
    Luis

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  5. Liebe Irmi,

    das war seinerzeit eine sehr gute und wichtige Erfindung, die es blinden Menschen ermöglichte, auch am geschriebenen Wort teilzuhaben.:-)
    In unserer digitalisierten Welt gibt es ja inzwischen sehr viele Hörbücher, aber ich muss sagen, so ein richtiges Buch in Händen zu halten ist etwas ganz anderes.

    Froh und dankbar kann jeder sein, der gut sehen und hören kann.

    Liebe Grüße
    Christa

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  6. Moin liebe Irmi,
    als Blinder werden andere Sinne stärker in Anspruch genommen. Ich mit meinen tauben Fingern könnte diese Pünktchen nicht ertasten.
    Liebe Grüsse
    Helga

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  7. Hallo Irmi,

    Ein interessantes Thema mit dem wir uns schon oft auseinander gesetzt haben, durch die Stoffwechselerkrankung unserer Töchter. Bei falscher Ernährung würde sich die Augenlinse eintrüben.
    Aber wenn man Alles beachtet passiert nichts.
    Lg
    Barbara

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  8. Hallo Irmi,

    Ein interessantes Thema mit dem wir uns schon oft auseinander gesetzt haben, durch die Stoffwechselerkrankung unserer Töchter. Bei falscher Ernährung würde sich die Augenlinse eintrüben.
    Aber wenn man Alles beachtet passiert nichts.
    Lg
    Barbara

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  9. da ich so furchbar schlechte Augen haben, versuche ich mich hin und wieder mal an einem solchen Buch, leider recht erfolglos, meinen Fingerkuppen fehlt jedes Feingefühl. Aber vielleicht sollte ich mich auch öfter damit beschäftigen, denn Übung macht die Meisterin.

    Liebe Grüße
    Arti

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  10. Liebe Irmi,
    Ja hier bei uns in der USA findet man soviel in Braille für die Blinde Bewohner, zum Beispiel im Aufzug und Straßenampeln.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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  11. Ich bin von den Fähigkeiten der Blinden immer beeindruckt. In Deutschland ist wohl Marburg die am besten ausgerüstete Stadt, über all sind die notwendigen Hilfen, und vor allem die Uni ist auf blinde Studenten eingerichtet. Vorbildlich.
    LG
    Magdalena

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  12. Liebe Irmi,
    das ist wirklich ein sehr ernstes Thema, das Du da aufgegriffen hast!
    Ich werde jede Woche daran erinnert, wie es sein muss, nicht gut sehen zu können. Nämlich immer dann, wenn ich zur Massage gehe. Mein Masseur ist zwar nicht völlig blind, aber er sieht sehr wenig. Alle Namen seiner Patienten werden in extra großer Schrift aufgelistet, und selbst dann hält er sich das Blatt dicht vor die Augen...
    Aber er ist ein As in Sachen Computer und Handy, und er verfügt über eine Allgemeinbildung, von der ich nur träumen kann. Ich wüsste kein einziges Thema, über das man NICHT mit ihm reden könnte. Bewundernswert!
    Übrigens: den Spruch von Konfuzius könnte man auch auf viele andere Lebensbereich übertragen...
    Liebe Grüße an den Neckarstrand, und einen schönen Abend!
    Christine

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  13. liebe irmi, ich finde blindenschrift etwas ganz faszinierendes!
    liebe grüße!

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  14. Hallo Irmi,

    eine sehr nützliche Erfindung, wenn ich es mir auch recht schwer vorstelle damit lesen zu erlernen.
    Finde ich toll, wie Du daran erinnerst - vielleicht werden künftig ein paar Bücher mehr in dieser Art gedruckt :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  15. Ist schon gut, was für die Blinden gemacht wurde und wird.

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  16. ...ein schöner Post, liebe Irmi.
    LG, Manja

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  17. Liebe Irmi,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag!
    Mein Opa ist erblindet und das war schwer für ihn. Er konnte nur noch Radio hören oder wir haben ihm vorgelesen.
    Wie gut, wenn er noch die Blindenschrift hätte lernen können.

    Vielen Dank für Deine immer lieben Worte! Das tut so gut!
    Herzliche Grüße von Renate

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  18. It is a great thing, Braille was been blind, so invest his time studying.

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  19. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man diese Blindenschrift flüssig lesen lernen kann.
    Aber für Blinde ist das sicher ähnlich, wie für uns Sehende, wenn wir lesen lernen.

    Schon seit vielen Jahren denke ich darüber nach, wie von Geburt an blinde Menschen sich wohl Farben wie rot, gelb, grün usw. vorstellen.
    Formen und Oberflächen lassen sich ertasten, Entfernungen und viele andere Dinge lassen sich erklären oder von klein auf gross umsetzen, aber Farben die noch nie gesehen wurden???
    Das Augenlicht ist wohl das Kostbarste was wir haben.

    Nachdenkliche Grüsse zu dir, liebe Irmi
    Gaby

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  20. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man diese Blindenschrift flüssig lesen lernen kann.
    Aber für Blinde ist das sicher ähnlich, wie für uns Sehende, wenn wir lesen lernen.

    Schon seit vielen Jahren denke ich darüber nach, wie von Geburt an blinde Menschen sich wohl Farben wie rot, gelb, grün usw. vorstellen.
    Formen und Oberflächen lassen sich ertasten, Entfernungen und viele andere Dinge lassen sich erklären oder von klein auf gross umsetzen, aber Farben die noch nie gesehen wurden???
    Das Augenlicht ist wohl das Kostbarste was wir haben.

    Nachdenkliche Grüsse zu dir, liebe Irmi
    Gaby

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  21. Hallo liebe Irmi,
    mir geht es wie vielen anderen Sehenden auch, ich kann mir das gar nicht vorstellen nicht sehen zu können. Für mich wäre es furchtbar keine Farben, keine Blume, keine Tiere, im allgemeinen die schöne Natur nicht mehr sehen zu können.
    Wir sollten alle so dankbar sein das wir all diese Schönheiten sehen können.
    Ich bin auch immer wieder erstaunt wie blinde Menschen mit dieser Blindenschrift und Umgebung klar kommen. Aber das ist alles Übungssache und dann ist es normal.

    Liebe Grüße
    Biggi

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  22. Guten Morgen liebe Irmi, das Leben von Braille und seine Erfindung der Pünktchenschrift liegt eine Weile zurück. Es ist ein Segen, dass er sie erfunden hat. Sie bereichert die Dunkelheit eines jeden blinden Menschen. Bei meiner ehrenamtlichen Arbeit lernte ich manche Blinde kennen und auch andere behinderte Menschen. Was mir immer auffiel, war deren Lebensmut!

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.