Donnerstag, 30. Juni 2016

Dies und Das über eine Superfrucht

Ich spreche hier über die Goji-Beere, die in  (fast) aller Munde ist.Wo die Powerpflanze genau ihren Ursprung hat, ist nicht bekannt. Vermutlich kommt sie aus dem asiatischen Raum. Von dort hat sie sich ausgebreitet und man kennt sie heute auf der ganzen Welt. Daher kommt es wohl auch, dass sie so viele verschiedene Namen hat: Gemeiner Teufelszwirn, Chinesische Wolfsbeere, Bocksdorn, Buchsdorn oder auch Filzkraut. Mancher Name gibt einen Hinweis darauf, dass sie sich wild ausbreitet und man sie kaum wieder loswird. Wer sie dennoch bei sich haben möchte , ist gut beraten, sie nur im Topf zu ziehen.

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Die Goji gehört zu den Nachtschattengewächsen, ist also eine entfernte Verwandte von unserer Kartoffel. Im 19. Jahrhundert galt sie als Giftpflanze. Dies ist inzwischen mehrfach widerlegt worden.
Lycium barbarum - so der lateinische Name der Goji-Pflanze - wächst wild oder als Zierstrauch angepflanzt fast überall in der Welt. Ihr großes gesundheitliches Potenzial blieb jedoch meist unentdeckt. Es ist dem chinesischen Kräuterheilkundigen , Forscher und Herrscher Chen Nung (ca. 2.600 v.Chr.) zu verdanken, dass ihr Wert überhaupt erkannt wurde.

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(Foto: Gartencenter Dehner) 

Goji-Beeren sind bis in die heutige Zeit Bestandteil unzähliger Kräutermischungen der Traditionellen Chinesischen Medizin. In ländlichen Gegenden Chinas, in denen sich die alten Bräuche am stärksten erhalten haben, werden sie in Suppen, Eintöpfen und Soßen verarbeitet oder sie werden getrocknet und wie Rosinen gegessen. Auch Tee, Kaffee, Saft, Essig, Wein und Likör werden aus den roten Beeren hergestellt.
In früherer Zeit wurden die Goji-Beeren von wild wachsenden Sträuchern gesammelt. Seit ca. 600 Jahren werden Lycium-Sträucher in China kultiviert. Hauptproduzent und größter Exporteur für den immer weiter wachsenden Bedarf in der ganzen Welt ist die autonome Provinz Ningxia. Seit Jahrhunderten werden ihre Felder vom Gelben Fluss überschwemmt und so mit fruchtbarem Löss versorgt. Kein anderer Fluß der Welt trägt solch eine mineralreiche Last. Die geballte Ladung Nährstoffe kommt der Goji-Beere zugute - und so auch dem, der sie verzehrt.
Interessanterweise gibt es laut Statistik in dieser Provinz 16-mal mehr Hundertjährige als im übrigen China. Die Einheimischen führen das schon lange auf ihre Goji-Beere zurück. Daher erhielt sie in Ningxia ihre eigenes Fest: Jedes Jahr zur Entezeit wird mehrereTage gefeiert, mit Musik und Tanz, Ansprachen, einer Fotoausstellung und einer großen Handelsmesse.
(Quelle: Chinesische Medizin)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ja, diese Beere hat es wohl in sich! Danke für diesen informativen Bericht darüber! Ich habe auch schon überlegt, mir eine Pflanze im Topf zu halten, aber noch konnte ich mich nicht entschliessen ...das Wetter ist nicht gerade dazu ermunternd, neues anzupflanzen ....
    Ich wünsche Dir von Herzen einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

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  2. Noch nie davon gehört fand ich es sehr interessant. Hier sind sie momentan auf dem Moringa-Hype. Wird auch auf der Insel angebaucht, vertrieben und verschickt.

    Wünsche dir einen schönen Tag und sende viele Grüsse

    N☼va

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  3. hm... die Beere kenn ich noch gar nicht

    lg gabi

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  4. Vielen Dank, liebe Irmi, vielleicht probier ich sie jetzt doch mal wieder.
    Gehört habe ich schon Einiges. Kaum zu glauben, "ungetrocknet", am Strauch hängend habe ich sie jedoch noch nie gesehen.
    Liebe Grüße an den Neckarstrand, an den ich mich gerade sehr sehne,
    Angelika

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  5. Hallo Irmi,
    das ist eine interessante Pflanze. Ich bin auf der Suche nach einigen Pflanzen für den Garten und die Terasse und habe den Goji Strauch auf meine Einkaufsliste gesetzt. Im großen Pflanztopf dürfte das überhaupt kein Problem sein und wer weiß, vielleicht werde ich dann auch 100 Jahre alt.
    Liebe Grüße
    Ganga

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  6. Hallo Irmi,
    ich habe noch nie was von der Beere gehört.
    Interessant, was du immer wieder entdeckst.
    LG
    Käthe

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  7. Moin liebe Irmi,
    sehr aufschlussreich - habe ich hier aber noch nicht gesehen.
    LG Helga

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  8. Nie gehört.... Muss ich mich mal umsehen.
    Danke 😀
    Herzlichst
    yase

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  9. Kenne ich gut... Wir wollten diesen Goji-Strauch bei uns im Garten kultivieren. Ja, liebe Irmi die Entdeckung der Goji-Beere führte kurzfristig zu einem gewissen Hype, wie es tatsächlich immer wieder vorkommt. Statt der Goji-Beere haben wir übrigens dann doch Blaubeersträuchleins eingesetzt. Die Goji's kann ich mir auch auf dem Stadtmarkt kaufen... Auf jedem Fall ist's wirklich sehr interessant, sich botanisch damit zu beschäftigen.

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  10. Hallo liebe Irmi,
    toll beschrieben, wie immer hier, die Goji-Beere. Ich war vor ein paar Jahren auch sehr angetan von diesen Beeren und mußte natürlich auch eine im Garten halten, dass war ein Fehler, denn wie Du richtig schreibst sollte man sie unbedingt in einem Kübel halten, denn sonst wird's es ungesund für das Kreuz :). Tja sie sind klein und schmecken sauer und die die guten Inhaltsstoffe sollen ja was für sich haben, bin immer noch gespannt. Ich trockne sie und gebe sie in Teemischungen, das ist o.K. aber als Beeren sind mit unsere Johannisbeeren lieber.
    Habe Dank für diesen schöne Post. Einen wunderschöne Restwoche und liebe Grüße
    Ingrid

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  11. Was Du aber auch wieder alles herausfindest. Von den Beeren habe ich schon mal gehört, aber probiert habe ich sie noch nicht.
    LG
    Magdalena

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  12. liebe irmi, ich habe auch schon über die wirkung gelesen und diese sogar gegessen :).
    liebe grüße!

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  13. liebe Irmi,
    ehrlich gesagt noch nie davon gehört, bei Dir kann man immer jede Menge lernen!
    Danke schön, war sehr interessant!
    liebe Grüße
    Gerti

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  14. Meine liebe Irmi,

    sie schmecken mir sehr gut, vor allem im Müsli.....
    Ganz liebe Grüße

    Uschi
    so what hutliebhaberin

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  15. Liebe Irmi,
    Ja, heutzutage kann ein jeder sich ja selber fündig machen und vieles lernen über unsere Nahrung.
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  16. Danke liebe Irmie, für den schönen Post. Ich habe sie seit einem Jahr im Garten. Dein Hinweis, das man sie in einem Topf pflanzen sollte ist gold wert. Meine Tochter hat sie auch im Topf und sie wächst und wächst.
    Das sie gesund sind, habe ich aber schon gewusst.

    Liebe Grüße von
    Paula

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  17. In Grunde gibt es dagegen nichts einzuwenden, allerdings bin ich sehr misstrauisch, was den chemischen Einsatz in solchen chinesischen Plantagen betrifft. Ich würde sie nicht essen wollen, wenn sie von dort kommen. Inzwischen gibt es aber glaube ich, auch heimische Goji-Beeren zu kaufen. Geschmeckt haben sie mir nicht so besonders...ich mag viel lieber unsere heimischen Beeren.
    LG Sigrun

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  18. Liebe Irmi,
    ich habe einen kleinen Gojibeerenstrauch im Garten. Noch hat er sich nicht wild ausgebreitet, aber ich werde ihn im Auge behalten.
    Danke für die tolle Information.
    Hab noch einen schönen Abend,
    Manuela

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.