Dienstag, 6. September 2016

Redensarten und ihre Hintergründe

Es ist immer wieder interessant, wenn man Redensarten auf den Grund geht:

Weshalb wir in die Bresche springen
Die Redensart geht zurück auf die mittelalterliche Kriegsführung. Hatten Angreifer ein Loch in die Festungsmauer gebrochen, sprangen die tapfersten Ritter sofort in die Lücke und kämpften dort weiter. Der Begriff  "Bresche"  leitet sich von  "breka", dem fränkischen Wort für brechen ab. Wer heute für jemanden in die Bresche springt, riskiert meist sein Leben.

Warum wir uns pudelwohl fühlen
Weil der Pudel das Wasser liebt, wurde er von den Menschen früher vor allem in der Wasserjagd eingesetzt. Das  "pudeln"  ist umgangssprachlich in etwas mit Plantschen gleichzusetzen. Davon leitet sich auch der Begriff  "pudelnass"  ab. Da sich der Vierbeiner gern im Wasser aufhielt, musste sein Fell oft geschoren werden, damit es schnell wieder trocknete. Wohl fühlen sich Pudel heute auch ohne Wasser.

Wieso uns die Leviten gelesen werden
Ab dem 8. Jahrhundert lasen Bischöfe bei Andachts- und Bußübungen der Benediktinermönche Bibeltexte aus dem 3. Buch Mose - auch Levitikus - genannt, vor. Danach folgten Straf- und Mahnpredigten.

Weshalb man von Argusaugen spricht
Einer griechischen Sage nach  hatte der Riese Argus über hundert Augen, von denen immer einige wach waren. Deshalb entging ihm nichts. Im Auftrag der eifersüchtigen Göttermutter Hera sollte Argus darüber wachen, dass ihr Gatte Zeus nicht mir seiner Geliebten Io zusammenkam.


Ein freundlicher Blick durchdringt die Finsternis
wie ein Sonnenstrahl.
(Albert Schweitzer)

Kommentare :

  1. moin irmi,
    das hinterfragen der redensarten ist faszinierend, der nasse pudel war mir neu.
    aber - für meinen nachgefragten wunschzettel hab ich durch dein foto mit den dankbaren vogelaugen gleich einen wichtigen wunsch: vogeltränke!
    lg kelly

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  2. Liebe Irmi,
    Redensarten werden häufig verwendet und im Grunde genommen, weiß man gar nicht,
    woher sie kommen. Deshalb finde ich diesen Beitrag super, vor allem was es mit "In die Bresche springen"
    auf sich hat, ist sehr interessant.
    Ein schönes Zitat von Albert Schweitzer.
    Ich wünsche dir einen angenehmen Tag.
    LG Sadie

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  3. guten Morgen Irmi
    so ein nette post...und wieder was gelernt.
    Liebe Grüße aus dem Norden
    susa

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  4. Hallo liebe Irmi,
    Redensarten hört man überall und oft weiß man gar nicht was sie zu bedeuten haben.
    Ein sehr interessanter Beitrag und ich hab wieder etwas dazu gelernt.

    Liebe Grüße
    Biggi

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  5. DANKE Irmi ..der Pudel.. war SEHR neu für mich
    LG in den Tag vom katerchen

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  6. Servus Irmi,
    schön, dass du immer "Nägel mit Köpfen" machst !!!
    Gute Zeit,
    Luis

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  7. Liebe Irmi,
    das war wieder einmal ein toller Post! Ich liebe das Spiel mit der Sprache und Redewendungen benutze ich immer wieder gerne.
    Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag und schicke Dir liebe Grüße
    Astrid

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  8. Moin liebe Irmi,
    da hast wieder Interesantes ausgegraben - verschiedenes kannte ich auch. Morgen muss ich zur Neuro - keine Ahnung, wann ich wieder im Lande bin.
    LG Helga

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  9. Ich mag Redensarten auch, ich kenne aber keinen einzigen Pudel, der das Wasser mag!!!!! Wenn sie naß werden (was sie scheinbar alle hassen), dann gucken sie aber wie ein begossener Pudel. Und ob das des pudels Kern ist? Das weiß Goethe und vielleicht auch unser Imo ;-)

    Nana

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  10. liebe irmi, bei dir lernt man immer wieder etwas neues!
    liebe grüße!

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  11. Liebe Irmi,
    auch ich habe wieder gelernt, die Redensarten kennt man alle und benutzt sie auch, aber oft weiß man wirklich nciht, was deren Ursprung ist. Danke, daß Du uns wieder ein wenig Licht in dieses Dunkel gebracht hast!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

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  12. Liebe Irmi,
    es ist doch immer wieder hochinterressant, unsere Redensarten zu "hinterleuchten"! Wir sagen so vieles ohne es zu hinterfragen...jetzt sind wir alle wieder ein kleines Stück schlauer! Dank Dir!
    Alles Liebe
    Heidi

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.