Mittwoch, 25. Januar 2017

Väterchen Frost hat uns fest im Griff

Dazu passt das nachfolgende Gedicht:


Ein Lied hinterm Ofen zu singen

Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.

Er zieht sein Hemd im Freien an
und lässt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluss im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Hasst warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er tot sich lachen.-

Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
(Matthias Claudius)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ein sehr schönes und passendes altes Gedicht! Danke, daß Du es für uns hervorgeholt hast!
    Hier ist es auch noch ein bischen frostig, aber es geht immer öfter um die 0° bis hin zu minimalen Plus-Graden ...
    Aber, besser, der Winter tobt sich jetzt aus, als daß er nochmal im April kommt, wenn dann alles anfängt, zu treiben ;O)
    Hab einen wunderschönen Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße,Deine Claudia ♥

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  2. ui...
    fast vergessen, eines von den vorgetragenen gedichten (mit knicks) vor der klasse.
    moin irmi,
    hier soll den ganzen tag die sonne scheinen, ich wünsche dir auch wärmende sonnenstrahlen.
    lg kelly

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  3. MIr kommt es so vor, als wenn er mit seinem Schloss nach Oberbayern umgezogen ist:-)
    glg Susanne

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  4. Liebe Irmi
    Das Gedicht passt wunderbar zu den Minustemperaturen. Beim Hundespaziergang krallt sich die Kälte richtig fest im Gesicht. Temperaturen im Plus Bereich wären nicht schlecht. Statt des ewigen Nebels möchte ich wieder mal die Sonne sehen. Das ewige Grau schlägt schon recht auf die Stimmung.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  5. Servus Irmi,
    bei uns hat sich "Väterchen Frost" nun schon ein "Dauerwohnrecht" schreiben lassen!
    Aber es ist Winter und da g´hört sich das so!!!
    Danke für das Gedicht - ich hatte es schon wieder vergessen!!
    Einen guten Tag,
    Luis

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  6. Irmi dieses Gedicht haben wir in der Schule auswendig lernen müssen..einige Zeilen SITZEN noch..grins
    mit einem LG zum Bergfest vom katerchen

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  7. Liebe Irmi,

    da hast du Recht, Väterchen Frost hat uns voll im Griff. Die letzte Nacht war es verhältnismäßig warm, -3 Grad am Morgen. Gefährlich wird es, wenn am Tag Tauwetter ist und in der Nacht wieder alles gefriert. Da mag ich gar nicht mehr aus dem Haus gehen.

    Ein feines Gedicht hast du zu diesem Thema ausgesucht.

    Liebe Grüße schickt dir
    Paula

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  8. Liebe Irmi,

    oh ja...auch bei uns ist es seit Tagen frostig und meist noch neblig dazu. Nur in höheren Lagen scheint die Sonne. Dennoch ist das Bild von Schnee und Frost herrlich anzusehen. Da es trocken ist sind die Strassen sehr gut befahrbar und man braucht sich keine Sorgen machen wenn die Angehörigen unterwegs sind.
    Schon bald ist der Januar vorbei und es geht dem Frühling entgegen. Mal schauen ob er sich früh oder eher spät zeigen wird.

    Ich wünsche dir alles, alles Liebe und viele tolle Momente.

    Herzlichst
    Julia

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  9. *** wunderschön das Gedicht*liebe Irmi
    selbst bei mir an der Küste sind es -2 Grad geworden!
    Schönen Tag wünsche ich dir in deiner warmen Stube!
    Lieben Gruss Elke

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  10. Irmi, das Gedicht gefällt mir sehr.

    ich kannte es noch nicht und danke dir deshalb, das du es mit uns teilst

    lg gabi

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  11. Liebe Irmi,
    ich kannte das Gedicht auch noch nicht.
    Sehr schön - und so passend zur Jahreszeit!
    Liebe Grüße schicke ich zu Dir!
    ANi

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  12. Liebe Irmi,
    das wunderschöne Gedicht beweist, dass auch schon früher die Leute großen Respekt vor Kälte, Frost, eis und Schnee hatten.
    Lieben Gruß
    moni

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  13. ...gerade waren wir an der Oos in Baden-Baden, liebe Irmi,
    da war es trotz Sonnenschein richtig eisig...und schöne Eisgebilde auf dem Fluß...gut, dass es in der Stube warm ist...und der Tee wärmt von innen,

    liebe Grüße Birgitt

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  14. Liebe Irmi,
    dein erwähltes Gedicht passt sowas von :-) Einerseits ist es gut, dass es mal so kalt ist und auch der Schnee, zumindest bei uns, liegen bleibt. Aber ich sehne mich sl nach Wärme. Ein bisschen müssen wir uns noch gedulden.
    Dir liebe und herzliche Grüße.
    Jessica

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  15. Moin liebe Irmi,
    ja so ist es im Winter, die Temperaturen sinken unter 0° und alle bibbern. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als ein Ofen die Stube heizte und die Küche durch den Holzofen warm war. So manches mal war das Wasser in der Waschküche gefroren. Wir sind heute einfach verweichlicht aber zurückhaben möchte ich die "gute alte Zeit" auch nicht unbedingt.
    Ich mag den Winter wenn er mit trockener Kälte und Sonner zum Spaziergang lockt.
    Liebe Grüße, Inge

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  16. Hallo Irmi,

    bei uns frostet es auch, seit vielen Tagen. Die Temperaturen steigen nur selten über die 0 Grad-Grenze. Richtig Schnee liegt allerdings nur auf den Höhenlagen.

    Liebe Grüße
    Björn - von alltagserinnerungen.de :)

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  17. Hallo Irmi,
    ein Lichtblick scheint es für nächste Woche zu geben.
    Es soll mit den Temperaturen wieder aufwärts gehen.
    Beim Laufen im Wald sind auch schon wieder vermehrt die Vögel zu hören.
    Trotz der Eiseskälte bin ich immer regelmäßig gelaufen und freue mich jeden Tag und bin vor allem sehr dankbar dafür, es so noch zu können. Denn nichts ist selbstverständlich.
    Leider ist diese Zufriedenheit und Dankbarkeit immer mehr im Schwinden. Für die Egomanengesellschaft und ihren NarzißtenInnen ist alles selbstverständlich, es hat so zu sein.
    Wünsche dir eine angenehme Restwoche.
    VG
    Oskar

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  18. das Gedicht kenn ich auch noch..
    wir haben es in der Schule gesungen ;)
    früher hatten wir ja noch richtige Winter.. mit Eisblumen an den Fenstern von Dezember bald bis März ;)
    und wenn man richtig durchgefroren war dann freute man sich auf die warme Stube..
    in der Küche stand der große Herd .. in der Wohnstube wurde der Ofen sonntags angeheizt..
    Schlafzimmer blieb kalt
    und der Badeboiler kam am Samstag zum Einsatz ;)
    da wusch man sich sonst in der Küche in der Schüssel wenn es zu kalt war..
    liebe Grüße
    Rosi

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.