Mittwoch, 15. Februar 2017

Der Straßenmusikant und der Kater

Das Leben meinte es nicht immer gut mit James Bowen, 1979 in Surrey (England) geboren. Er musste nicht nur die Scheidung seiner Eltern verkraften, sondern auch mit seiner Mutter und dem Stiefvater nach Australien ziehen. Da die Familie häufig den Wohnsitz wechselte, war es für James schwierig Freunde zu finden. Er wurde zum Außenseiter  ohne soziale Bindung.
 Mit 18 Jahren kehrte er nach London zurück, wo er schließlich auf der Straße landete. Auf den kalten Böden der Innenstadt versuchte er mit seiner Gitarre als Straßenmusiker ein wenig Geld zu verdienen. Die Obdachlosigkeit ließ ihn den Lebensmut verlieren und er begann Drogen zu nehmen, um der Realität entfliehen zu können. Eine kleine Sozialwohnung, die er nach langer Wartezeit
erhielt, war sein einziger Lichtblick. Eines Tages entdeckte er eine verwahrloste rote Katze im Hausgang, einen Kater, stark abgemagert und mit einer Verletzung am Bein. James nahm die Katze zu sich in seine Wohnung, gab ihr zu fressen und brachte sie zum Tierschutzverein, wo das Tier verarztet wurde. Während der Patient sich langsam wieder erholte, versuchte James vergeblich den Besitzer des Tieres ausfindig zu machen. Als die Katze wieder bei Kräften war, wollte er sie freilassen. Doch vergeblich. Bob, wie er den Kater mittlerweile nannte, wich nicht mehr von seiner Seite und folgte ihm sogar zur Arbeit als Straßenmusiker. Und siehe da! Dieselben Menschen, welche den Musiker zuvor keines Blickes gewürdigt hatten, blieben stehen und lauschten den Klängen. Der rote Kater übte eine magische Anziehungskraft auf die Passanten aus. Die Leute liebten das ungleiche Paar und die Einnahmen von James stiegen. Er brachte der Katze kleine Gags bei und im Sturm eroberten sie die Herzen der Menschen. Bob wurde zum Publikumsliebling.
Durch den Kater hatte James wieder einen geregelten Tagesablauf - er wurde zum ersten Mal wirklich gebraucht. Er schaffte den schwierigen Drogenentzug und übernahm wieder Verantwortung für sein Leben. Schlagartig verbreiteten sich Videos von ihm und seiner treuen Katze im Internet und die Menschen waren  berührt von dieser außergewöhnlichen Freundschaft. James Bowen verfasste zudem ein Buch über seine ergreifende Geschichte, welches weltweit zum Bestseller wurde. Die Geschichte von dem drogenabhängigen Straßenmusiker James Bowen und der Katze Bob zeigte den Menschen, wie eine ungewöhnliche Freundschaft  die größten Hindernisse überwand.

Die Neugier steht immer an erster Stelle
eines Problems, das gelöst werden will. 
(Galileo Galilei)

Buch: Bob der Streuner u.a.

Kommentare :

  1. liebe Irmi, du bist aber früh auf, was hat dich denn aus dem Bett getrieben..? der Film, das Video, das Buch? Nun bin ich die erste die dich sieht..
    Ich habe es und es ist berührend und entzückend , die Geschichte der beiden die sich brauchen , erzählt von Menschlichkeit, Freundlichkeit, zeigt aber auch die Hintergründe der Drogensucht , erzählt von Missachtung und Verzweiflung eines gestrandeten Menschen der durch den Kater wieder ins Leben fand.
    Ein großartiger, zutiefst menschlicher Film.
    Z.Zt. läuft er ja im Kino und dem Autor geht es mittlerweile gut.
    eine wahre Geschichte und die erzählen uns ja immer unglaubliches mitten aus dem Leben...
    wünsche dir, liebe Irmi - einen angenehmen Tag...lieben Gruß angelface

    AntwortenLöschen
  2. Meine liebe Irmi,
    guten Morgen und danke für diese so schöne und berührende Geschichte!
    Hab einen zauberhaften Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße,Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  3. ...und wieder werd ich neugierig auf ein Buch!
    Liebe Irmi,
    beginne ich gleich eine neue Liste, die alte ist mit dem PC-Absturz eh weg...
    Wie leicht und wie gut können Begegnungen zaubern!
    Die Verantwortung für ein Wesen in diesem Falle.


    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Moin liebe Irmi,
      das ist ein tolles Buch :-). Mein alter Blog funzt wieder :-)http://mausihelga.myblog.de/
      LG Helga

      Löschen
  4. Ich kenne das Buch zwar nicht, doch von der Geschichte habe ich gehört. Unglaublich, dass es ein Tier schafft, einen Menschen so zu verändern. - LG Martina

    AntwortenLöschen
  5. "Bob, der Streuner", bekannt als Katzenliebhaberin bekam ich dieses Buch von einer lieben Freundin geschenkt. Es steht auf einem meiner Regale und ab und zu verleihe ich es auch. Es ist eine berührende Geschichte, gerade in unseren merkwürdigen Zeiten.

    Liebe Grüße, Brigitte

    AntwortenLöschen
  6. Hallo liebe Irmi,
    eine schöne Geschichte, die einem sehr berührt.
    Das Buch hab ich gelesen, kann es nur empfehlen und es wurde ja auch verfilmt.

    Liebe Grüsse
    Biggi

    AntwortenLöschen
  7. "Bob, wie er den Kater mittlerweile nannte, wich nicht mehr von seiner Seite und folgte ihm sogar zur Arbeit als Straßenmusiker." - Katzen sind so zutraulich (also die eigene...) das ist echt süß. Da möchte man den ganzen Tag eigentlich nur mit ihr Schmusen...;-)

    Liebe Grüße

    Jennifer
    http://jennifer-femininundmodisch.blogspot.de/2017/02/unterwegs-jennifers-tag-jennifers-day.html

    AntwortenLöschen
  8. Hallo liebe Irmi,
    ich habe das erste Buch gelesen und bin so froh, dass die beiden sich gegenseitig "gerettet" haben. Eine schöne Geschichte, aus dem wahren Leben.
    Sei lieb gegrüßt.
    Jessica

    AntwortenLöschen
  9. Das Buch habe ich gelesen. Es hat mich dahingehend inspiriert, dass ich regelmässig dieses Journal kaufe, weil ich endlich weiss, wie das System funktioniert.....
    Das Navhfolgebuch möchte ich im Sommer als Ferienlektüre lesen 😉
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi,
    ja, ich habe das Buch gelesen und mir ein paar Videos im Internet angesehen, einfach eine schöne, rührende Geschichte (die 2016 auch verfilmt wird oder wurde... http://www.moviepilot.de/movies/bob-der-streuner ... den Film habe ich aber bislang noch nicht gesehen).
    Freut mich sehr, dass dir kleidungsmäßig nach bunterer Kleidung war! Das klingt doch sehr positiv und irgendwie auch nach Frühling (oder Frühlingssehnsucht?)!
    Blau passt übrigens, wie ich finde, zu so ziemlich jeder Farbe...
    Herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/02/anl-14-was-sich-im-letzten-jahr-bei-den.html

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Irmi, da sieht man wie sehr Tiere die menschen verändern können. Sobald sie ganz allein Verantwortung übernehmen müsen , kommt der Antrieb,die Liebe zum Vorschein, die in jedem menschen steck und ein tier hat erweckt was in ihm steckt. Alles was uns menschen ausmacht, aber wie böse können wir sein, wenn wir menschen einfach fallen lassen, sobald sie nicht in unser Schema passen.
    Danke für diesen schönen Beitrag, Klärchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sorry meineTastatur spinnt manchmal,ich bin ganz amüsiert...

      Löschen
  12. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist wirklich ein großes Thema. Solche Geschichten sind immer sehr berührend.
    LG
    Magdalena

    AntwortenLöschen
  13. Servus Irmi,
    das Leben schreibt die "schönsten" Geschichten - leider nicht immer für jeden.
    Schönen Gruß,
    Luis

    AntwortenLöschen
  14. Liebe Irmi,
    da ich absolut kein Kinogänger bin, habe ich von der Verfilmung der Geschichte leider noch
    nichts gehört. Aber das Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen. Ist mir ehr zufällig in einem
    Sozialkaufhaus die Hände gefallen, bewusst gekauft hätte ich es wohl nicht. So kann es gehen,
    denn es hat mir sehr gut gefallen und die Lebensgeschichte der beiden ist wirklich lesenswert
    und rührend.
    Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sigi

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.