Montag, 6. Februar 2017

Dies und Das über unsere Vögel

Zunächst wünsche ich meinen lieben Leser/innen einen guten Start in die neue Woche. Mal sehen, was der Wettergott für uns in petto hält.


Wie ich in einem Gespräch mit meinem Försterfreund erfahren habe, machen sich die Menschen in der hiesigen Region zunehmend Sorgen um die heimische Vogelwelt. So hat der NABU in den vergangenen Wochen viele Anfragen bekommen, weil vor allem typische Gartenvogelarten wie Meisen, Finken und Amseln verschwunden seien. Die Menschen stellen ich die Frage: "Wo sind bloß die ganzen Vögel hin?"
Die NABU-Experten müssen zugeben, dass es eine einfache , schlüssige Erklärung für dieses Phänomen nicht gibt. Die Einflüsse auf Vogelbestände sind vielfältig und komplex. Dennoch gibt es wohl derzeit keinen Anlass zur Sorge. Man geht vielmehr von drei Ursachen des aktuellen Vogelmangels aus: Die vergleichsweise milde Witterung (bis auf die vergangenen Wochen) , noch ausstehende Wintergäste und die Folgen einer schlechten Brutsaison 2016.
Solange Eis und Schnee ausbleiben, finden viele Vogelarten ausreichend Nahrung und sind nicht gezwungen, Futterhäuschen in Gärten aufzusuchen.
Die Hauptursachen für den Vogelmangel sieht die Fachwelt in einem schlechten Brutergebnis mit weniger überlebenden Nachkommen als in anderen Jahren. Gerade Arten, die wir am Futterhaus erwarten, scheinen letztes Jahr weniger Nachwuchs bekommen zu haben. Genaue Daten fehlen allerdings.. Aber die Hinweise mehren sich, dass viele Bruten in Baumhöhlen und Nistkästen nicht ausgeflogen sind.


Bei der Erklärung des schlechten Brutergebnisses  dürfte die nasskalte Witterung im Frühjahr eine wichtige Rolle spielen. Hinzu kommen weitere Fakten wie die zunehmend monotone Landschaft oder Pestizide wie Neonicotinoide, die die Lebens- und Ernährungsbedingungen von Wildvögeln dramatisch verschlechtern. Gerade der auffällige Mangel an Fluginsekten wirkt sich negativ auf den Bruterfolg aus. Denn nahezu alle Singvögel sind in der Fortpflanzungsphase auf Insektennahrung angewiesen.


Das Lied der Vögel
Wir Vögel haben‘s wahrlich gut,
Wir fliegen, hüpfen, singen.
Wir singen frisch und wohlgemut,
Das Wald und Feld erklingen.

Wir sind gesund und sorgenfrei,
Und finden, was uns schmecket;
Wohin wir fliegen, wo‘s auch sei,
Ist unser Tisch gedecket.

Ist unser Tagewerk vollbracht,
Dann zieh‘n wir in die Bäume,
Wir ruhen still und sanft die Nacht
Und haben süße Träume.

Und weckt uns früh der Sonnenschein,
Dann schwingen wir‘s Gefieder,
Wir fliegen in die Welt hinein
Und singen unsre Lieder
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)



 

Kommentare :

  1. Gerade habe ich das Fenster zum Lüften geöffnet und höre ganz viel Vogelgezwitscher.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche.

    AntwortenLöschen
  2. Moin Irmi,
    noch ist es zu früh für Vogelkonzerte im Norden, weniger Meisen ist auch mir aufgefallen...
    Allerdings bin ich nicht kompetent, noch nicht, könnte eine Standortfrage sein.
    Liebe Grüße in eine neue Woche, angeblich mit Schnee und Kälte!

    AntwortenLöschen
  3. Da kann ich nur die Daumen drücken das es in diesem Jahr in D. mit den Bruten wieder aufwärts geht. Wäre schlimm wenn nun auch die heimischen Vögel so bedroht wären.

    Ich erfreue mich jeden Morgen am Vogelgezwitscher, einfach nur herrlich wenn der Tag so beginnt.

    Auch dir einen guten Start in die neue Woche und viele Grüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
  4. Der Winter hier hat zwar ziemlich Schnee gebracht für zwei wunderschöne Wochen, und es war knackend kalt. Trotzdem gab es wohl genug Angebot unter den Büschen für die Vögel.
    Hoffen wir auf ein erfolgreiches Vogeljahr! Vor ein paar Jahren sind hier die Eichhörnchen wahrscheinlich im Winter verhungert. Wir haben damals sogar die Rehe im Garten gefüttert.....
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  5. Amseln gibt es hier reichlich Irmi .
    Spatzen auch.nur Grünfinken habe ich keine gesehen.SEHR verwunderlich.
    mit einem LG zum Wochenstart vom katerchen

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Irmi,
    Leider hat sich auch bei der jährlichen Wintervogelzählung gezeigt,
    dass manche Vogelarten sich erheblich veringert haben, bei uns sind es die
    Meisen, die Gimpel und die Bergfinken, die sehr zurückgegangen.
    Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder besser wird.
    Ein wunderschönes Lied der Vögel ;-)
    Lg und einen guten Wochenstart.
    Sadie

    AntwortenLöschen
  7. Mir ist das noch gar nicht aufgefallen, dass einige Vogelarten nicht mehr da sind. Unser Futterhäuschen wird immer gut besucht - allerdings hab ich auch nie so genau geschaut, wer denn dort zu Besuch kommt. Hoffen wir also auf eine gute Brut in diesem Jahr. Ich fände es wirklich tragisch, wenn einige Vogelarten aussterben würden. LG Martina

    AntwortenLöschen
  8. Moin liebe Irmi,
    bei mir sind noch viele Vögel :-). Mein Blog geht leider nicht *heul*
    LG Helga

    AntwortenLöschen
  9. Moin liebe Irmi,
    auch ich habe festgestellt, dass diesen Winter weniger Meisen an meinem Futterhäusschen sind. Dafür haben wir Eichelhäher als "Neuzugang" zu vermelden.
    Das mit den monotonen Landschaften stimmt leider aber nicht nur die Landwirte haben das zu verantworten. Die Gärten werden auch immer monotoner, viel Rasen, Büsche und wenig Blumen. Auch sieht man (hier zumindest) immer mehr Kiesgärten. Da werden Flächen mit weißem oder schwarzem Kies eingestreut, dazwischen einige Buchsbäume oder andere Exoten und dann wundern sich die Menschen, dass Insekten, Vögel und andere "Gartentier" immer weniger werden. Sie finden einfach keine Nahrung in diesen Kiesgärten.
    In unserem Garten mit Stauden, Blumen, Büschen und Bäumen tummelt sich das pralle Leben. Dafür sieht es nicht wie im Katalog aus und auch Wildkräuter haben ihre Ecken bei uns.
    Liebe Grüße, Inge

    AntwortenLöschen
  10. Wenn ich mir so meine alte Heimat vor Augen führe mit dieser insektizidbelasteten Landwirtschaft, wundert mich gar nichts mehr. Mein Vater hat ja über ein Vierteljahrhundert die Vogelwelt in seinem Dorf beobachtet und war zu dem Schluss gekommen, dass sich da Einiges in Richtung Schieflage entwickelt. Sicherlich ist es die im letzten Frühjahr ausgefallene Brut... Aber ich denke, es liegt an den fehlenden Futterinsekten. Früher musste ich meine Autofrontscheiben dringend säubern, wenn ich von Köln in den Odenwald gefahren bin. In den vergangenen Jahren war das nicht mal bei der Rückkehr nötig. Aber an dieses Thema will die Politik bzw. der Gesetzgeber nicht wirklich ran. Wer braucht denn schon Vögel.....
    GLG
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Astrid,
      jetzt wo Du die Frontscheibe ansprichst, fällt mir auch wieder ein, dass ich früher noch einen speziellen Schwamm brauchte, um die Reste der Insekten von der Scheibe wieder zu entfernen. In den letzten Jahren habe ich einen solchen Schwamm nicht mehr benutzen müsse.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

      Löschen
  11. Liebe Irmi,
    bei uns in Garten sind in diesem Jahr auch kaum Vögel zu sehen.
    Sonst hatten wir immer Rotkehlen, Meisen, Grünfinken usw.
    aber in diesem Jahr nur einige Meisen. das ist schade.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche.
    LG
    Käthe

    AntwortenLöschen
  12. Deinen Ausführungen über unsere einheimischen Vögel ist absolut nichts mehr hinzuzufügen, liebe Irmi. Bei uns lassen sich jetzt seit einigen Tagen wieder Meisen blicken und schauen auch schon mal in die Brutkästen hinein.
    Es zwitschert inzwischen auch vermehrt draußen.

    Das Vorkommen der Gartenvögel an den Futterstellen in diesem Winter war aber regional sehr unterschiedlich. So weiß ich, dass im Badischen und auch im Stuttgarter Raum weitaus mehr Vögel in den Gärten waren als hier bei uns.
    So gibt es auch Spekulationen, dass viele Vögel als Teilzieher einfach etwas weiter südlich gezogen sind.

    Aber.....bei uns sind etliche Störche aus dem Winterquartier zurückgekehrt. :-)

    Liebe Grüße und dir eine schöne neue Woche
    Christa

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Irmi,
    es sind wirklich eine Vielzahl von Faktoren beteiligt, dass es zur Zeit weniger Vögel bei uns gibt. Ich hoffe aber sehe, dass sich der Bestand bald wieder erhöht. Ich freue mich immer, wenn ich die Vögelchen zwitschern höre...
    Hab einen guten Wochenstart
    und liebe Grüße
    moni

    AntwortenLöschen
  14. Meine liebe Irmi,
    danke für diesen interessanten Beitrag zu unseren lieben gefiederten Freunden! Ja, es spielen wirklich ganz viele Faktoren eine Rolle ....aber, Dein Bericht ist ja auhc ein klein bischen beruhigend, wenn es heißt, daß noch keinen Anlass zur Sorge gibt ... ich bin gespannt, wie sich die Vogelschar in diesem jahr erholen wird und hoffentlich nciht soviel Gelege kaputtgehen , durch welche Einflüsse auhc immer ... sehen werden wir das im Winter ...
    Das Gedicht ist wunderschön, vielen Dank dafür! ... ich geh jetzt mal draussen schauen, was im Garten los ist ... hören tu ich sie auch durch die geschlossene Tür *lächel*
    Hab noch einen wundervollen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen ganz lieben Drücker, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  15. ...am Futterhaus auf dem Balkon fällt es dieses Jahr richtig auf, liebe Irmi,
    dass es weniger Gäste gibt als in den Vorjahren...im Garten aber singen sie schon ihr Lied,

    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
  16. Very good your garden birds, photographed by you, beautiful.

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi,
    wir haben uns entschlossen, den Vögeln mit Futter unter die Arme zu greifen. Das ist wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin.
    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  18. Liebe Irmi,
    bei uns im Garten ist auch ein Vogelmangel, die aufgehängten Futterknödel werden kaum leer. Ich hatte mich schon gewundert- was ist da los? ich hoffe, meine Federfreunde sind im Frühling wieder da. Die ersten Gänse habe ich am Wochenende in Hamburg ziehen sehen. Frühling liegt in der Luft.
    Ich wünsche Dir eine besonders schöne Woche,
    liebe Grüße
    Jo

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi,
    nun bin ich doch ein wenig beruhigt. Mein Mann und ich machten uns auch schon Sorgen, weil in unserem Garten auffallend wenig Vögel sind in diesem Winter. Wir haben es auf unsere Umbaumaßnahmen und die vielen Katzen geschoben. Die Info des NABU erklärt das Ganze nun besser. Danke für Deinen Post!!!
    Sei herzlich gegrüßt von
    Regina

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Irmi,
    was für herrliche Bilder.....
    Ich freue mich auch über das Vogelgeschwitzer.....
    Ganz liebe Grüße
    Jen

    AntwortenLöschen
  21. liebe Irmi,
    bei uns gibt es noch jede Menge, ziemlich alle Arten!
    Jetzt zwitschern sie auch schon, da kann der Frühling nicht mehr weit sein.
    einen schönen Abend noch und liebe Grüße
    Gerti

    AntwortenLöschen
  22. Auch hier zwitschert es schon ....
    ich sehne den Frühling herbei
    liebe Grüsse
    ich wünsch Dir eine schöne Woche
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  23. Ja, das fiel mir auch auf. Umso mehr freue ich mich dieses Jahr über _jeden_ geflügelten Gast an meinem Futterhaus, während ich letztes Jahr tatsächlich noch fast dachte, dass die mir die Haare vom Kopf fressen. ;-) ...So schnell kam ich nicht mit der Futterherstellung nach.
    Doch dieses Jahr geht nur ein Zehntel täglich an Futter weg. ...Leider

    Ich zwitschere Dir liebe Grüße zu!

    AntwortenLöschen
  24. Servus Irmi, also auch bei uns ist mir aufgefallen, dass trotz großer Kälte und einem halben Meter Schnee die sonst in Scharen auftretenden Vogelarten kaum zu sehen sind. Die Futterstellen im Garten bleiben meist leer ;-(
    Schöne Woche,
    Luis

    AntwortenLöschen
  25. Hallo Irmi;
    ...da bleibt nur zu hoffen, das die kommende Brutsaison besser ausfällt!
    LG Heidi

    AntwortenLöschen
  26. Liebe Irmi
    Auch bei uns hat es in diesem Winter weniger Vögel an den Futterstellen. Die schweizerische Vogelwarte begründet dies, mit einem Ueberangebot an Buchnüsschen (Bucheckern) und auch der Ahorn hat viele Samen ausgebildet. So bleiben viele Vögel im Wald, wo ihnen auch die vielen Katzen im Siedlungsgebiet das Leben weniger schwer machen. Bei Waldspaziergängen sind mir viele Meisen und Buchfinke aufgefallen, die ich ihn anderen Wintern nicht gesehen habe. Der Schnee ist bedeckt von den vielen Buchnüsschen oder den Ahornsamen. So eine Anhäufung habe ich auch noch nie gesehen.
    Liebe Grüsse
    Barbara

    AntwortenLöschen
  27. Hallo Irmi,
    seit Jahren beteilige ich mich an der Wintervogelzählung, in diesem Jahr war sie bei mir sehr dünn.Die Gründe dafür sind in den vorherigen Kommentaren zur Genüge erläutert. In meinem Garten, ein Naturgarten, haben so manche Kräutlein und Unkräutlein ihren festen Platz. Um schöne Tierfotos zu machen, Kleintiere hauptsächlich, brauche ich oft nur in meinen Garten zu gehen. Nun habe ich mit Freude festgestellt, ein paar verlorengegangene Vögel kommen wieder in meinen Garten, Grünfinken z.B.ich freue mich darüber. Dir einen schönen Frühlingsstart und man liest sich wieder,
    Grüßle von Edith

    AntwortenLöschen
  28. ich stelle leider schon seit Jahren fest dass hier bei und immer weniger Vögel zu sehen sind
    viele Arten habe ich auch schon jahrelang nicht mehr gesehen
    eigentlich hat es nur noch Tauben und Krähen hier..
    selbst Amseln und Spatzen sind rar geworden..
    wo sollen sie auch nisten
    überall werden die Dächer dicht gemacht..
    kein Spalt und keine Ritze mehr..
    und unter den Dachvorsprüngen wird Draht gespannt ..
    auch keine Chance mehr für Schwalben.. :(

    es ist wirklich traurig
    liebe Grüße
    Rosi

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.