Mittwoch, 1. März 2017

Dies und Das über eine bemerkenswerte Frau

Heute möchte ich über Margarete Steiff berichten. eine tapfere und bemerkenswerte Frau.



Margarete Steiff wurde 1847 in Giengen geboren. Im Alter von eineinhalb Jahren wurde sie sehr krank und die Eltern bekamen die niederschmetternde Diagnose: Kinderlähmung, eine Erkrankung, für die es zu dieser Zeit keine Behandlungsmöglichkeit gab. Ein Leben ohne Perspektiven stand ihr bevor, denn die Rollenfestlegung der damals ländlichen Frauen war es nun einmal, Hausfrau und Mutter zu sein. Die Kindheit des Mädchens war nicht leicht. In einem Leiterwagen wurde Margarete zum Schulgebäude gezogen. Dort musste sie die Treppe hinauf bis in das Klassenzimmer getragen werden. Trotz dieser Widrigkeiten brachte sie überdurchschnittliche Leistungen in der Schule. Ihr heiteres und geselliges Wesen machte sie sehr beliebt.
Margaretes größter Wunsch war es, ein Nähschule  besuchen zu können. Gegen den Willen ihrer Eltern begann sie schließlich eine Ausbildung als Näherin und wurde im Laufe der Jahre eine perfekte Schneiderin. Gemeinsam mit ihrer Schwester kaufte sie eine Nähmaschine und eröffnete eine Damenschneiderei. Margarete war sehr talentiert und das Geschäft wurde ein Erfolg.
Als Margarete 1880 aus Spaß einen kleinen Stoffelefanten aus Filz und Wolle nähte, wusste sie noch nicht, dass sie damit den Grundstein für ein weltweit expandierendes Stofftier-Unternehmen legen sollte.


Vor allem Kinder liebten diese kuscheligen  und weichen Stofftiere. Nach wenigen Jahren nähte sie eine ganze Reihe von Tieren aus Filz. Es gab zum Beispiel einen Bären mit drehbarem Kopf und beweglichen Gliedern mit Knopfaugen. Der berühmte Teddybär war geboren. In einer großen, behindertengerecht gebauten Fabrikhalle stellten schließlich 400 festangestellte Mitarbeiter zusammen mit 1800 Heimarbeiterinnen bereits 974.000 Bären her. Um die "Steiff-Tiere" unverwechselbar zu machen, wurde ein Knopf in das Ohr eingenäht - der berühmte  "Knopf im Ohr" war geboren.
Margarete Steiff starb mit knapp 62 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Bis zu ihrem Tode überwachte sie die gesamte Produktion und war eine strenge, aber sehr warmherzige Arbeitgeberin. Ein für viele Menschen hoffnungslos erscheinendes Leben wurde zum Beispiel dafür, was man mit viel Herz und Willen alles erreichen kann. Die Firma Steiff wird in ihrem Sinne weitergeführt  - bis heute.




Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebste Irmi,
    danke für den wieder so schönen bericht über Margarethe Steiff! Ich kenne ihre GEschichte gut, und ich bewundere sie immer wieder, wie sie damals alles aufgebaut hat!
    Danke auch, daß bei dieser berühmten Geschichte auch zwei meiner Knuffelbären dabei sein durften *lächel*
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen herzlichen Drücker, Deine Claudia ♥

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  2. Unwahrscheinlich, wie weit schon damals eine Frau trotz körperlicher Beeinträchtigung kommen konnte, wenn sie sich durchsetzte...
    Danke für den Einblick in die Geschichte
    Herzlichst
    yase

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  3. Guten Morgen Irmi,
    da gibt es eine wunderbare Verfilmung dazu.
    Kennst du die?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Steiff_(Film)
    Einen schönen Tag wünscht
    Gine

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  4. Liebe Irmi,
    eine ganz tolle Frau, und für diese Zeit eine der starken ambitionierten Frauen.
    Sie hat mit den Steiff Stofftieren etwas wunderbares geschaffen das weit nach ihrer Zeit noch existiert und bleibe wird.

    Ganz liebe Grüessli und einen wunderbaren Tag für dich.
    Julia

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  5. eine tolle Frau Irmi und ich glaube fast jeder hat/hatte so ein Kunstwerk von ihr.
    Hier jedenfalls wohnen EINIGE
    mit einem LG vom katerchen

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  6. Moin liebe Irmi,
    ich habe den Film über Margarete Stein gesehen und bewundere diese Frau für ihren Lebensmut.
    Danke für Deinen Bericht.
    Liebe Grüße, Inge

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  7. Als ich den Teddy sah und die Überschrift las, ahnte ich schon, von welcher Frau du uns heute erzählst. Es ist wirklich bewundernswert, was einige Menschen leisten! Danke für den Bericht! LG Martina

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  8. Liebe Irmi
    das ist eine wunderbare Frau gewesen mit all ihren tollen Ideen, ich weiss noch wie es immer was ganz besonderes war ein Steifftier zu besitzen und heute noch ist es so geblieben...
    Danke für diese Post und ich wünsche dir ein schönen Tag!
    Lieben Gruss Elke

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  9. Liebe Irmi,
    dass kann man wirklich nur bewundern, was Margarete Steiff trotz ihrer Krankheit und gegen so viele Wiederstände geschafft hat. Erst neulich lief wieder der Film (mit Heike Makatsch in der Hauptrolle), der ihr Leben beschreibt und den ich immer wieder gerne anschaue. Finde, was du hier berichtest wird dort recht gut wiedergegeben.

    Du hast deinen Beitrag allerliebst bebildert!!

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  10. Liebe Irmi,
    das sind die Lebensläufe, die Mut machen!
    Und wenn ich daran denke, wie oft wir (die wir vom Grunde ziemlich verwöhnt sind...)aus "Kleinigkeiten" heraus manchmal schon fast zu verzweifeln drohen..., dann sind solche Lebenswege auch "Wachrüttler" und "Dankbarmacher"!
    Vielen Dank, dass Du am Wachrütteln und Dankbarmachen beteiligt bist!
    Alles Liebe
    Heidi

    PS es gibt über Margarethe Steiff einen sehr schönen Film. Heike Makatsch spielt die Hauptrolle sehr überzeugend...

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  11. Liebe Irmi,
    ich war als Kind schon ein Teddyfan und die von Steif waren am schönsten. Von daher kenne ich ihre Geschichte.
    LG Helga

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  12. Liebe Irmi,
    das war wirklich eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit!
    Ich liebe Steiff-Tiere und habe auch heute noch einige.
    Lieben Gruß
    moni

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  13. Liebe Irmi,
    leider hatte ich nie ein Steiff-Tier oder einen Teddy - die waren für unsere Verhältnisse einfach zu teuer. Aber natürlich hatten wir andere Kuscheltiere, und ich habe heute noch eine große Vorliebe dafür. inzwischen sind sie ja nicht mehr aus Filz, und ich liebe diese weichen, kuscheligen Tiere.
    Die Lebensgeschichte von Margarete Steiff kannte ich bisher auch nicht. Jetzt habe ich wieder etwas Neues gelernt ...
    Liebe Grüße
    Christine

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  14. Ich war leider nie im Besitz eines Steiff-Tieres. Aber ich habe sie mir oft in Spielzeugläden angeschaut und war immer sehr angetan davon. Ich finde es toll, wie diese Frau sich nicht der gängigen Meinung, eine behinderte Frau sei nichts wert, unterworfen hat. Sie hat aus den Fähigkeiten, die ihr geblieben sind etwas wundervolles gemacht. Ein Mensch, an dem sich viele ein Beispiel nehmen können. Die Geschichte wurde ja verfilmt, allerdings weiss ich das Jahr nicht mehr! LG sendet Dir Marion

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  15. Eine großartige Frau, schön, dass Du an sie erinnerst. Ich hatte ein einziges kleines Steifftier, ein Eichhörnchen, das habe ich geliebt.
    LG
    Magdalena

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  16. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Ja, ich, Edith, habe die Antwort gelöscht, ich habe mich verschrieben. Ich berichtete, dass ein Spielwarenverkäufer aus Amerika einen größen Auftrag an Frau Steiff vergab, er wollte etliche Bären noch vor Weihnachten haben. Frau Steiff lies sich diesen Auftrag natürlich nicht entgehen. Weil auch Theodor Roosewelt für seine Enkel diese Bären süss fand, und er "Teddy" genannt wurde, war der Name "TEDDY" geboren. So ists richtig, sorry.
      Lieber Gruß
      von Edith

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  17. Liebe Irmi,
    den Film kenne ich und finde ihn sehr gut. Vorher wusste ich gar nicht, wie sie ihr Leben gemeistert hat, ja ich war mehr als beeindruckt von dieser Frau.
    Du schreibst sehr schön darüber!
    Übrigens ärgert mich google heute noch einmal, wollte Dir folgen, ging nicht, dann folgte ich Dir doppelt und dreifach, nun hoffe ich das es geklappt hat. Irgendwie kam ich mit dem alten google besser zurecht.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Kirsi

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  18. Liebe Irmi
    Bewundernswert wie Margarete Steiff ihr Leben gemeistert hat. Trotz aller Widrigkeiten hat sie sich durchgesetzt. Dazu hat sie vielen Menschen eine grosse Freude bereitet mit ihren wunderbaren Tieren.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  19. Ich mag die Steiff-Tiere und Puppen heute noch. Ich habe mal im Fernsehen eine Reportage über ihre Entstehung und über ihre Erfinderin gesehen. War schon eine Harte Zeit damals und Margarete Steiff hat ihr Schicksal prima gemeistert und sich nicht klein kriegen lassen. Alle Achtung!

    lg gabi

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  20. Ich habe den Film über sie gesehen mit Heike Makatsch. Ich war so gerührt, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Zum Glück hat mein Mann nicht mitgeschaut.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  21. Eine bemerkenswerte Frau..., wenn man bedenkt, welche Kraft die Eltern und Margarete aufbringen mussten...
    Respekt!
    Ich muss mal schauen, ob man den Film in der Mediathek findet oder ob dieser als DVD erhältlich ist.
    Liebe Grüße von Heike

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  22. Hallo!
    Die Verfilmung in der ARD Mediathek fand ich wirklich toll. Ich liebe so Geschichten und Verfilmungen über gute Biografien.
    Sehr schöne Geschichte!
    Liebe Grüße aus dem Lipperländle,
    Tina

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  23. Liebe Irmi,
    Eine bemerkenswerte Frau bist auch DU! Heute sind es schon 11 Jahre seid dein lieber Mann gestorben ist und du hast es immer noch sehr gut alleine geschafft.
    Ganz lieber Gruss und eine feste Umarmung,
    Mariette

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  24. Hey, das ist ja interessant. Weißt du, wo ich das erste Mal etwas von dem Bären gehört habe? Bei der Sendung "Bares für Rares". Antiquitäten interessieren mich eigentlich nicht, aber die Sendung ist ziemlich unterhaltsam und jetzt hier darüber etwas zu lesen ist sehr informativ.

    Liebe Grüße

    Jennifer
    http://jennifer-femininundmodisch.blogspot.de/2017/03/jennifer-wird-40-outfit-einkauf-my-40th.html

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  25. ja..
    das war eine bemerkenswerte Frau..
    als Kinde hatte ich keine Steiff Tiere..
    aber meine Kinder haben welche bekommen
    auch wenn sie teuer waren..
    heute sind begehrte Sammlerstücke dabei..
    ich war einmal in einem Bären Forum unterwegs ;)
    da hat eine junge Frau ihren Teddy für fast 1000 Dollar nach USA verkauft..
    ich liebe Bären ;)
    der Film war wirklich sehenswert ..
    liebe Grüße
    Rosi

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.