Montag, 8. Mai 2017

Mal wieder so Allerlei

Eine neue Woche liegt vor uns. Ich wünsche Allen einen stressfreien Verlauf. Mit ein paar Redewendungen möchte  ich starten.

Aber zuvor begrüße ich

Nele

die an den Neckarstrand gefunden hat. Nimm Platz und fühle dich wohl hier. Du bist hertzlich willkommen.



Weshalb trifft man den Nagel auf den Kopf?
Diese Redewendung kommt aus dem Schießsport. Denn einst befand sich in der Mitte der Zielscheibe ein Nagel. Traf ihn der Schütze, hatte er alles richtig gemacht - und damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Warum steppt der Bär?
Im Mittelalter waren Vorführungen von Wanderzirkussen eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Besonders viel Applaus erhielten Tanzbären, die sich zur Musik bewegten. Wo etwas los war, da steppte sprichwörtlich der Bär.

Weshalb sind Geldscheine unterschrieben?
Einst galten Geldscheine als Quittungen, die selbstverständlich unterschrieben werden mussten. Heute zieren Euro-Scheine die Schriftzüge aller bisherigen Präsidenten der Europäischen Zentralbank: Wim Duisenberg, Jean-Claude Trichet und Mario Draghi.

Wann ist die Astrologie entstanden?
Die Deutung von Zusamenhängen zwischen Gestirnskonstellationen und irdischen Vorgängen beschäftigte die Sumerer schon im dritten Jahrtausend vor Christus. Später interpretierten auch die Ägypter, Griechen und Römer die Vorgänge am Sternenhimmel.

Weshalb wird etwas in Bausch und Bogen abgelehnt?
Die Redensart entwickelte sich aus einer alten Rechtsformel, die einst vor allem beim Kauf von Grundstücken eine Rolle spielte. Demnach verstand man bei den Grenzen einer Fläche unter Bausch das nach außen Gebogene, unter Bogen das nach innen Gebogene. "Bausch und Bogen"  bedeutet also  "Vollständig".

Warum ist einem etwas schnuppe?
Im 19. Jahrhundert bezeichneten die Menschen den abgebrannten, verkohlten Teil eines Kerzendochts als Schnuppe. Weil sie daraus keinen Nutzen mehr ziehen konnten, entwickelte sich daraus bald eine Redensart. Wem heute etwas schnuppe ist, dem ist es nicht wichtig oder aber egal.



Ein altes irisches Sprichwort sagt:
Auf dem Weg durchs Leben
kann man den Wind nicht immer
im Rücken haben.







Kommentare :

  1. Immer wieder lehrreich und spannend! Hab Dank für deine Bemühungen!
    Herzlichst
    yase

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  2. Moin liebe Irmi,
    sehr interessant :-).
    LG Helga

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  3. Liebe Irmi,

    deine Redewendungen und ihre Bedeutung haben mir heute wieder sehr gefallen. Ja und manchmal bläst der Wind auch kräftig von vorne.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche
    LG Paula

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  4. Liebe Irmi,
    ich muss gerade richtig schmunzeln...
    Was ich bei dir alles lerne herrlich.....
    Dir einen wundervollen Start in die Woche.
    Jen

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  5. Siehst du mal, nun gehe ich schon wieder etwas schlauer von hier fort! - Es ist echt spannend, Redewendungen mal auf den Grund zu gehen! - Danke, dass du es für uns getan hast - und auch dir eine schöne Woche! Martina

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  6. Moin Irmi,
    mitunter kommt der Wind völlig unerwartet von vorn ;).
    Bausch und Bogen war mir neu und Kerzendochte können wir zum Glück nachkaufen, dutzendweise.
    LG Kelly

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  7. Liebe Irmi,
    da gebraucht man oft so eine Redewendung ohne ihren Sinn zu kennen. Schön, dass du dich damit beschäftigt hast und uns deine Recherche mitgeteilt hast, wie Martina sagt, wir gehen schlauer von dannen.
    Einen guten Wochenstart
    wünscht Edith

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  8. Danke für die Erläuterungen von so mancher Redewendung. Einige davon sind mir bekannt - schön die Bedeutung dazu zu lesen.

    liebe Grüße

    Jennifer
    http://jennifer-femininundmodisch.blogspot.de/2017/05/mow-transen-und-der-gang-zur.html

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  9. Wieder etwas gelernt. Danke.
    Auch Dir eine stressfreie Woche
    Lieben Gruß
    Katala

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  10. Liebe Irmi,
    außer einer Redensart waren mir alle bekannt, aber ich habe trotzdem wieder etwas bei Dir gelernt. Ich kannte nämlich "etwas in Bausch und Bogen abgelehnt" noch nicht. Diese Redensart war mir bislang vollkommen unbekannt.
    Ich wünsche Dir eine gute Woche und schicke Dir ganz herzliche Grüße
    Astrid
    P.S. Ich hoffe, dass der sonnige Mai bald einkehrt, denn bei uns ist heute wieder regnerisches Novemberwetter.

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  11. Liebe Irmi,
    mir waren die Bedeutungen der Redewendungen nicht alle bekannt.
    Habe ich wieder was gelernt.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche.
    LG
    Käthe

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  12. Nach dem sonnigen Wochenende, liebe Irmi, ist beim gegenwärtigen Regenwetter mit grauenhaften Himmel dein Allerlei eine seeeeeeehr willkommene Abwechslung. Dir eine angenehme Woche, egbert

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  13. ....wieder was gelernt - aber was mir auf keinen Fall "schnuppe" ist, sind deine interessanten Beiträge!!!!
    Schöne Woche,
    Luis

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  14. Eine Sprache wird durch Redewendungen &Redensarten bereichert, ja lebendig und ausdrucksstark. Ich hatte daran auch immer meine Freude beim Lernen von Fremdsprachen, denn man erfährt dabei auch einiges über die Historie eines Landes, wie deine Beispiele ja auch zeigen.
    GLG
    Astrid

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  15. Liebe Irmi,
    wie interessant! Die Bedeutung bzw. den Ursprung der Bausch-und-Boden-Redensart kannte ich noch nicht.
    Angenehmen Wochenstart und lieben Gruß
    moni

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  16. Mir gefällt der irische Spruch am besten, weil ich mir gerade vorstelle, wie langweilig es sein muss, vom Wind durchs Leben geschoben zu werden und wie bequem! Lässt der Wind nach, bleibt man stehen oder kippt um. Ich bevorzuge Gegenwind, weil er eine Herausforderung darstellt. Man muss sich anstrengen, gegen den Wind ankämpfen (- oder auch gegen den Strom schwimmen). Dazu braucht man Kraft und je mehr man sich anstrengen muss, desto stärker wird man ;o).
    Hab eine gute Woche, liebe Irmi, und sei herzlich gegrüßt von
    Laura

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  17. Hach, liebe Irmi, das war wieder sehr erfrischend! Teilweise auch auffrischend, aber auch das ist super für einen vergesslichen Tiger. ;-)
    Frische Liebgrüße also
    vom
    Tigerle
    ;-)
    🐯

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  18. Liebe Irmi,
    ich finde es immer sehr interessant, zu lesen, woher Redewendungen kommen. Danke für diesen informativen Post.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  19. Liebe Irmi,
    ich freue mich immer über Deine tollen Geschichten, gerade bei den Sprichwörtern. Eine schöne Woche wünsche ich Dir.
    Magdalena

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  20. Hallo, meine liebe Irmi,
    danke für wieder tolle Redensarten und die Erklärungen dazu!
    Hab noch einen gemütlichen Restmontag und eine schöne Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen lieben drücker,Deine Claudia ♥

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  21. Liebe Irmi, bei dir lerne ich mal wieder so vieles :).
    Liebe Montagsgrüße!

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  22. Es ist immer interessant, Redewendungen "auf den Grund zu gehen".
    Liebe Grüße!

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  23. Liebe Irmi, die meisten Redewendungen sind bekannt, ja werden sogar regelmäßig ausgesprochen - doch nicht jeden Wortursprung kennt man. Jedenfalls geht es mir so! Bausch und Bogen war mir entfallen oder mehr noch: Neu.

    Nun wünsche ich Dir einen guten Abend und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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  24. Mir geht es wie Heidrun, Bausch und Bogen ,den Ursprung kannte ich nicht. Auch sonst habe ich gern die Infos von Dir angenommen. Die Redewendungen kennt man, aber nicht den Ursprung und das ist mir nicht schnurz egal.
    Liebe Grüße in den Tag, Klärchen

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  25. Hallo Irmi, schau mal auf meinem Blog, ist sehr wichtig und checke deine Mails ;-) LG Romy

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  26. Hallo Irmi,
    die erste und die letzte Erklärung sind neu für mich. Da danke ich dir ganz herzlich für die Erläuterung. jetzt kann ich mir auch erklären wieso es früher so viele Querschläger gab. Die Quote ist jetzt ja zum Glück verschwindend klein geworden.

    Liebe Grüße
    Arti

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  27. Excellent Irmi, what will you do.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.