Donnerstag, 9. Dezember 2010

Dies und Das über das Schmiergeld


Heute ist der Begriff "Schmiergeld" in aller Munde.
Mich hat die Herkunft des Ausdrucks Schmiergeld interessiert. In den mir zugänglichen Wörterbüchern steht nur das Wort verzeichnet - allenfalls mit dem Zusatz Bestechungsgeld. Könnte es sein, daß Schmiergeld in Verbindung steht mit dem Sprichwort: "wer gut schmiert, der gut fährt?" Wenn man heutzutage von Schmiergeld redet, ist in den meisten Fällen die Bestechung gemeint. Aber woher stammt dieses Wort?
Das Wort kommt schon in längst vergangenen Jahrhunderten vor, in denen  man noch mit Postkutschen von einem Ort in den anderen reiste. Die beschwerlichen Fahrten, die oft tagelang dauerten und von Problemen wie
Achsbrüchen und kaum vorhandenen Wegen geplagt waren, waren damals sehr teuer. Neben dem eigentlichen Fahrpreis musste man häufig noch jede Menge Gebühren bezahlen, wie etwa Straßengeld, ein Extra  für den Vorspanner, der die Pferde auswechselte, Tor- sowie Brückengeld und auch Schmiergeld.
Hierbei handelte es sich damals allerdings noch nicht um Bestechung von jemandem, sondern um das Schmieren der Achsen, damit die Räder der Kutschen nicht allzu laut quietschten und die Fahrt etwas angenehmer wurde. Schmiergeld war damals also eine feste Gebühr, die jedermann entrichten mußte, der es sich leisten konnte, mit der Kutsche zu verreisen.
So bürgerte es sich ein, daß auch andere Geschäfte  "wie geschmiert"  liefen, nur stabilisierte sich als Schmiermittel nicht etwa Fett und schon gar kein Öl, sondern eben Geld.
Nun ja - dann läuft ja alles wie geschmiert!

Kommentare :

  1. puh ...ma gut das es das heute sooo nicht mehr gibt ..also ich meine .... ich lieeebe es mit dem Zug zu fahren ....wenn ich den noch schmieren sollte ....äm ja!
    Aber war mal wieder wie immer sehr so interssant was Du darüber zu schreiben wusstest ....weil ...ja ebent weil Du immer uns sowas halt gut erklärst . Besser als wie die Sendung mit der Laus ....nurmal das so als Beispiel ne;-)
    Und nu ...Irmili .....schnappen wir uns die bunte Decke ja und gehen schlafen ...!
    Naaaaachtiiiii
    wünscht
    Dein
    Kroeti

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  2. Liebe Irmi,
    das habe ich auch nicht gewußt, hier läuft es ja auch alles wie geschmiert *g*
    Werde die kommenden Tage nicht kommentieren, da ich für ein paar Tage nach Berlin reise, also nicht wundern. Auch in meinem Blog gibt es keine Kommentare, wohl aber kleine Beiträge.
    Sei herzlich gegrüßt

    Marianne ♥

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  3. Liebe Irmi,

    da staunt man, woher die Redensarten kommen. Es ist schön,
    dass du für uns alle nach den
    Quellen suchst.

    Liebe Grüße
    Angela und Elisabeth

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  4. Liebe Irmi,
    das ist ja wieder eine interessante Geschichte.Wobei ich fest glaube das heute auch noch so einiges mit Schmiergeld läuft.
    LG
    Nicole

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  5. Ist oft erstaunlich woher Redensarten ihren Ursprung haben. Für mich persönlich, eine spannende Sache.
    Liebe Grüße

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  6. Irmi, wirklich, das ist so wissenswert! Ich habe in dem Fall noch nie darueber nachgedacht, woher der Ausdruck kommt! Die Erklaerung ist ja so einleuchtend - und ich erinnere mich an den Heuwagen meines Grossvaters, noch mit Ochsen vorgespannt damals und mit Eisen beschlagenen Raedern, und da musste kraeftig geschmiert werden! Zum Bremsen wurde die "Migga" angezogen, da Du ja im Schwabenland lebst, weisst Du sicher was das ist!

    Der Ausdruck "Schmiergeld" hat heute eben leider diese sehr negative Bedeutung und ist hauptsaechlich wunderbar gut in der Politik zu gebrauchen und anzuwenden, aber auch in allen moeglichen geschaeftlichen und anderen "faulen" Dingen! Schade und schlimm und sehr unehrenhaft!

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  7. Ach ja, aber wenn etwas "laeuft wie geschmiert" das ist dann ja wieder positiv gemeint! :-)

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  8. Guten Morgen liebe Irmi,
    immer, wenn ich deine Beiträge über die Redensarten und ihre Herkunft lese, frage ich mch, wieso ich darüber nicht längst schonmal nachgedacht habe. Denn ich finde es äußert interessant, bei Dir zu lesen, wo Worte oder Aussagen, die wir ganz regelmäßig benutzen, ihren Ursprung haben.
    Schön, daß Du die Dinge immer wieder so hinterfragst.

    Liebe Grüße von Birgit

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  9. Hallo Irmi

    fein erzählt..finde es auch immer ganz spannend wenn man den ursprünglichen Grund einer Redensart erklärt..DANKE sagt das katerchen

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  10. Ich bin immer noch für: "Ehrlich währt am längsten!" Und daran wird sich auch niemals etwas ändern. Niemals könnte ich glücklich werden, wenn ich durch irgendwelche Schmiergelder reich würde.

    LG aus Stetten a.H.

    Ute

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  11. Jeder 4. Irmi, jeder 4. hab ich heute im Radio gehört schmiert andere um einen Vorteil zu erwirken, sei es etwas zu beschleunigen oder überhaupt dran zu kommen.
    Ich war heute Morgen ganz früh bei Frau Aldi und habe einen rosanen Fotoapparat für meine Tochter (sie wollte einen auf den sie nicht so sehr aufpassen muß, wie auf ihren guten) erstanden ohne jemanden dafür schmieren zu müssen. Bin ganz stolz.Weihnachten wir kommen!
    Liebe Rosinengrüße, die für einen ganzen Tag reichen müssen.

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  12. Das wußte ich auch nicht, das es aus der Kutschenzeit stammt. Fein zu wissen, aber ich mache trotzdem nicht mit und schmiere die Bahn. Die schmiert uns höchstens eine. In meiner Kinderzeit haben wir untereinander gesagt "ich schmiere Dir eine" will heißen, bekommst gleich eine Ohrfeige....und die bekommen wir von der Bahn zur Genüge mit den Preisen, Unpünktlichkeiten und manchmal wirklich frechen Schaffnern....
    Aber Dir ganz liebe Grüße
    margit

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  13. Denk mal! Wie interessant, aber das isses ja immer bei Dir! Vielleicht sollte ich die Rollatoren auch schmieren, denn laufen die besser bei dem Wetter? Hmmm, *grübel*, schmieren is so für sich schon ein komisches Wort, nä? Schulschmier, das is hier ein belegtes, zugeklapptes Brot, also ganz ohne Öl un so...

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  14. Schmiergeld hätte ich heute auch gern gezahlt, an meinen lieben Orthopäden, denn meine Bandscheiben und Knochen bräuchten wirklicht ganz viel schmiere aber leider habe ich erst einen Termin für den 13. Mai 2011 bekommen. Und der 13. Mai. 2011 ist auch noch ein Freitag. Leider habe ich in meinen Taschen nicht so viel Geld, für einen Schmiergeldtermin, und falls du jemanden im Blog klappern oder quietschen hörst, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ---Leppine.

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  15. Liebe Irmi, vielen Dank. Das war wieder sehr interessant.
    LG Sabine

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  16. Aber bitte nicht "abschmieren" bei diesem Wetter, liebe Irmi!
    Hast wohl eine Kutschfahrt gemacht(Bild oben)? Schööön.

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=
    Hier schneit's grad dicke Flocken, herrlich!

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  17. Wieder ein interessantes Thema, liebe Irmi. Leider ist der Mensch allzu oft bestechlich. Und so hat das Kind gleich einen Namen bekommen, wenn auch aus entfernter Zeit.

    Liebe Grüße
    Sara

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  18. Liebe Irmi,
    danke für diese Erklärung, habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, obwohl ich meine, ich hätte bei uns im Freilichtmuseum Hessenpark mal etwas darüber gelesen. So ganz fremd kam's mir nicht vor. Deine Erläuterungen sind immer wieder sehr lehrreich.
    Lieben Gruß
    Elke

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  19. Na dann wollen wir mal die Achsen unserer Autos schmieren, damit sie gut, leise und zuverlässig laufen...
    Tja, offensichtlich gibt es zuviel Geld, wenn solch horrende Summen die Hände wechseln bzw. die Konten.
    Außerdem eine alte Sitte...

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  20. Juhuuu, ich freue mich, dass ich die Interpretation dieses Wortes mal ausnahmsweise kannte. Sonst lerne ich ja hier bei Dir nur. ;-)
    Aber als die Geschichte mit Griechenland in aller Munde war, gab es mal einen Bericht darüber im Fernsehen und dort wurde das erklärt. Die Griechen lassen sich ja fast überall "schmieren". Lieben Gruss, Simone

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.