Sonntag, 20. Mai 2018

Ein frohes Pfingstfest....

..wünsche ich meinen lieben Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen. Macht das Beste aus diesen Tagen! Hoffentlich scheint die Sonne. Dann ist alles perfekt.


Am 50. Tage des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag feiern die Christen alljährlich das Pfingstfest. Das Wort Pfingsten geht auf den griechischen Begriff "Pentekoste" zurück, der für "fünfzig" steht.
Laut Apostelgeschichte, ist es der Tag an dem die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erhellt wurden. Sie konnten plötzlich in mehreren Sprachen reden und erhielten den Auftrag Christi, das Evangelium zu verbreiten. Man spricht auch vom sogenannten "Pfingstwunder". Durch dieses Ereignis entwickelte sich eine Einheit der Gläubigen, und es begründete somit die Kirche.
(Quelle: Christliche Feste) 


Suche jeder Sache die beste Seite abzugewinnen,
so muss dir alles zum Besten dienen
und du wirst nie Grund zum Klagen haben.
(Eva von Tiele-Winckler)

Samstag, 19. Mai 2018

Dies und Das über Hamburg


Hamburg ist in tiefer Trauer - die meisten Menschen! Der HSV ist abgestiegen. Ganz fürchterlich. 
Aber der Verein ist doch nicht alles. Hamburg ist eine wunderschöne, weltoffene Stadt. Hat so viel zu bieten. U.a. die bekannte Speicherstadt. Sie ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs und erzählt eindrucksvoll die Geschichte des Seehandels.
Die roten Backsteinbauten bilden bis heute den weltweit größten historischen Lagerhauskomplex. Im Jahr 2015 wurde das Areal sogar zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt und seit 1991 steht es unter Denkmalschutz. So einzigartig wie die Kulisse der Speicherstadt, so einmalig ist auch die Entstehungsgeschichte.

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(Foto: fotocommunity.to) 

Bis zur Gründung des Deutschen Reichs war Hamburg unabhängig und genoss Zollfreiheit. Doch nachdem die Hansestadt ab 1871 offiziell Staatsgebiet des Deutschen Reichs war, schloss sie sich auf Drängen des Reichskanzlers Otto von Bismarck 1881 auch dem Reichszollgebiet an. Im Gegenzug gewährte  Bismarck der Stadt ihren Freihafen und unterstützte den Bau der Speicherstadt mit 40 Millionen Reichsmark. Hier sollten die Kaufleute ihre Waren weiterhin zollfrei lagern, veredeln und weiterverarbeiten können.
Nach der Einigung entstand von 1883 bis 1927 auf dem Gebiet der ehemaligen Inseln Kehrwieder und Wandrahm das Herz des Hafens. Rund 20.000 Bewohner mussten daraufhin umgesiedelt werden. Das Hafengebiet wuchs über die Jahre immer weiter - und der Handel florierte. 
Bis heute befindet sich in der Speicherstadt das größte Orientteppichlager der Welt. Ansonsten sind die nach Kaffee, Tee und Gewürzen duftenden Lagerhallen weitgehend Büroräumen gewichen. Im Jahr 2003 verlor das Gebiet seinen Status als Freihafen, seit 2008 gehört es offiziell zum Stadtteil Hafencity.
(Quelle: Schätze der Welt - Einem Bericht von Kira Neuhofen entnommen)



Das Hafenleid, die Alsterdiamanten -
Das sind für mich so fertige Begriffe,
Da fallen Zahlen um die großen Schiffe,
Wenn ich begönnert, aber mißverstanden
Zwischen den Reedern sitze an der Bar,
Die scheinbar nur um Whiskysoda knobeln.
Indessen denk ich immer vor den nobeln
Kaufherren 

an mein schlechtgekämmtes Haar ...
Joachim Ringelnatz, 1927

Dienstag, 15. Mai 2018

Dies und Das über die kostbarsten Eier der Welt

Es handelt sich um die Fabergé-Eier.
Als Geschenk an seine Gattin ließ Zar Alexander III. Ostern 1885 das erste wertvolle Ei anfertigen.

Bildergebnis für Fabergé-Eier - kostenlose Fotos 
(Foto Russland-Journal)

Das edle Stück barg in einem goldenen Dotter eine goldene Henne und darin eine Zarenkrone mit zwei Rubineiern. Es rief so große Begeisterung hervor, dass der Zar bei Fabergé fortan jedes Jahr ein kostbares Ei bestellte. Das führte auch Alexanders Sohn, Zar Nikolaus, nach dem Tode seines Vaters im Jahr 1894 fort. Er ließ sogar 2 Eier pro Jahr anfertigen: Eines für seine verwitwete Mutter und eines für seine Frau. Fabergé arbeitete bis zum Sturz des Zaren im Jahr 1917 an diesen Preziosen.
Nach der Oktoberrevolution verkauften die Kommunisten die Schätze des Zaren samt den Fabergé-Eiern ins Ausland. Die kostbaren Stücke tauchten erst nach Jahrzehnten wieder auf. Bis heute sind sieben Exemplare verschollen. Unklar ist, ob sie überhaupt noch existieren.


Es war der Glücksgriff  seines Lebens: Ein amerikanischer Schrotthändler erwarb vor einigen Jahren auf einem Flohmarkt ein verziertes goldenes Ei in dem eine Uhr steckte - er zahlte immerhin 14.000 Dollar. Das Ei erwies sich als das dritte der mindestens 50 für die Zarenfamilie hergestellten Fabergé-Eier. Der Schrotthändler verkaufte das 1887 angefertigte Schmuckstück weiter an einen Sammler für gut 30 Millionen Dollar. Fabergé-Eier gelten als höchste Form der Goldschmiedekunst.


Jeder Mensch auf Erden hat sein Herzeleid -
unterm groben Kittel, unterm seidenen Kleid.
Und auch wo man lächelt, ist´s verborgen still,
was der Mensch beweinet, oft nicht zeigen will.
Sieh auch Nachbars Freuden nie mit blassem Neid,
denn jeder Mensch auf Erden hat sein Herzeleid.
(Verfasser unbekannt)


Donnerstag, 10. Mai 2018

Dies und Das über Himmelfahrt und Vatertag

Christen feiern an Christi Himmelfahrt die  "Aufhebung" Jesu in den Himmel. Himmelfahrt ist nicht wörtlich zu nehmen, sondern meint die Erhöhung Christi in die Nähe Gottes. In katholischen Regionen werden an Himmelfahrt  Prozessionen veranstaltet. Dabei baten die Gläubigen früher um ein gutes Erntejahr, zunächst eng an Ostern angelehnt.


Erst im 4.  Jahrhundert kristallisierte sich ein eigener Feiertag dafür heraus. Er wird seither 39 Tage nach Ostersonntag gefeiert und fällt daher immer auf einen Donnerstag. Die christliche Tradition des Festes ist im Lukasevangelium und der Apostelgeschichte begründet.
Oft ging der Tag mit Speis und Trank, Tanz und Gesang zu Ende. Später rückte der christliche Ursprung in den Hintergrund. Im 19. Jahrhundert kamen in Berlin dann  "Herrenpartien"  in Mode. Männer zog es hinaus in die Natur. In Ostdeutschland heißt der Ehrentag der Väter auch  "Herrentag",
(Quelle: Kirchliche Bräuche)



Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
dass er gar nicht abgeneigt;
nur er will mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
er die fromme Gastlichkeit,
denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen.

   — Wilhelm Busch

Dienstag, 1. Mai 2018

Einen Versuch ist es wert...

Ostern ist längst vorbei und das Osterei lacht mir noch immer von meinem Blog entgegen. Das muss unbedingt geändert werden.

Zunächst wieder ein herzliches Dankeschön für die vielen lieben Kommentare und Mails. Sie erfreuen mich immer wieder. Leider geht es meinem Arm nicht besser. Ich habe es zwischenzeitlich sogar mir Akupunktur versucht. Eine kleine Linderung ist da - aber die Schmerzen kommen immer wieder. Egal: Wenn ich jetzt den Anfang nicht schaffe, dann wohl gar nicht mehr. Ich werde es langsam versuchen und nichts übertreiben. Geht auch gar nicht.




Heute schreiben wir den 1. Mai. Neben meinem Fenster blüht der Flieder und das ganze Zimmer duftet. Wunderschön! Leider ist es wieder kühler geworden. Aber das Wetter ist nicht beeinflussbar. Das müssen wir nehmen, wie es kommt.

Spargel und auch Rhabarber werden wieder angeboten. Auch Erdbeeren stehen in den Regalen. aber dafür ist es zu früh. Sie schmecken noch nicht - und die deutsche Ware lässt noch auf sich warten. Es ist wie in jedem Jahr: Die Zeit rennt und rennt und wir müssen mit. War nicht gerade erst Weihnachten? Mir kommt es so vor.

Doch in dem Gedicht von Mascha Kalenko hört es sich anders an:


Die Zeit steht still. Wir sind es, die vergehen.
Und doch, wenn wir im Zug vorüberwehen,
Scheint Haus und Feld und Herden, die da grasen,
Wie ein Phantom an uns vorbeizurasen.

Da winkt uns wer und schwindet wie im Traum,
Mit Haus und Feld, Laternenpfahl und Baum.
So weht wohl auch die Landschaft unsres Lebens
An uns vorbei zu einem andern Stern
Und ist im Nahekommen uns schon fern.

Sie anzuhalten suchen wir vergebens
Und wissen wohl, dies alles ist nur Trug.
Die Landschaft bleibt, indessen unser Zug
Zurücklegt die ihm zugemeßnen Meilen.
Die Zeit steht still. Wir sind es, die enteilen.





Die größten Ereignisse 
sind nicht unsere lautesten,
sondern unsere stillen Stunden.
(Friedrich Nietzsche)




Montag, 2. April 2018

Ein frohes Osterfest

....wünsche ich allen Leserinnen und Lesern von Herzen.
Leider ist das Wetter nicht so berauschend - aber zum Eierverstecken langt es dennoch. Ich muss doch wieder eine kleine Pause einlegen. Es geht einfach nicht.


Ich möchte mich für die vielen guten Wünsche zum Fest bedanken. Besonders gefreut habe ich mich über zwei Überraschungspäckchen von

Kirsten und Claudia

Die Freude war groß. Also vielen, vielen Dank.

Auch
Bärbel

sage ich Dank für die wunderschöne, ganz besondere Karte.
Es tut gut zu wissen, dass man doch nicht ganz alleine ist. 



Der Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen, finsteren Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häusern dumpfern Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes-Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straße quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle an's Licht gebracht.
Sie nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit' und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein;
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
(Joh.Wolfgang von Goethe)

Donnerstag, 22. März 2018

Dies und Das über die Erfindung der Dampfmaschine

Muskeln, Wasser, Wind: Das waren die Herkömmlichen Antriebskräfte für Arbeitsmaschinen bis ins 18. Jahrhundert hinein. 1712 konstruierte der britische Schmiedemeister Thomas Newcomen jedoch die erste praxistaugliche Dampfmaschine. Sie setzte Luftdruck in Arbeit um und wurde in Bergwerken genutzt, um Wasser aus Gruben zu pumpen.
James Watt verbesserte die Funktionsweise entscheidend, vor allem mit seinem Kondensator, und bewirkte den Durchbruch der Maschine, die fortan zum Motor der industriellen Revolution wurde. Dampfgetriebene Kraftmaschinen ließen erst Spinnmaschinen und Webstühle surren, dann Lokomotiven und Schiffe fahren. Als universell einsetzbare Betriebsmaschinen brachten sie einschneidende Veränderungen. In vielen Bereichen löste die industrielle Fabrikproduktion die traditionelle Handarbeit ab. Gütertransport und Warenaustausch wurden radikal beschleunigt. Letztlich wälzte die Industrialisierung die ganze Gesellschaft um.






Lebe so, dass du sagen kannst:
die Vergangenheit ist Geschichte,
die Zukunft ein Geheimnis,
doch dieser Augenblick ist ein Geschenk.
(Indische Weisheit)