Montag, 10. Januar 2011

Dies und Das und das Leben

Ich habe mir heute die Frage gestellt, ob ich lebe oder gelebt werde. Eine komische Frage, ich weiß und dennoch, es lohnt sich, dies mal zu hinterfragen. Wenn man sich vorkommt wie ein Hamster im Hamsterrad, das sich immer schneller dreht man aber den Ausgang nicht findet, dann wird es Zeit für ein paar grundlegende Betrachtungen.
Dauerstress und Getriebensein machen krank. Das belegen zahlreiche Studien. Starker und vor allen Dingen dauerhafter Stress schwächen unser Immunsystem.Nun läßt sich Stress nicht per Knopfdruck ausschalten. Aber es gibt Methoden, die unser Verhalten verändern können.
Wenn man sich selber unter Druck setzt, indem man sich einen festgefügten Zeitplan gibt, setzt man sich auch unter Stress. Ich möchte über meine Zeit, die nicht bestimmten Zwängen unterliegt, frei entscheiden können.
Ich las heute, dass 10% im Leben nicht veränderbar sind, aber bei 90% habe ich Gestaltungsspielraum.
Und den sollte man nutzen. Nicht erst wenn man in einer Reha-Klinik darüber nachdenkt, warum es zu einem Herzinfarkt oder Burn-out gekommen ist, sondern solange Zeit ist. Solange man noch gestalten und verändern kann. Denn des Lebens Kämpfe werden nicht immer von den Stärkeren und Schnelleren geführt.


Gibt dir das Leben einen Puff,
dann weine keine Träne.
Lach dir  `nen Ast und setz dich druff
und baumle mit die Beene!
Heinrich Zille

Kommentare :

  1. Liebes Irmili ...eine Antwort habe ich auch nicht ....aber die Frage dazu nehm ich mir mit ....werde drüber nachdenken!
    Dein
    Kroeti

    AntwortenLöschen
  2. Irmi, genau ins Schwarze getroffen! Und schlimm daran ist, dass es irgendwie keiner wahrhaben will - bis es fast zu spät ist.
    Ich wünsche dir ne stressfreie Woche! Gl bine

    AntwortenLöschen
  3. Hmmm... grübel... 90% Gestaltungsspielraum? Woher soll ich den denn nehmen? Schön wär's. Okay, zugegeben, vieles hängt auch vom eigenen Erwartungsdruck ab, aber es ist nicht einfach, aus dieser Tretmühle herauszukommen...
    Liebe Grüße, Coco

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Irmi
    Diese Frage ist klasse ..
    und ich möchte sie so beantworten, das Jeder in unserer " zivilisierten+kultivierten Welt " gelebt wird ...
    " Das wirkliche Leben " findet wo anders statt..
    ♥ڿڰۣ♥ಌڿڰۣ«ಌ♥ڿڰۣ«ಌ♥ڿڰۣ«ಌ♥
    Herzlichst
    ♥☼♥Barbara♥☼♥

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,
    diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich denke, dass jeder für sich selbst eine Antwort darauf finden muss, denn etwas allgemeingültiges kann es hier gar nicht geben. Auch diese 10/90 "Regel" finde ich nicht allgemeingültig. Ich denk darüber noch mal in Ruhe nach und werde das Thema bei mir vielleicht beizeiten aufgreifen. Danke für den Denkansatz :-) Aber heute ist mir da nicht nach... *schnief*
    LG, dieMia

    AntwortenLöschen
  6. Den Spruch hatte ich im Posiealbum... fand ich immer schon witzig.
    Und ja, es wäre gut, wenn man sich "Entschleunigt", den Streß und den Druck rausnimmt aus dem Alltag- leider machen das sehr wenige ganz bewußt.
    Liebe Grüße, Petra

    AntwortenLöschen
  7. Dieses kleine Verslein druck' ich mir aus und kleb's mir an den Spiegel!!! Jawohl, das mach ich! :-)
    Den Ast hab' ich mir auch schon ausgesucht!!

    AntwortenLöschen
  8. Hallo!!!
    Ich habe vor längerer Zeit auch das Gefühl des Hamsters gehabt. Dagegen habe ich dann versucht etwas zu unternehmen, was auch klappte. Das nächste Hamsterrad ist aber leider nicht weit und man setzt sich wieder selber unter Druck.
    Gruß Mummel

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Irmi,
    ja, der gute alte Zille, hatte immer einen guten Spruch und meistens noch 'ne freche Zeichnung dazu.Was ist aber der "Puff"? Die Menschen mussten ihn schon immer verkraften, damals waren die meisten arm, hatten wenig zu Essen, dafür jede Menge Kinder und wussten oft nicht wie es überhaupt weitergeht. Heute haben wir ganz andere Probleme, eben dieses Getrieben sein/werden etc. Du hast es schön geschrieben. Warum werden wir aber getrieben und warum lassen wir das zu? Zum einen die Arbeit, mit der ständigen Angstverbreitung, wenn du diese nicht mehr schaffst, hast du sie verloren. Dann dieser ständige Jugendwahn. Man soll permanent jung und dynamisch sein, mit der Lebenserfahung einer Alten. Das Fernsehen setzt dem Perfektionswahn noch eins drauf. Und wir verkonsumieren das Alles mehr oder weniger, es setzt sich im Bewußtsein oder Unterbewußtsein fest. Du hast schon recht, man MUSS mal vorher die Notbremse ziehen, sich überlegen, WAS will ICH und WER bin ICH ! Auch mal NEIN sagen gehört dazu. Es funktioniert und man muss nicht 100 %ig perfekt sein, um anerkannt zu werden!
    LG, Christiane

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi,
    ein bißchen werden wir gelebt,weil es viele Vorgaben in unserem Leben gibt.Aber den Rest sollte man für sich leben,frei gestalten.Ich habe das lernen müssen.Nun mache ich vieles wie ich es will,ohne Stress und Druck,ich kann nein sagen.Das passt einigen nicht,aber egal ich fühle mich frei.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Irmi,

    eine berechtigte Frage.

    Man sollte in seinem eigenen Leben zumindest die Hauptrolle spiele, und nicht nur ein Statist sein.

    Liebe Grüße, und einen schönen Wochenstart!

    Melanie

    AntwortenLöschen
  12. In manchen Dingen wird man schon gelebt. Aber ich denke da eher an Vorschriften. Stress macht man sich selber. Ich lasse mich nicht drängen. Wenn ich Zeitdruck habe, dann ist der wirlich selbst verursacht. Aber dann brauche ich den auch...

    LG aus Stetten a.H.

    Ute

    AntwortenLöschen
  13. Hallo Irmi
    der Herr Zille :D

    nah denn ..freie Gestalung OHNE Zwang..packen wirs oder packt es uns?

    Einen tollen Wochenstart vom katerchen

    AntwortenLöschen
  14. Jooo, den Hmster kenne ich auch *g*, doch irgendwann geht nix mehr, dann ist erst mal Pause angesagt....hält leider nie lange bei mir an, weil ich immer Beschäftigung brauche *soifz*.
    Hab einen guten Wochenstart und herzliche Grüße

    Marianne ♥

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Irmi,
    Du hast sicher Recht....aber das mit den 90% kommt mir doch etwas gewagt vor.
    Wenn man einen Vollzeit-Job hat, hat man meistens feste Arbeitszeiten und wenn man sich nicht an die hält, tja....

    Also kein Job...ok. Aber woher dann das Geld nehmen?

    Ich denke, ganz so einafch ist es nicht....aber natürlich sollte man sich in möglichst vielen Bereichen diese Freiheit nehmen.

    Einen schönen Wochenstart wünsche ich dir
    liebe Grüße
    Katinka

    AntwortenLöschen
  16. Guten Morgen meine Liebe, das mit dem Verändern, das geht leider nicht immer, manchmal nicht mal 10%.
    Wenn man Verantwortung für viele Angestellte hat und ihnen den Arbeitsplatz erhalten will, dann ist es schwerlich dem Druck zu entweichen. Wir leben einfach in einer Zeit, die rasend schnell an uns vorbeirast und entweder man sitzt im Zug oder man läuft hinterher!
    Liebe Montagsgrüße für dich
    die Rosine

    AntwortenLöschen
  17. Ich weiß, dass ich gelebt werde. Aber ich arbeite daran und Schritt für Schritt wird es mehr zu meinem eigenen Leben :)

    AntwortenLöschen
  18. Liebe Irmi,
    du schreibst schöne Beiträge :-)
    so bleibt mir gar nix anderes übrig als von meiner Zeit auch ein wenig zu nutzen um deine Beiträge zu lesen. Doch es bliebe mir übrig mich dagegen zu entscheiden, doch das will nicht. Somit habe ICH entschieden....
    Mit der Zeit - dem Hamsterad ist es nicht sooo einfach in unserer zivilsierten Welt. Oder doch? Kann mich selber vom eigenen Druck oftmals noch nicht genügend frei machen. Doch vielleicht ist es auch positiver Stress? Da ich ihn mir selbst herbeihole.

    Doch gibt es leider noch zuviele Menschen diese stagnieren in einem Job den Sie hassen in einer Ehe diese keine ist... das finde ich traurig. Denn sie leben nicht, oder? Ich möchte niemals gelebt werden sondern selber leben mit allem was dazu gehört- nicht alles ist immer einfach- aber dennoch ist das Leben spürbar...
    Ich passe mich nur dort an wo es gar nicht anders geht und nur soweit wie es für mich etragbar wäre.
    Sonst müsste ich einen anderen Ort, Job etc wählen.... ist doch schließlich MEIN Leben! Etwas wertvolles- was man nicht einfach so vergeuden sollte, oder?
    Ich denke der Mensch kann recht stressvertragend werden mit genügend Ausgleich. Ich glaube genau da liegt der Hase begraben- den Stress wieder ausgleichen durch Ruhephasen, Entspannung, etc

    liebe Grüsse
    Stefanie

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi,
    im letzten Jahr habe ich gelernt und lernen müssen, wie wichtig es ist, für sich selbst einen Spielraum zu schaffen, den man je nach Bedarf frei gestalten kann. Sicher funktioniert das nicht immer so, wie ich es gerne möchte, denn man hat ja doch auch ein paar Verpflichtugen. Aber ich habe schon vieles für mich erreicht und merke immer mehr, wie gut mir das tut.
    Ein schöner Beitrag von Dir zu Gedanken, die sehr interessant und wichtig sind. Denn wenn man für sich etwas verändern möchte, so stehen doch diese Gedanken oft am Anfang der Veränderung.

    Liebe Grüße von Birgit

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Irmi,
    90% - das hört sich doch gut an...
    ich versuche auch dem Stress aus dem Weg zu gehen, seit Jahre bemühe ich mich um Entschleunigung, wobei das eigentlich keine Mühe ist, ich lasse nur weg was ich weg laasen kann und zwar ohne schlechtes Gewissen. Klappt manchmal und manchmal nicht...
    ganz liebe Grüße
    Stephanie

    AntwortenLöschen
  21. Liebe Irmi,
    das mit den 90 % glaube ich zwar nicht so ganz ... aber wir haben schon auch einiges selbst in der Hand.

    Viele setzen sich selbst unter Druck, tun aber so, als sei es von außen auferlegt. - Aber ein etwas regelmäßiger Zeitplan ist doch nicht so verkehrt. Man kann, wenn man es einmal genau betrachtet, schon vieles Überflüssige weglassen und dann klappt das auch ganz prima. So ohne Plan verzettelt man sich leicht.

    Danke auch noch für Deine lieben Zeilen. Ich hoffe auch sehr, daß es nichts allzu Arges ist - morgen wird sich das herausstellen.

    Alles Liebe
    Sara

    AntwortenLöschen
  22. Das sollte man wirklich mal alles ganz genau überdenken. Danke dafür. LG Inge

    AntwortenLöschen
  23. 90%...schön wär es :P

    Aber es stimmt schon, wir entscheiden und gestalten unser Leben. Nicht nur bezüglich anfallenden Stresses.

    Ich z.B. habe bei manchen Leuten wirklich das Gefühl, sie haben mit dem Leben "abgeschlossen", nicht im suizidgefährdetem Sinne. Nach der Ausbildung wird nicht mehr weitergelernt, das Leben wird so wie es ist "dahingelebt". Es werden keine Abwandlungen gewünscht, alles auf Sicherheit gespielt.
    Ich finde dass viele Leute einmal in sich hineinhorchen und sich darüber klar werden sollten, dass es ihr LEBEN ist. Nicht der anderen Leute. Nicht des Geldes.

    AntwortenLöschen
  24. Liebe Irmi,
    das ist wirklich eine sehr gute Frage. Ich hoffe sehr , dass ich die meiste Zeit selbst lebe, aber oft bemerkt man doch, dass man gelebt wird.
    Danke für diesen Gedankenanstoß.
    Ganz liebe Grüße
    Silke

    AntwortenLöschen
  25. ich wünsche Dir eine stressfreie Woche, Irmi. liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  26. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  27. Liebe Irmi,

    diese Gedanken von dir kann ich 100% nachvollziehen, denn ich habe sie selbst auch ganz oft .. danke, dass du das hier so ausformulierst.

    90% zur freien Gestaltung - nein, das glaube ich nicht. Ganz sicher dann nicht, wenn man eine 42-Stundenwoche Arbeit hat. Und auch sonst - nein.

    Was aber ganz sicher richtig ist ..dass wir selbst Einfluss drauf haben, inwieweit wir unsere freie Zeit stressfrei und entspannungsfördernd gestalten. Also dass wir leben und nicht gelebt werden (wie oft hab ich genau den Wortlaut von dir auch selbst schon gedacht/gesagt ..) - und dass wir uns nicht auch noch Freizeitstress aussetzen.

    Ein burnout kann so schnell schlimme Formen annehmen - das Problem dabei ist nämlich, daß er oft schon vorhanden ist, wenn man das selbst noch gar nicht realisiert hat, und die Symptome nicht erkannt hat.

    Ich wünsch dir viele ausgleichende und entspannende Stunden, in denen du ganz du selbst sein kannst ..ohne dich je zu verbiegen und ohne Streß- und Druckgefühl.

    Ganz liebe Grüße schickt dir
    Ocean

    AntwortenLöschen
  28. Liebe Irmi,
    vor einem Jahr kam es bei mir zu einem Zusammenbruch. Es folgte die Diagnose BurnOut.
    Ich kenne dieses Gefühl und man ignoriert es immer viel zu lange. Leider.
    Hoffentlich nehmen sich die Leser deines tollen Blogs diese Frage zu Herzen!
    Es dauert lange, bis man wieder einsatzfähig ist

    AntwortenLöschen
  29. Mein Mann wollte es auch nicht glauben ...

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.