Donnerstag, 26. Mai 2011

An alle Omas

Großmutter... Das war früher ein
Begriff dafür, schon alt zu sein,
doch heutzutage, das ist klar,
ist solches Altsein nicht mehr wahr.
Wer heute eine sieht, vergisst,
dass diese Frau schon Oma ist.

Großmutter... Damals trug sie als
Matrone Börtchen bis zum Hals,
doch nunmehr fehlt an diesem Platz
der altgewohnte Busenlatz.
Und weil man diesen nicht vermisst,
merkt niemand, dass sie Oma ist!

Großmutter... anno Tobak fuhr
sie mit der Pferdekutsche nur,
doch heute macht sie sich den Spaß
und gibt im Wagen selber Gas.
Und wenn sie plötzlich abbraust, wisst
ihr gar nicht, dass sie Oma ist!

Großmutter... Früher war sie breit
und trug ein langes schwarzes Kleid.
Jetzt ist sie schlank und zeigt uns wie
ein junges Mädchen Bein und Knie...
Wer aus Versehen eine küßt,
merkt gar nicht, dass sie Oma ist.!
(Menelaus)

Hermann Lausberg  (Menelaus) hat mit diesen Versen eine Ode an die Omas geschrieben. Man kann es auch als Wandel der Zeit beschreiben. Und - es ist ein guter Wandel.


Kommentare :

  1. Ein super Gedicht, liebe Irmi. Ein wenig anders läuft man heut als Oma schon rum und Röcke sind auch nicht mein Ding..... Nun sind bei Blogger mal wieder alle Leser verschwunden. Ob die das wohl nochmal wieder in den Griff kriegen. Gute Nacht wünsche ich dir und liebe Grüße von Inge

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  2. Liebe Irmi,

    denkst du nicht auch, dass das für mich geschrieben wurde *schmunzel*
    Ich finde das klasse.
    Danke dafür und liebe Grüße

    Marianne ♥

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  3. Liebe Irmi ,das ist schön geschrieben .Früher "meine Oma"war runzelig und füllig ,aber soooo lieb und halt eine richtige "Oma".Heute finde ich die Omas,da gehöre ich auch dazu aber auch klasse .Wir machen doch mit den Kleinen noch jeden Blödsinn mit und sind auch mit fast 60 noch jung .LG Ina

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  4. Liebe Irmi,
    ein Glück, dass die Omas heute nicht mehr alle in Kittelschürzen rumlaufen.
    LG Sabine

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  5. Liebe Irmi,

    ja, Grossmütter und Grossväter waren und sind wichtige Bezugspersonen für Kinder...

    Danke für dieses Gedicht...

    Liebe Grüsse

    Hans-Peter

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  6. Jepp! Heut gibbet voll die modernen Ommas. Nachdem ich mich rein rechnerisch durchaus auch dazu zähln kann, muß ich sagen, dattse aber immer noch Hut tragn, die Ommas. Manche Dinge ändern sich nie, nä!
    Schön Tach wünsch ich Dir!

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  7. Ein schönes Gedicht, eine Ode an die Omas der Neuzeit. Und trotz moderner Medien, Autos und sehr viel Selbstständigkeit sollen sie doch Omas bleiben. Erfahrene Frauen, die mit ihrer Lebenserfahrung und Ausgeglichenheit den jüngeren helfend unter die Arme greifen. Das möchte ich nicht missen. Aber auch die alten Frauen gefielen mir gut, eine Erinnerung an meine Kindheit. Bei der Oma (der Opa gehört natürlich auch dazu) - das war eine andere Geborgenheit als bei den Eltern. Alles hat seine Zeit! ich freue mich auf's Oma sein, was theoretisch jederzeit möglich ist.
    LG, Christiane

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  8. Ja Irmi
    es ist schön das es so ist..

    LG vom katerchen

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  9. Ein schönes Gedich, liebe Irmi.
    Liebe Grüße, Ilse

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  10. Man sollte halt sein Geschreibsel noch mal lesen. Gedicht, natürlich!
    LG

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  11. Ja,damals war es anders.Ich bin zweifache Oma .Meine Enkel sind schon Erwachsen.Aber so ganz fühle ich michnicht als Oma.
    LG Christa

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  12. Liebe Irmi,
    nett geschrieben! :-)

    Der Jugendkult ist aber auch nicht das Wahre! Wo sich relativ alte Damen den Anschein geben, als wären sie noch junge Mädchen ;-) Denn das sind sie dennoch längst nicht mehr! Auch wenn sie es gern sein wollen.

    Man altert eben doch. Manches ist so wie es ist und man sollte ess annehmen, denn verhindern kann man es doch nicht, höchstens kaschieren (Schönheits-OPs & Co. ;-)
    Doch wer will schon wie Frankensteins Großmutter herumlaufen??

    Ich denke, daß es auch "früher" gut aussehende und gesunde ältere Frauen gab. Meist waren es allerdings die mit dem entsprechenden finanziellen Hintergrund.
    Denn an der Lebensweise und Ernährung liegt es, wie wir aussehen. Wer immer nur auf dem Feld ackern muß und kaum einmal einen Freitag hat, wird wohl vor der Zeit altern, aber das gibt es heute weltweit immer noch!!! Und auch hier ... darüber täuscht modische Kleidung leider auch nicht hinweg ... Du kennst sicher den Spruch "hinten Lyzeum - vorne Museum" ;-)

    Ich fände es ganz wichtig, daß jeder sein Schicksal so annimmt, wie es ist, das Alter gehört nun einmal dazu. Es schadet uns selbst, wenn wir so tun, als würden wir nicht alt! Und die jungen Leute nehmen solche dann ohnehin nicht für ganz ernst. Wenn das Alter einen Platz bekäme, wie einst in der Antike, denn da war es hochgeehrt! Heute setzt man Alter ja mit Schwachheit, Häßlichkeit, Vergeßlichkeit in Verbindung - so muß das aber überhaupt nicht sein! Am Gesundheitszustand liegt fast alles! - Ein alter Baum sieht eben viel schöner und interessanter aus ein ein junges glattrindiges Bäumchen . ..

    Ganz herzlich
    Sara

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  13. Übrigens ist der Begriff Großmutter doch um so vieles schöner als "Oma" - das hat immer so einen komischen Nachgeschmack und sollte, wenn dann nur von den eigenen Enkeln verwendet werden ...

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  14. Aber manche Großmütter haben große Augen und einen großen Mund, ja, ja.

    Ich nenne google immer "Oma Google"
    weil ganz früher hat die Oma auf viele Fragen geantwortet, die heute Google löst.

    Liebe Grüße für dich und ein
    schönes Wochenende
    die Rosine♥♥♥

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  15. Liebe Irmi :) das ist ein wirklich schönes Gedicht, das auch sehr gut die Veränderungen aufzeigt, welche die Zeit mit sich bringt.

    Meine Oma wird mir immer unvergessen bleiben. Sie entsprach eher dem "früheren Typ" :) Urlaube bei Oma und Opa waren als Kind mit das Größte für mich.

    Ganz liebe Wochenendgrüße an dich ..ich wünsch dir eine schöne Zeit! Und jetzt les ich noch zurück in deinem Blog,

    Ocean

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  16. Das gefällt mir wirklich gut, eine tolle Wertschätzung für alle Omas.

    LG

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  17. Ein hübsches Gedicht, das passt! Jedoch täte manche Oma gut daran, sich nicht wie eine 16jährige zu kleiden. Es gibt so schöne edle Kleidung, die man auch durchaus länger tragen kann, sodass sich die Anschaffung rentiert.

    Liebe Grüße, Brigitte

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  18. hallo irmi,
    jetzt versuche ich es mal als "anonym"...
    blogger lässt mich nicht kommentieren... und das schon seit ich wieder ein wenig zeit hätte.
    aber dein gedicht muss ich als oma doch unbedingt kommentieren.
    es ist klasse!
    dir einen lieben gruß und denk daran, der neckarstrand steht auch noch auf meiner besuchsliste!
    bis nächste woche!
    ganz lieben gruß nebst drücker!
    ela

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  19. Das ist ein herrliches Gedicht, über das ich schmunzeln kann. Als Kind waren meine Omas wirklich schon alt. Heut sieht die Welt ganz anders aus, Omas sind noch so jung. Omas unternehmen viel, kleiden sich toll, fühlen sich jung.
    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße von Kerstin.

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  20. Ist es wirklich ein guter Wandel? Manchmal beschleicht mich da ein leiser Zweifel. Den Omas von heute wird teilweise arg viel abverlangt. Dürfen wir eigentlich noch alt werden, uns zur Ruhe setzen? Ich denke manchmal daran zurück, wie wir auf den Urlaubsfahrten nach Spanien früher in den Siebzigern durch Frankreichs Dörfer gefahren sind. Oft saßen da die alten Damen in ihren Korbstühlen vor den Häusern in der Sonne, genossen das Nichts-mehr-tun-müssen, parlierten mit den Nachbarn und wurden ganz selbstverständlich alt. Ich fand das sehr erstrebenswert. Die Omas von heute achten spätestens seit Jane Fonda auf ihre Figur, lassen sich liften, machen unentwegt Nordic Walking, nehmen den berufstätigen dauergestressten Töchtern und Schwiegertöchtern die Kinder ab und dürfen auf keinen Fall "alt" werden. Ehrlich gesagt, mein Ding ist das nicht. Natürlich möchte ich nicht nur auf's "Altenteil" abgeschoben werden, aber alt werden dürfen, möchte ich schon. Mich muss mit Ende Fünfzig niemand mehr für Achtzehn halten.
    Lieben Gruß
    Elke

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  21. oh das ist nett :-)
    deine geposteten gedichte sind die besten - gefallen mir immer :-)
    liebe grüße
    bluhnah

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.