Sonntag, 8. Mai 2011

Dies und Das über den Erdbeerkuchen

Der Erdbeerkuchen

http://www.kuchen-web.de/wp-content/uploads/2009/04/erdbeertorte-mit-pudding.jpg


Es war ein schöner Frühlingstag. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und tauchte alles in einen warmen Glanz. Die Vögel sangen in den Bäumen und bauten ihre Nester für ihren Nachwuchs. Zwei Libellen flogen über den Teich und suchten einen Platz, wo sie ihre Eier ablegen konnten. Der kalte Winter war vorüber und die Menschen und Tiere freuten sich auf die warme Jahreszeit.



Die kleine Biene Mara flog fröhlich von einer Blume zur anderen. Die Blüten der Bäume und Sträucher luden sie ein, sich an ihrem Nektar zu laben. Mm köstlich, dachte sie, und drückte ihren kleinen Rüssel tief in eine Rose. Das wird in diesem Jahr einen guten Honig geben.


Sie flog über die Wiese, vorbei an Großmutter Else`s Küchenfenster. Sie mochte Großmutter Else. Wenn sie kochte und backte, drangen aus dem Fenster die schönsten Gerüche nach draussen. Sie liebte die Gerichte der Menschen; Kuchen, hm, Pudding und Kompott gehörten zu ihren Lieblingsspeisen.

Großmutter Else öffnete gerade das Küchenfenster und ein süßer Duft nach Erdbeerkuchen umgab sie.

Sie hat wieder gebacken ! dachte Mara und flog vorsichtig auf das Fenser zu. Ob ich davon wohl etwas naschen kann ?


Großmutter Else stellte ihren Erdbeerkuchen zum Abkühlen auf die Fensterbank und deckte als Schutz ein stabiles Netz über. Oh ! dachte Mara und wie soll ich jetzt an den Kuchen kommen ?

Sie flog auf das Netz und versuchte mit ihrem Rüssel den Kuchen zu erreichen; aber er war zu weit entfernt.

Sie krabbelte um den Kuchen herum und suchte nach einem Schlupfloch. Unten, an der Fensterbank, entdeckte sie einen kleinen Spalt. Oh, dachte sie, wenn ich mich ganz klein mache, komme ich bestimmt dadurch. Hm, was für ein herrlicher Duft; sie spürte, wie ihr das Wasser im Munde zusammenlief.

Sie versuchte sich durch den schmalen Spalt zu zwängen - hätte ich doch bloß vorher nicht so viel von dem Blütennektar genascht, dann hätte ich jetzt nicht so einen Bauch und könnte mich durch diese Ritze drücken, schimpfte sie mit sich selber. Sie hielt die Luft an und zwängte sich durch die kleine Öffnung.

Geschafft ! freute sie sich und flog sogleich auf den Kuchen. Genüsslich saugte sie mit ihrem kleinen Rüssel uns ließ es sich schmecken.


"He, ich will auch was abhaben!" hörte Mara plötzlich jemanden rufen. Es war die große schwarze Krähe,

die sich auf dem Netz niedergelassen hatte und jetzt versuchte an den Kuchen heranzukommen.

"Das schmeckt dir doch gar nicht!" rief Mara ihr zu, "flieg zu den Feldern, da gibt es genug Körner für dich!" "Ich möchte aber den Kuchen probieren" krächzte die Krähe, "und zwar jetzt, auf der Stelle.Sag mir sofort, wie du an den Kuchen herangekommen bist !" "Ja", sagte Mara vergnügt, "das wird dir wohl kaum gelingen. Da müsstest du schon so klein sein wie ich. Aber so groß, wie du bist, wirst du  wohl kaum durch diesen engen Spalt hindurchkommen." Die Krähe wurde wütend und hackte auf dem Netz herum, bis es sich hin und her bewegte. "He, pass doch auf !" rief  Mara, "du schmeißt noch den Kuchen herunter."

Doch die Krähe hörte nicht auf sie. Sie wollte unbedingt an den Kuchen, um ihn zu kosten. Sie hackte wie wild auf das Netz ein und plötzlich kippte das es mit dem Kuchen von der Fensterbank und krachte mit lauten Getöse auf die Terasse.

Da tauchte auch schon Großmutter Else auf. Wütend nahm sie ihr Küchentuch und schlug es um sich.

"Das ist doch wohl die Höhe!" schimpfte sie, mein schöner Kuchen; er war mir doch so gut gelungen."


Mara war erschrocken in den nächsten Baum geflogen und auch die Krähe war im letzten Moment noch rechtzeitig entkommen. Mit lautem Krächzen landete sie auf dem Dach des Hauses.  "Ich glaube, ich werde doch lieber zu den Feldern fliegen", rief sie Mara zu, "aber ich hätte doch zu gern von diesem Kuchen probiert, er hat sehr gut gerochen." "Ja !" rief Mara zurück,  "gut gerochen und gut geschmeckt !"
(Sonja Rabaza)

Kommentare :

  1. Diese kleinen Naschkatzen hätten bei mir keine Chance, denn noch bevor eine "Mara" gekommen wäre, hätte mein Mann den Kuchen ratzeputz aufgefuttert. *g* Bei Erdbeerkuchen gibt es kein Halt, der schmeckt im einfach zu gut.

    GLG Marianne ♥

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  2. Süße Kindergeschichte ;)
    Liebe Grüße

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  3. Och, schad´ um den schönen Kuchen, jetzt hat gar keiner etwas davon gehabt.
    Liebe Grüße und einen schönen Muttertag,
    Sabine

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  4. hhhhmmmmmmm................... ein leckerer anblick!

    gut, dass es bei uns heut auch erdbeeren gibt--------als eisbecher, mit sahne und eierlikör

    und zum kaffee dann noch käsekuchen

    stürzen wir uns also mit genuß in die kalorien :-))

    herzliche grüße
    gaby

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  5. Im ersten Moment dachte ich, du hast vergessen mich zur Erdbeertorte einzuladen.
    Im zweiten Moment dachte ich, du bist jetzt unter die Schreiberlingerinnen gegangen.

    Im dritten Moment denke ich, ja
    gibts denn schon wieder Erdbeeren?
    Dann werden ja jetzt wieder gaaanz viele Tilda-Erdbeeren aus den Blogs wachsen!

    Nun und im vierten Moment denke ich,
    Irmi hab einen wunderschönen
    Erdbeerkucnensonntag!!!

    ♥♥♥Rosine

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  6. eine sehr schöne geschichte und der kuchen sieht zum anbeissen aus :)

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  7. Jetzt hab ich Hunger auf Erdbeerkuchen! :o)
    Und schöne Geschichte!

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  8. Vielen Dank für diese wunderschöne Geschichte* ich hab mich sher gefreut*
    und dieser leckere Erdbeerkuchen mmm ... stipiz ich jetzt auch ein Stück weg ...mampf

    Liebe Grüsse Elke

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  9. Erfinden wir den Beruf des Erdbeerkuchenwächters und kommen dann zu dir zum Kaffee...
    Gruß, Uwe-Jens

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  10. Ach Irmi..so ist das..
    jeder möchte etwas von dem Kuchen..

    nur er war nicht für die ANDEREN gedacht..

    Teilen und mit den ANDEREN verweilen..das müssen wir noch lernen..
    LG vom katerchen

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  11. Hallo,

    Was fuer eine lekcere Erdbeertorte.
    Ich freu mich schon auf die Erdbeerzeit wenn ich Torte backen und Marmelade einkochen kann.


    glg Conny

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.