Sonntag, 25. September 2011

Dies und Das über den Bären

Wie bei vielen anderen Tieren entwickelte sich auch das Wort BÄR aus einer Umschreibung. Der Bär galt im germanischen Sprachraum als Vorbote eines nahenden Unglücks. Dem bedrohlichen Raubtier schrieb man magische und reale Bedrohung gleichermaßen zu.
Eine andere Ableitung vom althochdeutschen  "bero" - also der  "Braune"  wurde übrigens zu Biber. Dieser ist zwar weniger bedrohlich, aber ebenfalls mit braunem Pelz ausgestattet.
Auch heute schreibt man dem Bär viele Eigenschaften zu. Er ist groß, stark, misslaunig, sehr verfressen, dabei tapsig und eigentlich liebenswert. Dabei wird allerdings vergessen, dass Bären schnelle und gefährliche  Raubtiere sind, die ihre Opfer häufig bei lebendigem Leibe fressen, da sie keinen Todesbiss einsetzen.
Meister Petz hat also auch seine dunklen Seiten. Trotzdem bemühen wir ihn für viele deutsche Sprichworte und Umschreibungen. Selbst der Männertyp "Bär"  existiert: Jener Mann ist meist ein Kerl wie ein Bär und im Rückschluss auch stark wie selbiger. Vom Charakter her ist er eher ein Brumm- denn ein Tanzbär aber meist doch auch tapsig.
Man sollte auch niemandem einen Bären aufbinden - also einem Leichtgläubigen eine Lügengeschichte weismachen. Diese Redewendung hat übrigens zwei Ursprünge.. Einen  "Bären anbinden"  hieß früher Schulden machen und rührt wohl eher vom niederdeutschen "Bäre/Bere"  (hochdeutsch: Abgabe) her und hat nichts mit dem Bären zu tun. Die zweite Bedeutung kommt wahrscheinlich vom Märchenbär und bezieht sich hierbei auf das Jägerlatein. Einen Bären zu erlegen galt schon als schwierig, ihn zu fesseln als eigentlich unmöglich. Wer also davon berichtete, wollte seine Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes mit einem gebundenen Bären fesseln.
Kein Wunder, wenn der eine oder andere Zeitgenosse dabei bärbeißig reagiert. Diese Umschreibung für eine mürrische und unfreundliche Reaktion  kommt allerdings auch nicht direkt vom Bären. Denn im Gegensatz zur landläufigen Annahme beißt hierbei nicht der Bär, sondern er wird gebissen. Im 16. Jahrhundert nannte man Hunde, die zur Jagd auf Bären eingesetzt wurden nämlich Bärbeißer. Ein direkter Nachfahre ist übrigens der Deutsche Boxer.
(Quelle: Wo liegt der Hund begraben?"

Kommentare :

  1. Hallo Irmi,
    Dein heutigerPost gefällt mir wohl deshalb so gut, weil ich Teddybären bastel. Auch bei mir steht der Bär für groß, stark, verfressen und gefährlich. Anderseits sind sie aber auch niedlich anzuschauen, eben weil sie tapsig sind. Henry war als Welpe auch ein kleiner Teddybär, niedlich und tapsig; aber nie gefährlich.
    Schöne Sonntagsgrüße
    Heike & Henry

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  2. Ich bin auch mehr für die Teddybären! Einen schönen Sonntagnachmittag aus dem Ausseerland (wo es ab und zu auch Bären gibt, die bis zu den Bauernhöfen kommen und wahrscheinlich Nahrung suchen)

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  3. Liebe Irmi,

    hoch spannend und der Name Ursula kommt ja auch vom Wort Bär aber mehr Bärchen...

    Liebe Grüße Rainer

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  4. Ursus (Bären) oder Ursidae, Braunbären. Liebe Irmi Du findest immer wieder grossartige Themen für Deinen Blog. In der Schweit haben viele Kantons- und Gemeindewappen einen Bären im Bild. Kanton Bern, Gemeinde Stadt St.Gallen, Kanton Appenzell (Ausserrhoden und Innerrhoden), Gemeinde Herisau usw.

    Danke für diesen wunderbaren, lehrreichen Post und für all Deine wunderbaren Kommentare zu meinen Werklein...

    Liebe Grüsse von mir zu Dir

    Hans-Peter

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  5. schöner post! einiges habe ich auch nicht gewusst!
    hasdt du auch so schönes wetter????

    PS bist gerne zum kuchenessen eingeladen
    LG

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  6. Also ist ein Miesmuffel eher ein zähnefletschender Hund. Interessant, was du wieder für uns entdeckt hast, liebe Irmi.

    Aber ob bärbeißig oder miesmufflig, bei dem Wetter hat man eigentlich keinen Grund, so drauf zu sein, gell?

    Ich hoffe, es geht dir gut.

    Liebe Grüße,
    Andrea

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  7. Teddybären sind was Schönes und sie sind doch so gutmütig, wenn man sie nicht reizt, ist ja beim Menschen nicht viel anders, schönen Sonntag und eine gute Woche, KLaus

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  8. Interesssant, aber ich muß mal schreiben, dass ich meine Tochter Bärli nenne und sie mich Bärenmami oder Bärin *g*
    Keine Ahnung, wie wir darauf gekommen sind.

    Herzlichst ♥ Marianne

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  9. Bären sind sehr interessante Tiere und ich bin in auch schon in freier Wildbahn begegnet, in Alaska und zum Glück von der Cessna aus! Schwarzbären waren das. Etwas weiter weg gab es Grizzlies.

    Deine Aufzeichnungen zum Bär - sehr lesenswert!

    Lieben Gruß, Brigitte

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  10. Deine Posts sind unentBÄRlich, liebe Irmi!

    Liebgruß,
    Tiger mit Herrn Brummel ;-)
    =^.^=

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  11. Liebe Irmi. Hier gibt es noch: Da steppt der Bär.. Heißt soviel wie: Eine tolle Party...... hab deine Mail gelesen. Ich antworte dir demnächst ausführlicher. LG Inge

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  12. ja also ich möchte nicht unbedingt einem Bären begegnen, da hätt ich doch sehr viel Schiss.
    Aber ich hab tatsächlich auch gerade an den Teddy gedacht und wieviele Kinder ihre Bären lieben. Ich hatte als Kind auch einen und der konnte sogar brummen, wenn man ihn vom Rücken auf den Bauch drehte....Mensch, das ist ja eine Ewigkeit her.....seufz...

    Eine schöne Woche wünscht dir von Herzen, Alice

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  13. They are beautiful and should be left alone, because they don't understand the things that humans do. So, let them live alone.

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  14. Hallo Irmi,

    ein schöner Post. Vieles (oder eigentlich fast alles) habe ich so nicht gewusst.

    Viele liebe Grüße

    Melanie

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  15. Hallo Irmi
    das habe ich fast ALLES nicht gewusst..
    LG vom katerchen der einen guten Start in die Woche wünscht

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  16. Liebe Irmi,ich lerne immer was neues hier...diese Blog ist eine wahre Enzyklopedie,grins.Dankee!Wünsche ich dir einen wunderschöne woche.Bussi.Lu.

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  17. Huhu liebe Irmi,

    dass der Deutsche Boxer ein direkter Nachfahre bärenjagender Hunde ist, wußte ich nicht ..und auch der Zusammenhang zur Abgabe/bere ..nun hab ich wieder einiges dazugelernt. Wir haben in Nordschweden in den Wäldern mal eine Spur gesehen, die wir für eine Bärenspur gehalten haben ..sie war riesig.

    Das Wetter ist jedenfalls bärig gut, gell? :-)

    spannend auch der Text über den Altweibersommer ..ja, du hast recht ..die Elfen kann man im Wald flüstern hören, sie leihen dem Wind ihre Stimme!

    Schön find ich, was du über's Streiten bei Euch schreibst, das ist wirklich ideal ..denn Streitkultur ist nicht leicht zu lernen, das stimmt ..

    Liebe Grüße an dich, und eine schöne neue Woche wünscht dir Ocean :)

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  18. Hallo liebe Irmi,
    ein sehr interessanter und aufschlußreicher Post - vielles wusste ich nicht.

    Liebe Grüße
    Katinka

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.