Samstag, 16. November 2013

Dies und Das ...es ist November


Jetzt ist er wirklich da, der November.  Morgen ist Volkstrauertag - und die Sonne mag schon seit einigen Tagen nicht mehr hervorkommen. Es ist, als ob die Natur jetzt endlich zur Ruhe gehen mag. Das Scharren des Winters wird lauter. Am Morgen muss man wieder die Autoscheiben freikratzen und es liegt Reif auf
Feld und Wiese. Noch recken einige Rosen ihre Köpfchen stolz und trotzig in die Höhe - aber auch sie werden  bald Vergangenheit sein.
Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
Folg ich der Vögel wundervollen Flügen,
Die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen,
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.
Hinwandelnd durch den dämmervollen Garten
Träum ich nach ihren helleren Geschicken
Und fühl der Stunden Weiser kaum mehr rücken.
So folg ich über Wolken ihren Fahrten.
Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern.
Die Amsel klagt in den entlaubten Zweigen.
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern,
Indes wie blasser Kinder Todesreigen
Um dunkle Brunnenränder, die verwittern,
Im Wind sich fröstelnd blaue Astern neigen.
(Georg Trakl)

Kommentare :

  1. Ja ich kann mich erinnern, der November kann schon recht trostlos sein in Europa.
    Hier haben wir immer noch Sonne und milde Temperaturen - aber es koennte jetzt bitte schoen endlich mal REGNEN! :-)

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  2. Ja, liebe Irmi, sie ist es wohl.

    ... "Da macht ein Hauch mit von Verfall erzittern" ... Trakl trifft es genau.

    Dennoch wünsche ich dir ein schönes, gemütliches Wochenende
    und sende einen lieben Gruß,
    Waldameise

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  3. Enschuldige, es muss natürlich "mir" heißen!

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  4. Danke für das schöne Gedicht! Georg Trakl war schon als Schülerin einer meiner liebsten Dichter & sein trauriges Schicksal hat mich früh zur Pazifistin werden lassen. Das passt ja dann auch zum morgigen Tag...
    Heute scheint die Sonne und lässt die gelben Blätter an meinem Kirschbaum noch einmal leuchten. Das tut gut und lässt auf bessere Zeiten hoffen.
    Geht es dir wieder besser? Hoffentlich...
    Herzlichst
    Astrid

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  5. A nice little garden, ha ha. And the poem, lovely too.

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  6. Man fährt morgens im dunkeln zur Arbeit und kommt abends im dunkeln heim.Die Tage erscheinen dadurch so trostlos...

    LG Ditschi

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  7. Bei uns liegt schon Schnee. Ich bin immer froh, wenn ich im Garten rechtzeitig fertig geworden bin. Der Winter ist hier lang und manchen Pflanzen zu hart.
    Dir wünsch ich ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüsse Maria

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  8. Hallo Irmi,
    ja,du sagst es, man merkt es jetzt, es ist November!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  9. In dieser Jahreszeit würde ich gerne auf einer einsamen Insel (im deutschen Norden) wohnen. Nichts hören von Weihnachtsgeschenkewerbung, Urlaubsreisenangebote in den Süden, undsoweiter undsofort. Einfach nur vor sich hin leben, stricken, lesen, Tee trinken, spazieren gehen. Ich habe da gerade Winteraufenthalte auf Amrum vor Augen. Gut, den PC würde ich noch dazu zählen, aber das wars dann. Nun denn, herzliche Grüße aus Karlsruhe von Margarethe

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  10. Ja, liebe Irmi, heute erscheint mir auch alles sehr trost- und sinnlos! :(
    Dank dir für das schöne Gedicht!
    wieczoramatische Grüße zum Wochenende,(◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  11. hach ja der november, irgendwie mag ich den gar nicht, aber die kommenden 3 monate auch nicht, wegen der kälte und den glatten strassen :(
    liebe gruesse!

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  12. Servus Irmi,
    auch wenn es uns allen nicht gefällt, das triste, feuchte, fröstelnde und graue Novemberwetter. Aber wir müssen der Natur diese "Rast" ab dem November den Winter über gönnen, damit wir uns im "Auswärts" wieder auf das neue "Werden" freuen können !
    Und wenn wir jetzt schon ein bisschen Freude einplanen, dann ist diese raue Zeit leichter zu verkraften - oder ?
    Schöne Vorfreude auf einen sicher wieder kommenden Frühling und gute Wochenendtage,
    Luis

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  13. Liebe Irmi,
    hier ist es heute neblig und kalt. Das gefällt mir auch nicht so sehr, trotzdem ist der November eigentlich ein guter Monat für mich. Mein Vater war im November geboren, am 24. und morgen, am 17. hat mein Sohn Geburtstag. Als er geboren wurde schneite es und es war auch ein Sonntag, damals vor 28 Jahren. Wir werden morgen ein bisschen feiern.
    Liebe grüße
    Regina

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  14. Ja, ja der Trakl, ich mag ihn sehr. Er findet die richtigen Worte und schöne Vergleiche.
    Bei uns gab es nach dem morgendlichen Hochnebel wunderbaren Sonnenschein.
    Wir nutzten ihn für abschließende Gartenarbeiten auf dem Lande und auch für Fotos.
    Morgen soll es so weitergehen.

    Dir, liebe Irmi, einen schönen Abend,
    egbert

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  15. Liebe Irmi ,vorhin grade hab ich die Fenster zum Lüften aufgemacht,die Kirchenglocken hatten geläutet ,es war eine ganz entspannender ruhiger Moment .Die kalte Novemberluft und diese wunderbare Stille .Auch der November hat schöne Seiten !! Ich wünsche dir ein schönes Wochenende .Grüßle Ina

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  16. Ja, liebe Irmi... wie recht du hast. Es ist merklich kälter geworden und heute haben wir unsere
    letzte Kübelpflanzen ins Winterquartier verstaut. Bis zum nächsten Jahr wird alles gut
    eingepackt, kühl und frostfrei gelagert. Ich wünsche dir ein schönes November - Wochenende.
    Herzliche Grüße Rita

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  17. Hallo Irmi,
    ja, es ist kälter geworden. Frostempfindliche Pflanzen habe ich in die Garage gestellt, morgens muss unser Auto vom Eis frei gekratzt werden, auf dem Fahrrad muss ich morgens dicke Fausthandschuhe anziehen. Die Jahreszeit nimmt ihren Lauf.

    Gruß Dieter

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  18. Hier sieht der November in diesem Jahr auch sehr trübe aus, und für die Urlauber nicht gerade so genial. Macht man halt das Beste draus, und ich persönlich bin ein wenig froh dass ich nicht mehr so viel gießen muss.

    Wünsche dir jedenfalls einen schönen Sonntag, mach es dir gemütlich und kuschelig und lass es dir gutgehen.

    Liebe Grüssle

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  19. Liebe Irmi,
    das sind sehr schöne Worte zum heutigen Tag! Hier ist es heute auch sehr trüb, aber wir machen das Beste daraus ;O)
    Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  20. Der nächste Frühling kommt bestimmt *seufz*...

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.