Samstag, 22. Februar 2014

Dies und Das über die Einmaligkeit und den Neid

Bei meinem Besuch im Stift ist mir wieder einmal klar geworden, dass wir alle einmalig sind. Jede/r auf seine Art. Es ist doch ein großartiger Gefühl, einzigartig zu sein. Etwas ganz Besonderes und Einmaliges. Aber kann das jede/r von sich sagen? Oder vergleichen wir uns gelegentlich mit anderen Menschen? Ach, wäre ich nur so attraktiv, so selbständig, so klug, so charmant, so geschäftstüchtig, so locker wie..... Vergleiche führen oft zur Abwertung und können Neid wecken. Und wenn der erst angefangen hat in unser Herz zu kriechen, kommen schlechte Stimmung, Traurigkeit und Missmut bald hinterher. Ich habe sehr früh gelernt, dass Ich - Ich bin. Dass ich keinem Idol oder Götzen nacheifern muss. Das haben mir meine Eltern und die älteren Geschwister immer wieder vorgelebt.


Damit sich das Leben wieder gut und lohnenswert anfühlt, muss man dem Neid und seinem scheelen Blick entschieden und selbstbewusst ein Ende setzen. Man muss sich immer wieder vor Augen führen, was die eigene Persönlichkeit ausmacht. Worin liegt meine besondere Gabe? Was ist mein Talent? Wann man es nicht selbst genau weiß, hat man sicher eine gute Freundin oder einen Freund, mit dem man es besprechen kann. Man muss allerdings um Ehrlichkeit bitten.


Ist unser Selbstvertrauen wieder aufgebaut, kommt ein weiterer Schritt. Der kostet etwas Überwindung, aber dafür wird man den lästigen Neid auch wirklich los. Man muss es mit den Worten Johann Wolfgang von Goethe halten: "Gegen die großen Vorzüge anderer hilft nur - Liebe."  Das bedeutet, dass wir das Besondere in anderen entdecken, so wie es die Freunde vorher bei uns getan haben. Erst dann kann man die Vielfalt der Begabungen in unserem Umfeld genießen und sich an der Einzigartigkeit der Mitmenschen erfreuen. Und das ist tausendmal lohnender als ein neidisches Herz.



© Viktor Frankl (1905 - 1997)
Die Blümchen sind ein kleiner Wochenendgruß aus meinem Garten.

Kommentare :

  1. Wunderschön geschrieben liebe Irmi, so bringt Neid nur Frust mit sich, und ich finde es absolut mies und auch hässlich wenn dann Lästerei und Gezanke losgeht.

    Ein fröhliches, neidfreies und schönes Wochenende wünsche ich dir

    Liebe Grüssle

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  2. Liebe Irmi dein Talent sind wunderschöne Texte mit denen du unsere Herzen Öffnes den die liebe heilt mit Liebe .liebe grüße Galina

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  3. mit all den frühblühern zusammen wünsche ich ein sonniges wochenende!
    neidlos waren gestern meine kommentare über die entscheidungen in sotchi, alle anderen freuen sich auch!
    lg kelly

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  4. Ganz schön was "los" schon in Deinem Garten! :)

    Ja, es ist schöner, sich mit anderen über etwas zu freuen, als neidisch darauf zu sein. Die Menschen sind sehr unterschiedlich, auch ihre Talente - und einer kann vom anderen profitieren. Völlig neidlos.

    Ein schönes WE wünscht Dir

    Silke

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  5. Das ist oft leichter gesagt als getan. Gerade in jungen Jahren. Aber im Alter geht es wie von selbst.
    Obwohl... auch in Altersgemeinschaften hört man nicht immer Gutes.
    Man ist zwar einzigartig und jeder ist was Besonderes, aber dennoch sind wir alle miteinander verbunden
    und sollten immer achtsam miteinander umgehen. Das Wort Mobbing z. B. kannte ich in meiner Jugend
    nicht und auch das entsteht heute aus Neid, Missmut und Eifersucht.
    Deine Frühlingsblüher sind wunderschön und machen Lust auf mehr. Ab das wird ja jetzt und ich warte
    sehnsüchtig darauf in den Garten zu gehen.
    Herzlichen Grüße und ein sonniges Wochenende
    Rita

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  6. Danke für die Blümchen aus deinem Garten Irmi

    ..jeder hat etwas BESONDERES und ist es auch Irmi..das hast du fein gesagt

    LG vom katerchen zum Wochenende

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  7. Guten Morgen Irmi,
    früher habe ich auch Menschen beneidet. Jetzt sehe ich aber, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat, dass wo Licht ist auch viel Schatten ist. So bin ich mit meinem Los, mit meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten und auch Problemen doch recht zufrieden und möchte mit niemandem tauschen. Außerdem habe ich die Hoffnung zu verbessern was gerade noch nicht so gut ist und arbeite daran.
    Grüße von Marie

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  8. Wunderbar liebe Irmi, genau jeder Mensch ist einmalig und einzigartig.
    Von klein auf sollte man Kinder fördern und in ihnen Selbstvertrauen aufbauen, damit sie stark sind für ihr Leben.

    Liebe Wochenendgrüße
    Angelika

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  9. Danke für Deinen Denkanstoss!
    Ich habe keine Probleme die Talente und Vorzüge der anderen zu sehen. Und das völlig neidlos, mehr als Bewunderung. Aber mir selber zu genügen, ist viel schwieriger...
    Dir ein schönes Wochenende und
    liebe Grüsse
    Maria

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  10. Guten Morgen liebe Irmi! Der Neid gehört zu den menschlichen Eigenschaften, ich glaube niemand ist frei davon. Er darf nur nicht überhand nehmen und krankhaft werden. Wir Menschen sind nun mal keine Heiligen ohne Fehl und Tadel. Aber so ein bisschen jemanden beneiden, kann auch dazu führen, sich selbst zu betrachten und zu ändern und zwar zum Positiven.
    Habt einen schönen Tag!
    Herzlichst MinaLina

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  11. Liebe Irmi,
    als ich noch ein junges Mädel war, bin ich manchmal neidisch auf äußere Attribute anderer Frauen gewesen. Das Gefühl war kein schönes! Aber es war halt da und hat mich gepiesackt. Erst als ich meinen jetzigen Mann kennen lernte, verschwand dieses Gefühl. So ist es wohl wahr, daß gegen die großen Vorzüge der anderen nur Liebe hilft!
    Nun, in meinem weisen Alter von fast 43 Jahren, ist es mir mehr als klar, daß den Menschen der Charakter und nicht das Aussehen ausmacht. Aber es musste schon ein wenig Zeit vergehen, das zu erkennen.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und viel Freude am Frühlingsbeginn in Deinem Garten ♥ Elke

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  12. neid ist etwas ganz gemeines und es kann so negativ wirken, leider ;(
    einen schönen samstag wünsche ich dir! gglg

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  13. Meine liebe Irmi,
    das hast Du wunderbar geschrieben .......da ich nicht wiederholen will, was die ein oder andere hier schon geschrieben hat ....lass ich das einfach mal so stehen und sag Danke für den tollen Text und den so lieben Blumengruß aus Deinem Garten!
    Ich wünsch Dir ein wunderschönes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  14. Sehr weise sind deine Gedanken wieder, liebe Irmi. Die sollten wir uns immer wieder vor Augen halten. Was die einen zu wenig an Selbstvertrauen mitbekommen haben, scheint bei anderen üppig vorhanden. Denn nicht nur der Neid, auch die Überheblichkeit und von sich Eingenommenheit sollten manchen öfter einmal bewusst werden. Aber so ist wohl die menschliche Natur. Auch hier gibt es große Unterschiede. Diejenigen, die sich auch mal etwas sagen lassen und sich bemühen, etwas an ihrem Verhalten zu ändern, und andere, bei denen man auf Granit beißt ... ;-)

    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    die Waldameise

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  15. Genau, wenn man genügend Selbstbewusstsein hat und auch mit sich selbst zufrieden und im Reinen ist, dann kommt, so glaube ich zumindest überhaupt kein Neid auf. Aber, mich ärgert auch manches Mal, wie die Waldameise, die Überheblichkeit, die Arroganz und auch die Rücksichtslosigkeit mancher Mitmenschen. Da wäre ich froh, wenn sich das zum Besseren ändern könnte.

    Wünsche dir ein angenehmes Wochenende und danke dir für den hübschen Blumeneinblick in deinen Garten!

    Liebe Grüße, Brigitte

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  16. Du hast es absolut auf den Punkt gebracht, liebe Irmi!
    Mehr kann ich dazu nicht sagen!
    Einen lieben Gruß schickt dir
    Martina

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  17. ...natürlich vergleichen wir uns mit anderen Menschen, liebe Irmi,
    sonst müssten wir ja als Einsiedler leben...aber mit der zunehmenden Altersgelassenheit und dem Wissen, ich bin wie ich bin -und das ist gut so...bleibt der Neid aus...und wenn ich ehrlich und genau hin schaue, gibt es viel, worum ich andere nicht beneide...

    wünsch dir einen schönen Samstag,
    lieber Gruß von Birgitt

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  18. Liebe Irmi, das hast Du so wundervoll geschrieben, besser geht nicht!
    Jeder und Jede von uns hat ganz wertvolle Gaben mitbekommen, es geht nur darum , sie zu entdecken und zu nutzen. Wenn wir das tun, wird die Welt ein Stück reicher und bunter.
    Sei herzlich gegrüßt, ich wünsche Dir ein frohes Wochenende:
    Beate

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  19. Schön resumiert, liebe Irmi. Es gibt haufenweise Menschen, die unbedingt aussehen wollen/ "müssen" wie die Anderen, und damit meine ich nicht dem Standdart entsprechend, sondern sie laufen rum wie geklont. Wenn das nach dem Teenager-Alter aufhören würde, könnten wir grinsen und sagen, 'Ja ja die Hormone!', aber leider habe ich zu viele Menschen kennen gelernt, die sich danach oder zumindest in den von dir angesprochenen Bereichen nicht mehr weiter entwickeln. ...
    Ich sende dir liebe Grüße zum Samstag, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  20. Hallo Irmi,
    ja, manchmal kann man doch ein wenig neidisch werden und merkt es nicht mal gleich....
    Mir ist es schon so ergangen. Dabei hat man es, wie du so schön sagst, garnicht nötig!
    Liebe überwindet alles, auch damit hast du einen guten Tip gegeben.
    Deine Blümchen sind bezaubernd!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  21. ....und da soll ich nicht neidisch sein !!?? Vorausgesetzt dein Blümchengruß ist erst ein paar Tage alt ! Aber nein, ich bin nicht neidisch, denn ich freue mich auf unsere Blümchen dafür einige Wochen später, da sind deine jetzt so schönen Blümchen längst verblüht, dann aber nicht neidisch werden.
    Viel Sonne auf deine Blümchen wünscht,
    Luis

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  22. Deinen Zeilen ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, sie zeigen, dass es heute hier einfach menschelt. :-)
    Oh ja, wir und alles um uns herum ist einzigartig, wir sind kein Staubkorn, wir sind alle das Größte, was erschaffen wurde, dessen sollten wir uns immer bewusst sein und der Schöpfung danken und die Einzigartigkeit anderer auch sehen. :-)

    Deine Frühlingsmitbringsel sind einfach ein Genuss. :-)

    Liebe Grüße und dir einen schönen Sonntag
    Christa

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  23. Hallo Irmi,
    ich hatte zuletzt von dem Buchtitel eines Philosophen gelesen "Darf ich so sein, wie ich bin ?" Leider kenne ich dies von allen Seiten, dass an mir herum gedreht wird, dass ich mich verändern soll, dass ich zu Hause Regeln beachten soll oder dass ich viel flexibler reagieren soll. Allzu oft sehe ich mich nach dieser Freiheit, dass meine Umwelt es zuläßt, so sein zu dürfen, wie ich bin.

    Gruß Dieter

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  24. Liebe Irmi,
    Wenn nur all denen diesen Text lessen würden die damit ihr Leben wieder leicht machen könnten....
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  25. Liebe Irmi, vor ein paar Jahren kam hier auf eine Kleinkunstbühne ein älterer Künstler, ich überlege, der Name liegt mir nicht parat ... Er brachte ein sagenhaft gut gespieltes Stück zu diesem Thema, das Du uns hier so anschaulich beschreibst. Es ist in meinen Augen eine Krankheit. Gestern hörte ich die Enttäuschung über das verfehlte Ziel, dass Deutschland so viel weniger als 30 Medaillen errungen hat. Ist das nicht wüst?! Statt sich dem olympischen Geiste bewußt zu sein, regiert der Neid.

    Liebe Grüßle von Heidrun

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  26. Liebe Irmi,
    was ein schöner Beitrag!
    Viele Grüße von Renate

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.