Sonntag, 9. Februar 2014

Man muss seinen eigenen Umgang....

....mit der Zeit finden.
Der teure Terminplaner liegt unbenutzt in der Ecke. Alle Techniken, die unseren Umgang mit der Zeit revolutionieren sollten, scheinen bei anderen zu funktionieren, nur bei mir nicht. Vor Jahren sagte mal ein Chef zu mir: "Sie sind ein unverbesserlicher Zeitchaot." Vielleicht lag das damals nur daran, dass ich polychronisch war, also  "vielzeitig". Der Gegensatz dazu ist monochronisch,  "einzeitig".
Jay Lindquist und Carol Kaufmann von der Western Michigan Universität glauben nach mehrjährigen Studien, diese beiden menschlichen Zeitmuster entdeckt zu haben.
Monochron: Der Konzentrator.
Monochrone Menschen empfinden Zeit als Linie, als unerbittlichen Ablauf. sie lieben detaillierte Planung und geregelte Systeme. Konzentrieren sich auf eine einzige Aufgabe und werden höchst unproduktiv, wenn man sie davon ablenkt. Sie fühlen sich vor allem der übertragenen Aufgabe verpflichtet. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit stellen hohe Werte für sie dar. Der Spruch:  "Zeit ist Geld"  könnte von ihnen stammen.
Vorteil der Monochronen: Sie sind sehr effizient, wenn sie ohne Unterbrechung arbeiten dürfen. Die USA und Deutschland gelten als klassische monochrone Arbeitskulturen.
Polychron: der Multitaske Polychrone Mensch dagegen hat lieber mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen, zwischen denen er hin- und herwechseln kann. Er fühlt sich weniger der Aufgabe als vielmehr den beauftragenden Menschen verbunden.
Länder, die polychrone Arbeitsweisen bevorzugen, sind Frankreich und Südamerika. Zeit empfinden Polychrone als eine von ihnen formbare und veränderbare Größe. Vorteil der Polychronen: Störungen machen ihnen wenig aus. Vor Stressprojekten scheuen sie nicht zurück. Ihr Nachteil: Sie neigen dazu, sich zu überschätzen.
Die Anforderungen an Buchhalter und Ingenieure z.B. sind überwiegend auf monochrone Zeittypen zugeschnitten. Marketingleute, Verkäufer und jede Art von Managern dagegen benötigen polychrone Fähigkeiten.
(Quelle: Unterlagen aus dem Seminar: "Zeitmanagement"  entnommen) 

Dazu gibt es noch sehr viel mehr zu sagen. Das würde hier aber den Rahmen sprengen. Interessant ist es allemal.

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch die schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und - es kommt ein andrer Tag.

  (Theodor Fontane)

Kommentare :

  1. Ich bin eindeutig eine Polychrone..... Jetzt hat das "Kind" für mich endlich einen Namen!
    Herzliche polychrome SONNtagsgrüsse
    Brigitte

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  2. Hallo, guten Morgen Irmi,

    ich grüße Dich herzlich.....

    Zum Thema "Zeit" hatte ich mir kürzlich (bei einer guten Tasse Kaffee natürlich) so meine Gedanken gemacht und ich ertappte mich dabei, dass ich lächelte....
    Warum?
    Früher, wenn meine Vorfahren am Tisch beieinander saßen und sagten: "Mir läuft die Zeit davon", verstand ich als Kind einfach nicht den Sinn, denn wieee schrecklich lange musste ich auf's Christkind warten! Entsetzlich! Uuund wie lange auf die Sommerferien und und und....
    Und heute? Gott hab sie seeeelig - meine lieben Vorfahren, auch mir läuft die Zeit davon.... Allerdings bin ich vielseitig interessiert und auch noch ganztags berufstätig, mag sein, aber mit zunehmendem Alter wird ZEIT immer bedeutsamer....

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag

    ganz herzliche Grüße aus dem Rheinland
    Uschi
    hutliebhaberin.blogspot

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  3. Interessante Studie. Ich denke aber, dass es auch Menschen gibt, die irgendwas dazwischen sind. Ist bestimmt auch hier und da ein bisschen Aufgabenabhängig. :) Ich mag es immer nicht, wenn Menschen so in 2 "Töpfe" aufgeteilt werden. Dazu gibt es viel zu viele unterschiedliche Typen.

    LG Silke

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  4. oh, ich bin ja dermaßen was von monochrome - angst!
    das problem mit der zeit hab ich ja auch - ein faden der irgendwann zu ende ist.
    nur was tun, wie mehr poly werden????
    lg sonja

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  5. Guten Morgen Irmi,
    interessante These. Da tendiere ich eindeutig zum Multitasking :-)
    Hauptsache, am Ende ist das Wichtigste gemacht, und das kriege ich meist irgendwie hin.
    Aber selten stromlinienförmig. Liebe Grüße, Petr

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  6. Ja, da ist sicher etwas Wahres dran. Das Wichtigste ist aber doch, seinen Tag nicht so sehr überfrachten, dass man doch noch das Gefühl hat Zeit zu haben auch Weg oder am Gartenzaun trifft.
    Einen schönen Sonntag mit viel Zeit für Dich wünscht Marie

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  7. Ich liege als Tiger oft dazwischen.

    Es kommt auf die Umstände bzw. Anforderungen an
    und vor Allem auf die gesundheitliche Tagesform.

    Diese _strikten_ Einteilungen klappen ja bei vielen Menschen nicht, so ist es ja z.B. auch bei den Temperamenten. Manche sind ein bißchen von Allem: Choleriker, Melancholiker, Phlegmatiker _und_ Sanguiniker. Dabei hatte sich diese Lehre doch wohl eher ein Schubladensystem erhofft.

    Nein, nein, nicht mit uns, gell!?♥

    ;-)))

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=





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  8. Zeit - mal hat man viel davon, oft zu wenig und sie richtig einzuteilen, ist eine Kunst.
    Einen schönen Sonntag - ich muss jetzt Geburtstag feiern, einen 4.!
    LG Martina

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  9. Hier zwar das andere Zeitgefühl gelernt wird Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit nicht mehr aus mir rauszubekommen sein. Zu tief verwurzelt finde ich das wichtig für mich.

    Ansonsten sollte man aber es ruhig angehen lassen, man lebt gesünder^^

    Wünsche dir einen schönen Sonntag und sende herzliche Grüsse

    Nova

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  10. ...guten Morgen Irmi...ja mit was befasse ich mich denn hier am Sonntag??--na gut, da es ja immer interessant hier zugeht, ich aber denke, ich bin von Beidem etwas...es geht am Stück, aber ab und an auch breit-und großflächig, eben sehr variabel einsetzbar ;-)...

    schönen Sonntag für dich und
    lG Geli

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  11. ....."Zeit ist Geld !" - schön und gut, aber Zeit kann man nicht kaufen - eine Uhr schon und die Uhr kann man anhalten - die Zeit nicht !
    Die Zeit fliegt, sagte der Affe und warf die Uhr weg !
    Viel schöne Zeit erst mal für diesen Sonntag wünscht,
    Luis

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  12. Hallo Irmi,
    Eigentlich habe ich mich bis heute noch nicht damit befasst, allerdings habe ich nachgelesen und bin zu
    dem Entschluss gekommen, dass ich eine gute Mischung bin, was immer das auch zu bedeuten hat. ;-)
    Schönes Gedicht.
    LG und schönen Sonntag.
    Sadie

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  13. super, einen schönen Sonntag für dich

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  14. Sehr aufschlussreich liebe Irmi..ich reihe mich sofort in die Kategorie der Polychronen ein.
    Sonntagsgruß vonner Grete

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  15. Liebe Irmi,
    wieder einmal höchst interessant, Danke für die Infos!
    Ich denke mal, hier - wie bei vielem - ist eine gute Mischung die beste Variante!!!
    Geniesse den Restsonntag und liebe Grüße
    moni

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  16. Liebe Irmi,
    Es ist natürlich viel einfacher um es nur so schwarz/weiss nieder zu schreiben aber die wirklichkeit ist viel mehr als nur die zwei möglichkeiten! Im Gründe genommen sind wir beide ganz pünktlich und auch können wir Multitasker sein. Aber nicht für immer... es hängt also davon ab.
    Ganz lieber Gruss,
    Mariette

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  17. Liebe Irmi, ich reihe mich dann doch eher bei den polychronen Menschen ein, obwohl ich hin und wieder auch monochron arbeite. Auf jeden Fall sehr interessant. Wünsche dir noch einen schönen Sonntag, hier regnet und stürmt es. Lieben Gruß Dorisd

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  18. Hallo Irmi,
    sehr interessantes Thema, ich ich gehöre zu den monochronen Arbeitern, nach dem Motto: "Eines nach dem Anderen!"
    LG Heidi

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  19. Liebe Irmi,

    ich würde sagen ich bin ein mischmasch von beiden *hihi* Das kommt immer drauf an was ich gerade mache, eigentlich konzentriere ich mich auf eine Sache, aber ich fange auch immer wieder was dazwischen an, sozusagen ich schiebe was dazwischen, wenn es zeitlich passt.

    Ich wünsch dir einen schönen Abend

    LG Mela

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  20. Liebe Irmi,

    das ist wieder mal sehr interessant, so muss ich darüber erst einmal nachdenken, aber ich denke ich mache auch lieber erstmal eine Sache fertig. Ich werde auf jeden Fall in mich gehen :-)).

    Herzlichste Sonntagabendgrüße
    Kerstin

    P.S.: Der Guglhupf war super lecker. Ich habe ihn gestern gebacken und heute ist fast nix mehr da :-(

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  21. Guten Abend, liebe Irmi!
    Es ist das erste Mal, dass ich von diesen beiden Menschentypen höre. Finde ich ja interessant.
    Denke, ich gehöre auch eher der zweiten Art an.

    Noch einen schönen Sonntagabend wünscht dir
    Uschi

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  22. Liebe Irmi,

    wie immer ist dein Beitrag eine Bereicherung. Was für ein Glück, dass es noch mehr polychrome Menschen gibt.

    Liebe Grüße
    und eine schöne neue Woche

    Nula

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  23. egal wie ich es mache ... es fehlt immer die Zeit :-)
    aber die Zeit deine posts zu lesen habe ich immer ;-)
    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  24. Obwohl mir immer die Zeit davon läuft, habe ich mir jetzt die Zeit genommen zu kommentieren. Wie immer ein interessantes Thema von dem man lernen kann, Ich denke mal ich bin etwas von beiden Typen, strukkturiert, damit ich nichts vergaukle, aber dann wieder so vielseitig, dass ich die Zeit manchmal vergeige.
    Aber Hauptsache ich bin glücklich und fühle mich wohl!
    Liebe Grüße aus Bayern , Lore

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  25. erkenntnis - wow!
    einwandfrei mono, genau im zeitplan bin ich aber *fingerheb* sehr gut strukturiert.
    d.h. mein spickzettel mit notizen in reichweite um mir ideen, aufträge, gedankensprünge und anregungen sofort zu notieren.
    :) liebe grüsse von der kelly

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  26. Ich denke, ich bin ein Mix aus beiden ...
    Interessantes Thema!

    Alles Liebe,
    Sonja

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  27. Danke für den Beitrag, liebe Irmi. Sehr!! interessant. Das wusste ich noch nicht. Da tendiere ich auch eher ins polychrome.:-))
    LG
    Andrea

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.