Freitag, 14. Februar 2014

Wir werden täglich immer wieder.....

...mit Dingen konfrontiert, die schwer zu verstehen sind. So erging es mir gestern.


Beim Durchlesen der Ortsnachrichten stieß ich unter der Rubrik  "Geburtstage"  auf den Namen einer guten 
Bekannten, die bereits seit zwei Jahren tot ist. Ich musste zweimal hinschauen - aber es stimmte. Zuerst dachte ich: Wie kann so etwas passieren? Wieso wurden die Angaben nicht gelöscht? Meine Gedanken kamen im Laufe des Tages immer wieder auf den Vorfall zurück. Ich rief eine gemeinsam Bekannte an und machte sie auf diesen Fehler aufmerksam. Sie war auch bestürzt. Sie hat dann kurz entschlossen den Witwer angerufen. Dieser wurde bitterböse und schrie sie an, dass es seine Sache sei. Und er wolle nicht, dass man
seine Frau vergisst. Also wird in jedem Jahr an ihrem Geburtstag an sie erinnert. Öffentlich - in den Ortsnachrichten. Eine seltsame Methode des Gedenkens, meine ich. Die letzte Ruhestätte hingegen ist mehr als vernachlässigt. Wie passt das zusammen?

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit
Verwandelt die Qual der Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)

Kommentare :

  1. Guten Morgen Irmi
    Er hätte Deinen Artikel lesen müssen, dass Kopf und Hände zusammengehören :-)
    Man kann es nicht immer verstehen.
    Ich wünsch Dir einen schönen Start ins Wochenende, wunder Dich nicht zu lange... liebe Grüße, Petra

    AntwortenLöschen
  2. guten morgen irmi,
    vielleicht hat der mann kein geld die ruhestätte zu pflegen oder kann es aus irgendwelchen gründen nicht!
    das gedenken in den ortsnachrichten ist kostenlos. ich denke, dass das tatsächlich die sache des mannes ist.
    über mache hintergründe wissen wir nicht bescheid.
    lg eva

    AntwortenLöschen
  3. Guten Morgen meine liebe Irmi,
    ja, so trauert jeder auf seine Art, allerdings kann ich sowas nicht gut nachvollziehen, die Erinnerung an einen geliebten Menschen bleibt in den Herzen der Menschen, die sich erinnern wollen, da ändert auch ein Zeitungsinserat nichts... Aber, wenn es für ihn der richtige Weg ist, dann soll es so sein, Es geschehen viele wundersame Dinge um uns herum , jeden Tag aufs Neue .....
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen Tag und einen guten Start in ein wunderschönes und erholsames Wochenende!
    Sei ganz lieb umärmelt!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Irmi
    Danke für deinen Bericht heute ...
    Alles Liebe zum Valentinstag schickt dir Bea
    www.tagesverlauf.blogspot.ch

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,
    Dieser markabren Methode des Gedenkens kann ich auch nicht nachvollziehen, man weiß
    wirklich nicht, was in den Menschen vorgeht, doch es muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Für dich einen schönen Valentinstag.
    LG Sadie

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Irmi, ich wundere mich auch manchmal über die Zeitungsanzeigen, wenn z.B. jemand schreibt....wir haben dich nicht vergessen. Ich denke, auch ohne Anzeige vergisst man geliebte Menschen nicht....aber es ist halt so, jeder geht mit diesen Dingen verschieden um.
    Hab einen schönen Tag! Herzlichst MinaLina

    AntwortenLöschen
  7. Für mich bleiben die Erinnerungen an einen lieben Menschen immer im Herz, aber jeder Mensch trauert anders.

    Allerdings finde ich für mich die Rubrik Geburtstage doch etwas verwirrend und daneben. Sollte sich die Redaktion doch noch eine Gedenk-Rubrik einfallen lassen.

    Wünsche dir einen schönen Tag und sende liebe Grüsse

    Nova

    AntwortenLöschen
  8. Irmi hier ist es Sitte das die Kirche den älteren Menschen zum Geburtstag eine Karte schickt..
    mein Schwiegervater hat sie drei Jahre nach seinen Ableben bekommen..immer hatte ich angerufen und auf den FEHLER aufmerksam gemacht..
    das mit den Glückwünschen fand ich sehr daneben
    LG vom katerchen

    AntwortenLöschen
  9. Guten Morgen liebe Irmi,

    so unterschiedlich die Menschen sind so unterschiedlich sind ihre Vorgehensweise der Freude und der Trauer.
    Tatsächlich können wir selten bis ins Tiefste eines Menschen reinschauen.
    Auch wenn für mich so einiges nicht immer nachvollziehbar ist...weil ich es eben anders leben würde...so bin ich in der Lage andere/s anzunehmen. Es muss stets für den Betroffenen stimmen und passen.
    Es gibt Dinge die andere auch bei mir nicht nachvollziehen können. Drum finde ich die Worte...*leben und leben lassen* in solchen Fällen stets hilfreich. :-)

    Einen schönen Tag wünsche ich dir...mit vielen lieben Momenten. ♥

    Herzlichst
    Julia

    AntwortenLöschen
  10. ...nun da gehe ich mal meiner Gewohnheit entsprechend sehr großzügig ran und sage ohne tiefer daüber nachzudenken---jeder geht mit Trauer anders um, manchmal etwas komisch für Außenstehende, aber--einfach akzeptieren und gut...

    lG Geli

    AntwortenLöschen
  11. In den Kopf dieses Mannes kann man nicht hineinschauen und vielleicht ist es seine Art, wie er mit der Trauer umgeht. Was du erlebt hast, passt nicht unsere Schublade des Denkens und Empfindens, weil wir andere Ansichten haben.
    Ich sage immer: jeder nach seiner Facon (jetzt fehlt das cédille am c)

    Liebe Grüße zum Freitag schickt dir
    Christa

    AntwortenLöschen
  12. Im übertragenen Sinne:
    Jedem Tierchen sein Pläsierchen!
    Ich muß nie _Alles_ verstehen.

    Schön ist aber der Spruch!

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=



    AntwortenLöschen
  13. Ja, liebe Irmi, für mich ist es ein Spiel mit den Gefühlen anderer Menschen, zumal es doch Möglichkeiten gibt, durch eine kleines grafisches Zeichen darauf zu verweisen, dass der Eintrag 'in Erinnerung' erscheint. Ob der Mann selbst zu gebrechlich ist, die Grabstelle zu pflegen, lässt sich mit großem Abstand nicht bestimmen. Der schale Beigeschmack bleibt.

    Dir, liebe Irmi, wünsche einen schönen 14. Februar mit vielen, lieben Erinnerungen.

    herzliche Grüße an dich,
    egbert

    AntwortenLöschen
  14. Hallo Irmi,
    das sehe ich genauso, eine seltsame Art des Gedenkens, sehr seltsam und ich finde diese Veröffentlichung ist unpassend.
    LG Heidi

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Irmi,
    wirklich kurios - manche Menschen werden durch einen Verlust seltsam; ich sehe dies in der Familie meines Mannes. Hier zählen die Verstorbenen mehr als die Enkelkinder, die die Liebe von ihrer Großmutter dringend benötigen würden. Ein lieber verstorbener Mensch lebt in meinem Herzen weiter und betrifft die Öffentlichkeit nicht. Aber man muss ja nicht alles verstehen ;-)
    Ganz liebe Grüße,
    Mella

    AntwortenLöschen
  16. ....also ich sehe das aber ein wenig anders - gedenken und gratulieren wir doch so vielen längst verblichenen Persönlichkeiten fast täglich öffentlich in den Medien zum 100. 150. usw. Geburtstag. Ich finde es ist seine ganz persönliche Sache, die man als Außenstehender einfach so stehen lassen sollte. Also, nix für "Unguat" und ein schönes Wochenende,
    Luis

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi, Luis hat schon irgendwie Recht, aber da wird auch angemerkt, daß diese bekannten Personen dann und dann gestorben sind. Wenn ich in deiner Situation gewesen wäre, hätte ich auch an ein Versehen von wem auch immer geglaubt. In der Form ists auf jeden Fall seltsam. LG Margarethe

    AntwortenLöschen
  18. liebe irmi,
    naja, wenn das nicht zusammenpasst, ist das kacke....
    ansonsten verstehe ich das.
    und irgendwie hat doch jeder seine art zu trauern.....

    lg sonja

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi,
    ich finde diese Nachricht auch bestürzend, und dachte erst an eine pietätlose Schlamperei von der Zeitung oder eurer Kommune. Aber wenn der Witwer dahinter steckt passt das für mich mit dem vernachlässigten Grab so zusammen: Mehr Schein als Sein! Die Zeitung lesen viele, bis zum Grab gehen nur wenige Menschen.
    Ich hoffe, du hattest einen schönen Tag oder auch Valentinstag und wünsche dir einen guten Start in einschönes und chilliges Wochenende!
    Nachdenkliche Grüße, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Irmi,
    daß man erstaunt ist, wenn man eine solche Anzeige liest, glaube ich gerne. Aber ich denke, jeder geht mit seinem Schmerz über den Verlust anders um. Vielleicht schafft er es körperlich, oder auch mental, nicht, das Grab zu besuchen und deshalb ist es ungepflegt?
    Hoffen wir, daß er glücklich ist, so wie er es handhabt...! Einen schönen Abend und liebe Grüße, Elke

    AntwortenLöschen
  21. Liebe Irmi,
    ist schon seltsam, aber ich denke, jeder wie er will.
    Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen Tag heute und wünsche dir noch einen schönen Abend!
    GlG Karin

    AntwortenLöschen
  22. Eine andere Art der Erinnerung.
    Normal ist sowas eine Art Todesanzeige mit den Daten des Verstorbenen.
    Aber wenn es ihm so gefällt.
    Vielleicht mag er Gartenarbeiten nicht, dass das Grab nicht gepflegt ausschaut...
    Liebe Grüße Bärbel

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.