Freitag, 23. Mai 2014

Aus dem Nähkästchen....

....zu plaudern,  verkneife ich mir meist. Es sei denn, es interessiert allgemein und passt in meinen Blog.  Heute werde ich meinen Prinzipien einmal untreu.


Als ich mich vor vielen, vielen Jahren beruflich an die Schweizer Grenze veränderte, konnte ich nicht wissen, dass ich Schwierigkeiten mit dem Klima bekommen würde. Ich hatte schon in Erwägung gezogen, nach kurzer Zeit meine Zelte wieder abzubrechen, obwohl es ein Traumjob war. (Damals sagte man noch nicht Job, da war es eine gute Position oder eine gute Stelle). Ich kam mit meiner Wetterfühligkeit nicht zurecht. Als ich mal wieder unter starker Migräne, Kreislaufschwierigkeiten und Schlechtsein litt, sagte eine Kollegin zu mir: In Freiburg sucht man Probanden, um diesem Phänomen der Wetterfühligkeit auf die Spur zu kommen.  Nach reiflichem Überlegen und Abwägung aller Imponderabilien habe ich mich gemeldet und wurde nach diversen Untersuchungen auch genommen. Ich habe dafür meinen Jahresurlaub geopfert - aber das habe ich gern gemacht. Wir waren eine Gruppe von 200 Personen.
Keiner der Probanden hat bewusst etwas wahrgenommen, aber im Gehirn haben sich messbare Veränderungen gezeigt. Das Team um Prof. S. hat sich streng wissenschaftlich mit der Wetterfühligkeit befasst.
Und tatsächlich: Die Menschen, die sich selbst als wetterfühlig bezeichnen, haben auch stärker und länger anhaltend auf winzige elektromagnetische Entladungen reagiert, wie sie zum Beispiel bei Gewittern entstehen.
Die sogenannten  "Sferics"  (kamen in meinem gestrigen Post auch vor), die kurzen elektromagnetischen Impulse, die entstehen, wenn sich ein Blitz entlädt, sind der Wissenschaft schon länger bekannt. Im Versuch hat man sie künstlich erzeugt und an 200 Probanden getestet. Sieben- bis zwanzigmal pro Sekunde  "blitzte"  es. In der Testgruppe änderte sich daraufhin die Gehirnaktivität messbar, bei der Kontrollgruppe ohne das künstliche Gewitter blieb hingegen alles wie es war. Atmung, Herzschlag und Blutdruck blieben dagegen unbeeinflusst.
Sferics können 1000 Kilometer weit wirken, so dass die Forscher nicht ausschließen, dass man bereits Stunden vor dem Eintreffen einer Kalt- oder Warmluftfront etwas davon verspürt - wenn man eben wetterfühlig ist. - Und das bin ich leider immer noch!
Dies ist nur ein kleiner Auszug aus meinen Unterlagen. Mehr würde sicherlich das Interesse hier erlahmen lassen.

Kommentare :

  1. Guten Morgen Irmi,
    das finde ich sehr interessant!
    Interessanter wäre allerdings noch, was man dagegen tun kann!

    So. Gleich kommt hier jemand, um die Solaranlage zu reparieren...
    Bei der größten Hitze hat sie keinen Tropfen Warmwasser erzeugt - das geht natürlich gar nicht!!!
    Bin also schon wieder weg...

    Liebe Grüße!
    Gine

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  2. Ich lese so gerne von erfolgreichen Frauen, die ihren abwechslungsreichen Weg gegangen sind und immer noch gehen. Der weitere Inhalt Deines Nähkästchens wäre für mich schon interessant, bin ich doch ein sehr wissbegieriger Mensch. Neugierig wollte ich nicht schreiben ;-) , das ist es aber fast noch eher :-) . Da geht es schon los: Bist Du denn in der Schweiz geblieben? Konnte Dir geholfen werden in Bezug auf die Wetterfühligkeit? Ich würde mich auch als wetterfühlig bezeichnen, da ist jedes Tief im Anmarsch spürbar bei mir. Ich wünsche Dir einen angenehmen Tag, LG Claudia.

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  3. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    das ist eine sehr interessante Geschichte, was es mit der Wetterfühligkeit auf sich hat! Danke für diese ausführlichen Erklärungen!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in ein wunderschönes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  4. hallo irmi,
    das kann ich bestätigen. ich bin auch sehr sehr wetterfühlig, vor allen dingen seit meinem unfall vor vielen jahren. da hatte ich
    eine luxationsfraktur den 2. halswirbels. die ärztin hat mir damals gesagt, dass ich immer damit zu kämpfen habe. vor allen dingen dann, wenn es zu schnell von kalt auf warm geht. so ist es auch, ich merke schon tage vorher, wenn sich das wetter auf warm ändert mit
    migräne usw. deshalb wäre es mir lieb, könnte ich am wetter drehen, hätten wir immer so 20 bis 25 grad. ich finde, dass das auch reicht.
    war interessant heute.
    mit lieben grüßen eva
    ein schönes nähkästchen hast du.

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  5. Interessant.Ich habe übrigens so ein altes Nähkästchen.
    LG
    Nicole

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  6. ...das Kästchen ist hübsch, so was hatte ich vor vielen Jahren auch mal, wetterfühlig bin ich nicht, aber ein ausgewachsener Angsthase vor Gewitter, da bin ich zitterig wie Espenlaub und weiß mit mir und meiner Angst nicht wohin...

    heute sollen welche kommen und wo verkrieche ich mich wieder?

    tschüß und einen ausgeglichenen Tag wünsche ich dir liebe Irmi...von der Geli

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  7. Ich habe auch genau das selbe Nähkästchen .lg Galina die auch Wetterfühlig ist

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  8. Liebe Irmi,

    von mir aus kannst du ausführlicher darüber schreiben. Es ist interessant.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  9. Ja, ich kann mich auch anschließen - ich bin auch wetterfühlig. Es bedarf für mich keiner wissenschaftlichen Untersuchung, dass eine Wetterfront schon Stunden im Voraus bemerkt wird. Denk nur an das Tierreich. Die Tiere bemerken schon lange bevor es blitzt und donnert, dass ein Gewitter aufzieht. Sie werden unruhig. Da wir Menschen auch ein Teil der Natur sind - weshalb sollte es da bei uns anders sein?! - Die Hitze der letzten Tage war nicht wirklich gut für mich - heute kann ich wieder durchatmen. Das tut gut!! LG Martina

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  10. Mir gefallen Inhalt und das Nähkästchen selber auch!

    ;-)

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  11. Mein halbes Leben lang habe ich oft heftiges Kopfweh bekommen, sobald ein Hochdruckgebiet im Anzug war. Bei den meisten Leuten ist es ja eher umgekehrt, aber ich habe immer das "schöne" Wetter gespürt. Das war dann witzig, wenn draußen alles grau war und ich gesagt habe: Keine Sorge, bis heute mittag scheint die Sonne! Keiner hats geglaubt und meistens hat es doch gestimmt. Für mich war es natürlich weniger lustig... :-(
    Als ich dann kleine Kinder hatte, war es besonders blöd, wenn ich halbe Tage lang nur auf dem Sofa lag und vor Schmerzen kaum auf die Kinder eingehen konnte. Aspirin half überhaupt nichts, auch nicht in Höchstdosis. Unser naturheilkundiger und TCM-fortgebildeter Hausarzt hat es dann mit Akupunktur versucht. Zweimal je zehn Behandlungen innerhalb eines Jahres. Schon nach den ersten zehn waren die Anfälle viel seltener und leichter, und nach dem zweiten Durchgang hatte ich nie mehr diese quälenden Kopfschmerzen, nur ab und zu noch ganz "normales" Kopfweh, das bei mir von verspannten Nackenmuskeln herrührt und notfalls mit einer Tablette zu verscheuchen ist. Meist reicht auch ein Kaffee.
    Ich weiß, dass echte Migräne noch eine ganze Ecke schlimmer ist und dass Akupunktur nicht immer hilft. Möglicherweise ist es aber einen Versuch wert.

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  12. Liebe Irmi,

    ich glaube bei uns würdest du dann auch nicht froh werden, weil da jammern auch ganz viele wegen dem Wetter. Ich glaube wir Tiroler kommen mit einem Gen auf die Welt, das uns da hilft nicht alles gleich zu spüren ;o))) Scherz beiseite, ab und zu merke ich den Fön auch.

    So ein Nähkästchen habe ich auch und ab und zu kann man ruhig mal daraus plaudern ;o))

    Ich wünsch dir einen schönen Tag und einen wundervollen Start ins neue Wochenende

    LG Mela

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  13. Liebe Irmi,

    vielen Dank, dass du dies mit uns teilst. Ich finde das Thema äußerst interessant. Manchmal habe ich Kopfschmerzen, wenn sich das Wetter rapide verändert, beispielsweise die Temperaturen von 25 Grad auf 10 Grad fallen. Aber das gehört sicher nicht in die Rubrik wetterfühlig.

    Sonnige Grüße

    Anke

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  14. Liebe Irmi,
    Die meisten Menschen reagieren aber auch vom barometrischer Druck und ich habe öfters so ein halber-Kopfschmerzen davon gehabt. Ein schwerer Kopf. Und genau so gegen Gewitter ist es sehr hoch. Ja, ja das ganze Leben ist öfters kompliziert!
    Ganz liebe Grüsse mit Sonne aus Georgia/USA,
    Mariette

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  15. Zu dem Test hätte ich mich auch gemeldet, bin nämlich auch sehr wetterfühlig und weil ich immer dachte, dass es so etwas gibt, fragte ich meinen Hausarzt,, der das nur bestätigen konnte.
    Gestern war auch so ein Tag. Kopfschmerzen, die Augen brannten und in der Nacht bekamen wir ein Gewitter. Heute Schwindel, das Wetter ändert sich wieder *seufz*.

    GLG Mathilda ♥

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  16. Liebe Irmi,
    das ist ein sehr interessantes Thema zu dem ich auch gerne mehr gewusst hätte. Vielleicht schreibst du irgendwann noch ein bisschen. Vor allem möchte ich gerne wissen, was man dagegen tun kann, denn auch ich bin regelmäßig bei Wetterwechsel spätestens am Nachmittag ausgeschalten.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend.
    Jessica

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  17. Liebe Irmi,
    nachdem bei den derzeitigen Untersuchungen meines Kopfes, Nackens etc. wegen häufiger werdender Schmerzen noch nicht viel herausgekommen ist und bei meinem "Kopfwehprotokoll" öfter mal ein Wetterwechsel vermerkt ist, fürchte ich, dass ich ebenfalls wetterfühlig bin. Nachdem du es immer noch bist, nehme ich an, es gab keine wirkliche Hilfe für die Probanden, sie wissen jetzt nur, dass sie das sind, was sie eh schon zu sein ahnten... stimmt's? ;o))
    Tja, da müssen wir wohl durch ;o)
    Trotzdem: Happy Weekend
    und alles Liebe, Traude (^‿^)❀

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  18. ich bin leider auch wetterfühlig, ich bekomme ganz schnell kopfschmerzen. war spannend zu lesen dein beitrag!
    liebe gruesse und ein schönes wochenende wünsche ich dir!

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  19. So etwas habe ich zum Glück nicht im Nähkästchen, aber mich würde mehr darüber interessieren.
    Viele Grüße sendet dir Ulrike

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  20. Hallo Irmi,
    doch, ich hätte noch mehr Interesse an diesem Thema, ich leide an vestibulärer Migräne!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  21. Hallo Irmi,
    schön, dass Du mich gefunden hast, denn so konnte ich auch Dich finden. Ich bleibe auch, denn ich finde es sehr interesant, was Du so aus dem Nähkästchen plauderst und ich hätte, wie die meisten hier, gerne noch mehr darüber gehört.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Lieben Gruß
    Katala

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  22. Liebe Irmi,
    jetzt war mein ganzer Kommentar weg, als ich ihn abschicken wollte.
    Also nochmal:
    Ich bin begeistert, von dem Inhalt deines Nähkästchen und dass du darüber erzählst,
    bei mir ist die Wetterfühligkeit nicht ganz so stark ausgeprägt,
    allerdings ist es bei mir so, dass wenn ich unbedingt die Fensterputzen möchte, kann man darauf gehen,
    dass es spätestens am Nachmittag anfängt zu regnen.
    Übrigens hab ich das allerselbe Nähkästchen, jetzt sind wir schon zu dritt, bin mal gespannt, ob noch mehr auftauchen.
    Ein wunderschönes Wochenende und
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  23. Liebe Irmi
    Zuerst mal ganz lieben Dank für deine lieben
    Zeilen auf meiner Seite, ich bin ja
    neue Bloggerin und freue mich über jeden Eintrag sehr !

    Dein Bericht hier ist sehr spannend, denn auch ich bin wetterfühlig.
    meistens bekomme ich starke Schwindel oder meine Narben
    tun weh ! Heute war es hier sehr föhnig, mein
    Schädel brummt :-))

    Ich wünsche dir ein schönes Weekend !
    Herzlich grüsst dich
    Margrit

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  24. Hallo Irmi,
    na! heute gibst du mir aber einige Stichpunkte ;-)
    An der Schweizer Grenze (Rheinfelden /Baden gegenüber Rheinfelden /Schweiz damals Krs. Säckingen) habe ich auch als Kind schon gewohnt – von 1957 bis 1960 – mir ist wettermäßig als kleiner Knirps da nichts aufgefallen. Belastend finde ich hier am Rand der Rheinebene das Klima.

    Mit den Sferics habe ich mich vor allem in den 90er und bis 2011 sehr intensiv beschäftigt, jetzt zwar auch noch aber die liebe Zeit reicht mir immer nicht für „Alles“.
    Zu den Sferics kam ich durch die Bioenergetik, Biobiologie und Baubiologie und bioelektrische Medizin. Da war ich in den einschlägigen Jahren auch oft in Waldbrunn (Waldkatzenbach) dort ist eine baubiologische Forschungsstelle (+Verein) u.a. auch wg. Erdstrahlenforschung und Krankheitsentstehung durch biophysikalische Störungsquellen usw.
    Hatte mich auch intensiv in die Forschungs -Arbeiten von Charles Waldemar und seiner Bioenergetischen Forschungsanstalt eingearbeitet. Wenn man systematisch ein Forschungsgebiet abarbeitet, stößt man ja immer auf Nebeneffekte. So wurde ich dann „wieder“ auf die Forschung an der Münchner Uni aufmerksam, so u.a, die Forschungsarbeiten von Prof. Dr.Ing. Herbert L. König so z.B. ein Buch von ihm „Wetterfühligkeit – Feldkräfte und Wünschelruteneffekt“ - Der Mensch im Einfluß elektromagnetischer Energieformen – Arbeitsschwerpunkt 70er und 80er Jahre.
    Dadurch wurde ich wiederum auf die Forschungen von Hans Baumer aufmerksam z.B. sein Buch: Sferics – Die Entdeckung der Wetterstrahlung – (1. Aufl. 1987) Baumer hat ja auch eine „Wetterorgel“ konstruiert, mit der er die elektromagnetische Abstrahlung einer Wolkenfront weit voraus aufnehmen (messen) konnte. - Wolken mit innerer Turbulenz senden eine starke elektromagnetische Strahlung aus, die über weite Distanzen gemessen werden kann. In meiner Hp-Ausbildung war ich auch mit der Elektroakupunktur nach Dr. Voll befaßt. Später bei Hp-Star Köhnlechner u.a. „Wetterfühligkeit“ Da könnte ich jetzt stundenlang referieren. :-)
    So weit so gut! Auch ich bin ein Seismograph für eine nahende Gewitterfront. Durch die elektromagnetische Vorabstrahlung bin ich sehr „Nervös-sensibel“ auf das Kommende.

    Wünsche dir ein neutrales Neutronfreies Wochenende.
    VG
    Oskar

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  25. Hallo Irmi,
    Dein Nähkästchen ist wunderschön, dass so nebenbei. Ich habe mir vor ein paar Jahren auch einen alten zugelegt und benütze in immer wieder, man kann darin so schön sortieren und eine Menge aufheben.
    Deine Wetterfühligkeit ist weniger toll. Ich bekomme auch öfters Kopfschmerzen und mag das überhaupt nicht leiden. Unsere Heilpraktikerin sagte dazu einmal, dass es gut ist dass es Menschen gibt die sehr feinfühlig reagieren, ob auf das Wetter oder Nahrung, denn nur so können die anderen Menschen auch feinfühliger werden, wenn sie sich das bewusst machen. Eigentlich eine schöne Aussage, denn ich nehme das Wetter bewusster war, als der Rest der Familie.
    LG und einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Manu

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  26. Sehr interessant liebe Irmi. Ich kenne auch Leute, die wetterfühlig sind. Nun habe ich die Erklärung dafür und sage Danke, ich habe was gelernt. Ich bin es zum Glück nicht.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  27. So ein Nähkästchen hab ich auch - schon ganz abgeschaft (dabei näh ich gar nicht).
    Keine Ahnung, ob ich spinne: Meine Narben kneifen, wenn sich das Wetter ändert.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.