Montag, 21. Juli 2014

Die Wolfsschanze - Attentat am 20. Juli 1944

Zeittafel und Übersicht der Anlage
Gedenktafel für von Stauffenberg
Mannschaftsunterkünfte
Besprechungsbunker
Görings Wohnhaus

Hitlers Bunker
70 Jahre sind vergangen und noch immer erregt dieses Attentat die Gemüter. Ich würde niemals darüber schreiben, hätte nicht gestern in einem Blog gestanden, man könne die heutigen Temperaturen  mit denen von damals vergleichen. Auch die dann angeführten 16° stimmen nicht. Lt. Flugbericht hatte es etwas mehr als 20°.Soviel zum Vergleich Temperatur und Gedenktag.

Ich habe die Wolfsschanze anlässlich einer Masurenreise besucht. Die Fotos sind  nicht so gut geworden. Es war sehr bedeckt. Ich gebe hier nur einen kurzen Abriss zur Geschichte dieser Anlage.

Den Decknamen gab Adolf Hitler der Anlage selbst, angelehnt an das von ihm verwendete Pseudonym  "Wolf", das auf die Bedeutung seines Vornamens Adolf zurückzuführen ist.
Die Wolfsschanze wurde ab 1940 durch die Organisation Todt errichtet.Die Wahl des Ortes im Rastenburger Stadtwald war nicht zufällig. Görlitz lag in der Nähe der russischen Grenze. Hitler konnte sich somit während des Krieges mit der Sowjetunion in der Nähe der Front aufhalten und die Kriegsoperationen vor Ort leiten.
Die Wolfsschanze wurde oberirdisch in einen dichten Wald gebaut. Insgesamt wurden auf dem Gebiet zwischen 1940 und 1944 ca. 100 verschiedene Objekte und Gebäude errichtet., Die Anlage umfasste insgesamt 40 Wohn-, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude sowie 7 massive und 40 leichte Stahlbetonbunker. Die Decken der Bunker waren sechs bis acht Meter dick.
Auf dem Gelände der Wolfsschanze verübte während einer Lagebesprechung Claus Schenk Graf von Stauffenberg das Attentat vom 20.Juli 1944 auf Hitler. Seit dem 20. Juli 1992 erinnert eine  Gedenktafel (Foto 2) in Form eines aufgeschlagenen Buches mit geborstenem Rücken an das Attentat.
Als am 24 Januar 1945 die Rote Armee anrückte, wurden alle Objekte von der zurückweichenden Wehrmacht gesprengt. Es wird angenommen, dass für die Sprengung einzelner Bunker bis zu 8 Tonnen Sprengstoff verwendet wurden. Von 1945 bis 1955 wurden hier außerdem ca. 54.000 Minen entschärft.
Die Reste sind nach wie vor eine Touristenattraktion (eine traurige, wie ich finde).
(Quelle: u.a. Wikipedia)


Kommentare :

  1. Ein sehr interessanter Bericht, Irmi.
    Ich finde es wichtig, dass man sich hin und wieder an die Vergangenheit erinnert. Die Wolfsschanze würde ich mir auch sehr gerne einmal ansehen.

    Liebe Grüße
    Sonja

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  2. Ja, wie sich doch der Terror ueber die Jahre die Haende gibt...

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  3. Das finde ich genial, liebe Irmi, dass du diesen Ort aufgesucht (wann warst du dort, wenn ich mal fragen darf) und uns davon Bilder mitbringst.
    Zwar ist es eine Stätte des Grauens, aber gleichzeitig auch ein Mahnmal, was hoffentlich viele Besucher wach rüttelt, dass sich so etwas nie mehr wiederholen darf. Aber das ist leider nur Wunschdenken, sieht man, was zur Zeit auf unserer Erde wieder an Greueltaten verübt wird.

    Liebe Abendgrüße schickt dir
    Christa

    PS Hoffentlich musst du nicht zu sehr unter der Hitze und Schwüle leiden, bei uns ist es ziemlich unerträglich.

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  4. So etwas darf nie, nie, nie wieder passieren....

    Danke für den Bericht!

    Viele, viele sommerliche Grüße
    Tina

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  5. Den Attentätern war der Tod gewiss, sollte ihr Vorhaben misslingen. Das war ihnen ganz klar. Die Folgen für die Familien waren unübersehbar. Im schlimmsten Fall drohte ihnen auch der Tod. Sippenhaft ist schrecklich, die armen, unschuldigen Kinder haben mein besonderes Mitgefühl. Wäre dieses Attentat doch gelungen, es hätte noch vielen Menschen das Leben gerettet. Manche Weltereignisse dürfen absolut nicht in Vergessenheit geraten und müssen immer wieder aufgerührt werden. Auch wenn es nur der ohnmächtige Versuch ist, zukünftige Greueltaten zu verhindern. Ich finde, dass diese Ungereimtheit der Temperaturen wegen doch was Gutes hatte. Du hast deshalb über dieses Thema geschrieben und das wie gewohnt sehr informativ, danke schön, Irmi. LG ClauDia.

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  6. ein wichtiger gedenktag. über den bentlerblock hab ich viel gelesen und zu dem widerstand gehörte ein grosser personenkreis und ihr mut und grausames sterben, wie auch das schicksal der angehörigen muss gedacht werden.
    wie und in welcher form ist für mich schwierig.
    aufklärung würde ich wünschen!

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  7. Liebe Irmi,
    ich bin froh, dass Du das Thema ansprichst. Wieviel Leid hätte noch verhindert werden können, wenn Stauffenberg & Co dieses Attentat gelungen wäre! Bewunderswert, da sie wussten, was sie erwartete, falls es mißlingen sollte. Ich finde es vollkommen richtig, immer wieder an diese Heldentat zu erinnern. Vielen Dank für den Post, Irmi.
    Ganz herzliche Grüße,
    Mella

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  8. Liebe Irmi,
    ja, eine traurige "Touristenattraktion", wie "unser" ehemaliges KZ Mauthausen in der Nähe von Linz... Aber wohl eine ebenso wichtige, denn hierher fahren u.a. auch Schulen, um Jugendliche über die Greuel dieser Zeit zu informieren. Und durch deinen Artikel habe ich jetzt auch wieder einiges für mich Neues erfahren, z.B. dass Adolf die Bedeutung von "Wolf" hat. Mein Großvater mütterlicherseits hieß Adolf - heutzutage nennt (verständlicherweise) kaum jemand sein Kind mehr so. (Ich habe allerdings mal einen interessanten Artikel über eine Romasippe gelesen, in der eine Frau ihren Sohn Adolf nannte, um damit ein Zeichen des Verzeihens zu setzen...) Auch mein aktueller und mein nächster Post haben übrigens einen Bezug zum Thema "Wolf" - allerdings ist bei mir ganz schlicht das Tier gemeint... ;o))
    Ganz herzliche rostrosige Grüße, Traude

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  9. Ich frage mich schon lange, was wäre geschehen, wenn das Attentat gelungen wäre und wie hätte sich das auf unsere Geschichte ausgewirkt. Hätte sich wirklich etwas verändert in dem vom Nationalsozialismus verseuchtem Umfeld von Staufenberg?

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  10. Liebe Irmi,

    ...all die Kriege, all die Kämpfe, all die getöteten Menschen!! Wenn man rund um die Erde schaut....so viele haben nichts daraus gelernt, weil haben wollen und Überzeugungen überstülpen anderen, immer noch vorherrschen in so manchem Land....und immer leidet das Volk darunter. :-(

    Danke für die Erinenrung.

    Grüessli
    Julia

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  11. Liebe Irmi,
    Ja, historisch wertvoll aber auch so traurig...
    Lernen tun die Menschen aber wenig davon, wenn man nur diese Tragedie vom MH17 betrachtet die einfach aus das Luftraum geschossen worden ist... Soviele Menschen die jetzt trauern und dann auch wie alles vorgeht.
    Meine Australische Familie hatte soviel Glück, gleiche Flugnummer am nächsten Tag. Meine Kusine wurde angesprochen wenn alle 8 auf Kuala Lumpur gelandet sind. Komischer Gedanken dass die Van den Munckhof Familie mit 8 weniger gewesen wären wenn es am vorigen Tag geplant wurde. Papa's jüngere Bruder kam mit Tochter, Söhne und deren Familie nach den Niederlanden für eine Familienreunion und Trips. Unten auf mein Posten ist der Link zum Video mit meine Kusine: {Our Yoga Frogs & Friday's MH17 Flight...}
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  12. Liebe Irmi, du hast recht! Es ist traurig das so ein Platz zu einer Touristenaktration "verkommt". Der Geist, der hinter diesem Attentat stand sollte für jeden freiheitsliebenden Menschen ansporn sein, zu dem zu stehen, was richtig und einem wichtig ist! Das diese Männer ihre Tat mit dem Leben bezahlen mussten, ist schon traurig genug, aber das es Menschen gibt, die nur aus Sensationslust diese Orte besuchen ist mir echt ein grauen! Ich selbst habe vor vielen Jahren all die Orte besucht, die mit dem Wiederstand in Verbindungen standen - auch die Wolfsschanze. Dies geschah im Rahmen einer Tagung, die sich mit der Aufarbeitung dieser Geschichte befasste. Auf der einen Seite finde ich es gut, wenn man Menschen diesen Ort zeigt, es sollte aber der nötige Respekt gezollt werden, auf der anderen Seite finde ich es beschämend, wenn es junge Menschen dahinzieht, die nur im Geiste des NS dort Befriedigung finden. Solche Orte sind nunmal leider eine zwei-schneidige Sache - und da können wir beide nichts daran ändern! Ich hoffe nur, dass es doch die Mehrheit ist, die daraus lernt. Solche Orte sind auch wichtig, damit nicht vergessen wird!
    Ganz liebe Grüsse
    Manu

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  13. Danke Irmi. Das ist ja ein Zufall, ich wollte dieses Jahr diese Reise machen aber wegen der politischen Verhältnisse in Grenznähe fahre ich noch nicht. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr.

    Sigrun

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  14. Liebe Irmi,
    ich finde es gut, dass du ein solch "heikles" Thema in die Hand genommen hast. Wer weiß heute schon noch aus eigenem Erleben, was diese Zeit damals mit sich brachte. Wohl den Menschen, die noch aus erster Hand und ohne (schein)politische Verrenkungen erfuhren, worin das Leben in dieser Zeit bestand. Aus dem vermeintlich sicheren Heute ist ein allwissender Rückblick leicht praktiziert. Doch was die Menschen der damaligen Zeit bewog, das alles auf sich zu nehmen, ist in unserer Zeit nicht nachfühlbar. In diesen Gedanken schließe ich auch die Menschen ein, die diesen Mut nicht aufbringen konnten.
    Dresden gab auf seinem Soldatenfriedhof einem berühmten Militär des Widerstandes die letzte Ruhestätte, Generalmajor der Wehrmacht Hans Paul Oster.

    mit besten Grüßen,
    egbert

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  15. Hallo Irmi,
    danke für diesen informativen Bericht. Was wäre wohl passiert, wenn dieses Attentat geglückt wäre?
    Dir liebe Grüße,
    Christa

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  16. Hallo Irmi,
    Danke, für den Bericht. Ich habe den Film "Stauffenberg" im Fernsehen angeschaut, deshalb kommt Dein post genau richtig. Vom Film bin ich immer wieder gefesselt und frage mich dann, was wäre wohl geschehen wenn es geklappt hätte. Wie wäre es der deutschen Bevölkerung gegangen und wie der ganzen Welt... Und was für ein mutiger Mann war Stauffenberg!
    LG
    Manu

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  17. 54000 Minen - das muss man sich mal vorstellen!
    LG Heidi

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  18. Hallo Irmi,
    auch traurige Themen müssen sein. Wenn ich in der Nähe gewesen wäre, wäre mein Interesse an solch einem geschichtsträchtigen Ort sicherlich sehr hoch gewesen. Für mich ein sehr wichtiges Datum in der deutschen Geschichte ...

    Gruß Dieter

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.