Freitag, 11. Juli 2014

Dies und Das über eine kleine Fliege

Fruchtfliegen haben nur ein kurzes Leben. Sie sind winzig klein und nur etwa zwei Millimeter groß. Auf einem Lineal kann man sehen, wie winzig das ist. Sie haben rötliche Augen, eine braun-gelben Körper und einen ziemlich langen und schwierigen Namen: Drosophila mellanogaster. Die meisten Menschen kennen sie aber wohl unter  dem Namen  "Fruchtfliege". Der Forscher Björn Brembs beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dieser kleinen Fliege.
Fruchtfliegen können ganz schön nervig sein. Sie schwirren wie wild durch die Küche oder kommen aus dem Mülleimer geflogen. Auch auf dem Komposthaufen kann man sie entdecken. Am liebsten sitzen sie auf Obst und Gemüse. Vor allem dann, wenn dieses  schon ein bisschen älter ist und zu verrotten und zu verfaulen beginnt. Dabei entstehen nämlich besondere Stoffe und Gerüche. Von diesen wird die Fliege angelockt. Sie kann sie schon von Weitem mit ihrer feinen Nase riechen.
Doch das Obst ist für die Fliege nicht nur Nahrung. Sie legt darin auch ihre Eier ab. Das können bis zu 400 Stück sein. Fruchtfliegen haben eine schnelle Entwicklung. Aus den Eiern schlüpfen schon nach wenigen Tagen die Larven. Und wieder ein paar Tage später sind die Fliegen  dann fix und fertig. Die ganze Entwicklung dauert etwa acht bis zehn Tage.
Für viele sind die Fruchtfliegen nur nervige Schädlinge. Aber für die Forscher sind sie super spannend. Kein anderes Tier und keine Pflanze wurden so gut und so gründlich erforscht wie die Drosophila. Mit ihrer Hilfe haben die Forscher zum Beispiel herausgefunden, wie bestimmte Dinge vererbt werden. Warum Kinder die gleiche Augenfarbe  haben wie ihre Mutter oder ihr Vater. Dafür sind nämlich Gene verantwortlich. In ihnen ist alles gespeichert, was die Eltern an ihre Kinder weitervererben. Es gibt Gene, die sind bei uns Menschen und der Fruchtfliege gleich. Sie untersuchen zuerst die kleine Fruchtfliege. Daraus ziehen sie dann Rückschlüsse, wie das bei uns Menschen funktionieren könnte.
Um sich die Fliegen vom Leibe zu halten, gibt es eine einfach Falle zum Selbstbauen:
Man benötigt ein leeres Marmeladenglas, ein Stück Frischaltefolie, ein Gummi, ein Zahnstocher und ein Stück altes Obst. Das Obst kommt in das Glas. Mit einem Gummi spannt man die Folie fest über die Öffnung. Mit dem Zahnstocher sticht man vorsichtig Löcher in die Folie. Die Fruchtfliegen gelangen zwar durch die Löcher zum Obst, finden aber nicht mehr aus dem Glas heraus. Wenn man genügend Fruchtfliegen gefangen hat, kann man das Glas nach draußen tragen - und die Fliegen wieder freilassen.





Güte ist, wenn man
leise tut , was die
anderen laut sagen.
(Friedl Beutelrock)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    Fruchtfliegen, ja, die können lästig sein. Die Idee mit dem Glas ist gut, werd ich mir merken, falls ich mal wieder welche habe. Zum Glück essen wir unser Obst immer schnell auf ;O)
    Interessatn sit, was die Wissenschaft so alles entdeckt und erforscht ....
    Ich wünsch Dir einen guten Start in ein wunderschönes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. die winzingen biester haben keine chance bei mir, ich bin schneller...
    deinen tagesspruch werd ich mir merken, sehr gut!
    lg kelly

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    1. jetzt hab ich es bemerkt - zu schnell: die winzigen!

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  3. Vor Fruchtfliegen habe ich richtig Ekel. Keine Ahnung warum. Deshalb stehen bei mir niemals Nahrungsmittel offen herum. Nichtmal ein Apfel in einer Schale. Die Forschungen kenne ich und sie sind sicherlich auch wichtig. Trotzdem ..schüttele ich mich.
    Gruß vonner Grete

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  4. grrrrrrrrrrrrrrrr, mitten im Veröffentlichen verabschidet sich wieder mein Internet :-( also noch mal. Fruchtfliegen kennt jeder und keiner mag sie. Wir essen unser Obst deshalb immer schnell auf, damit sie uns nicht mit ihrer Anwesenheit beehren ;-) Deine Fliegenfalle jedoch bauen wir heut nach, mein Kleiner wird sich darüber freuen, beobachtet er doch so gern. Ein Stück Banane wird es richten.
    Danke wieder für deine Infos....frage mich nur wo unser Jüngster seine Lockenpracht her hat ;-)
    Liebe Grüße schicke ich dir, liebe Irmi ---- Stine

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  5. Liebe Irmi ..
    Den Tipp mit dem Glas für die Fruchtfliegen , den werde ich sofort in die Tat umsetzen ...
    Gut das wir Dich haben ... Du bringst uns immer noch was bei ... und wir brauchen es einfach nur zu lesen , während Du recherchierst ..
    Liebe Grüße
    schickt Dir Antje

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  6. Sehr interessant liebe Irmi, so finde ich die Dinger auch nur nervig. Auch wenn ich sie, Gott sei Dank, sehr selten in der Küche habe. Den Tipp werde ich mir jedenfalls merken und weitergeben wenn ich mal genervte Leute spreche.

    Dir einen schönen Tag und herzliche Grüsse

    N☼va

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  7. Zum Glück schwirren relativ selten Fruchtfliegen in unsere Küche/Haus. Nach dem Lesen deiner interessanten Info werde ich noch mehr darauf achten, sie gleich wieder loszuwerden, liebe Irmi. Denn das mit der Eierablage im Obst gerät bei mir immer wieder in Vergessenheit. Und dass die Fruchtfliege und wir gleiche Gene haben, war mir nicht bekannt. Ne, dass hätte ich wirklich nicht vermutet. Danke für deine informative Recherche.

    Ganz ♥-lich grüßt
    Uschi, die ihre letzte reife Nektarine nun gleich verspeisen wird, damit diese keine Fruchtfliegen anlockt.

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  8. Liebe Irmi,
    auf den Leim gehen .... Fällt mir dazu ein. Und eben die hässlichen, klebrigen Spiralen, die es gab. Eine bessere bzw. weniger eklig anzusehende Alternative ist diese Idee mit dem Marmeladenglas.
    War wieder informativ und passt zu dem reichlichen Obst, das zur Zeit auf den Tisch kommt. Bei uns kommt sofort ein Glasdeckel über die Schale, wenn ich z.B. Melonen aufgeschnitten habe.

    Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende
    und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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  9. ja... die sind ganz schön nervig,

    Aber wie alles habe sie wahrscheinlich ihren sinn im großen Kreislauf des Seins.

    lg gabi

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  10. Sehr interessant liebe Irmi was du über die Fruchtfliegen berichtest.
    Sollte ich wieder mal solche Fliegen tatsächlich haben dann werde ich mich an deinen guten Tipp erinnern. danke.

    Wünsche dir eine tolles Wochenende.

    Grüessli
    Julia

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  11. Also, da wäre ich niemals drauf gekommen, dass wir gleiche Gene haben, die Fruchtfliege und die Menschen. Wieder was gelernt und ich sage danke schön für diese interessante Lehreinheit, LG ClauDia.

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  12. Mich haben eben auch gerade wieder die Fruchtfliegen genervt,
    werde also deinen Tipp gleich in die Tat umsetzen ;-)

    LG Margret

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  13. Das ist ein sehr interessanter Post, liebe Irmi! Ich frage mich auch immer, wo sie so schnell herkommen. Kaum liegt irgendwo Obst, schon sind sie da - ungefragt und ungebeten. Die Idee mit dem Glas ist gut, werde ich auch mal ausprobieren. LG Martina

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  14. Liebe Irmi,
    den Bericht über Fruchtfliegen habe ich auch gestern in unserer Tageszeitung gelesen.
    Und da wurde auch der Tipp mit dem Glas und der Folie beschrieben.
    Wirklich schnell und einfach gemacht, da muss ich nicht immer meine Apfelsaft, Essig und Spülimischung anrühren.
    Liebe Grüße an Dich!
    ANi

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  15. Liebe Irmi,
    Ja, auch Fruchtfliegen leben auf diese Welt... ab und zu kann eine eindringen im Haus aber lästig sind die eigentlich nie.
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  16. Liebe Irmi,
    ja die lieben Fruchtfliegen - haben halt auch eine Daseinsberechtigung
    auf dieser Welt. Wir hatten heuer noch keine und solange sie sich
    nicht über meine Küche hermachen - also draußen stören sie mich
    ja nicht!
    Glg Christiane

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  17. Ich kenne sie ebenfalls aus der Genetik. Man benutzt sie fast immer als Beispiel bei den Mendel Gesetzen.

    Aber egal wie klein, sie ist auch ein Geschöpf Gottes und verdient unseren Respekt.

    Liebe Grüße
    Arti

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  18. Uaaaaaaah ;-)
    Daeinsberechtigung Christiane? Ich weiß nicht ;-)
    *lächel*
    Naja okay, weil wir mal nicht so sind ... ;-)

    Der Spruch ist gut Irmi...Danke dafür und auch für die Info über die Fliegen....

    Viele Grüße
    Tina

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  19. Danke für den Tip. In meiner Küche haben sie die kleinen Fliegen nämlich gerade häuslich niedergelassen. Habe eine angefaulte Kirsche übersehen. Die wandert nun gleich in ein Glas und alle Fliegen dürfen hinterher.
    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende
    Katala

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  20. Oh ja, sie können schon nervig sein, wenn sie sich über unser Obst im Sommer hermachen, kein Pfirsich, keine Pflaume ist vor ihnen sicher.
    Den Trick mit dem Glast, der Klarsichtfolie kannte ich aber übrigens auch schon, dieses Experiment hatte meine Tochter schon im Kindergarten gemacht. :-)

    Wieder sehr schön recherchiert für uns, liebe Irma. :-)

    Liebe Grüße schickt dir
    Christa

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  21. Liebe Irmi, sehr
    gut erzählt, aber dass die Fruchtfliegen die selben Gene wie wir Menschen haben, wusste ich nicht.
    Besonders lästig sind sie ja, wenn wir Besuch haben, die Wein trinken, dann schwirren sie um die Gläser herum.
    Früher haben wir ein Glas mit Essigwasser hingestellt und einen Trichter darübergehängt, die Fliegen sind dann ertrunken,
    aber weil ich sie ja nicht umbringen will, mache ich das nicht.
    Aber der Obsttrick wird probiert und die Fliegen dann draussen am Rhein ausgesetzt,
    wenn ich sie nur zum Komposter trage, sind sie genau so schnell wie ich wieder im Haus.
    Ein schönes Wochenende und ganz liebe Grüße
    Nähoma

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  22. The poor fruit fly, she/he is only looking for some food.

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  23. Liebe Irmi,
    wenn du bei den Nettigkeiten mitmachen möchtest, dann teile mir deine Anschrift unter stine7373@gmx.de mit und dann schicke ich dir was kleines zu. Nur wenn du wirklich magst, möchte niemanden dazu "verdonnern".
    LG von Stine

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  24. Ohja, Fruchtfliiegen sind wirklich lästig! Aber scheinbar wenigstens für die Wissenschaft nützlich.
    Liebe Grüße,
    Markus

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  25. Hallo Irmi,
    na, dann wünschen wir den Wissenschaftlern viel Freude mit den Fruchfliegen, ich dagegen mag sie nicht. Genauso wenig wie alles andere was fliegt. Ich bin immer ganz fleissig am rausscheuchen.
    Den Fussballjungs drücke ich auch die Daumen und Dir wünsche ich ein schönes Wochenende.
    LG aus dem Regen
    Manu

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.