Mittwoch, 10. September 2014

Dies und Das über den nahenden Herbst


Mascha Kaleko hat ein  wie ich empfinde - wunderschönes Gedicht über den nahenden Herbst geschrieben:

Herbstlicher Vers
"Nun schickt der Herr das Leuchten in die Wälder.
Grellbunte Brände lodert jedes Blatt.
Wie welkt das Herz dem wandermüden Fremden,
Der nur die Einsamkeit zur Heimat hat . . .

Schon fegt der Sturm den Sommer in die Gosse.
Im Park der Ahornbaum schreit blutigrot.
Der Regen weint die immergleichen Tropfen,
Und auf den Wiesen riecht es morsch nach Tod.

Da überfällt den Wandrer banges Schweigen
Und tiefes Weh um Schönheit, die verdirbt.
Herr, nimm mich fort aus diesem letzten Glühen
Und lass mich sterben, eh mein Sommer stirbt."

Mascha Kaléko

Heute werde ich endlich auf die erste große Blogrunde gehen, die Mails beantworten und....
ja auch die letzten Preise von der Verlosung einpacken. In meinem Wohnzimmer sieht es wirklich aus wie auf einem Postamt.  Ich hoffe, die Päckchen erfreuen auch noch in den nächsten Tagen. Da kann ich leider nur sagen: Was lange währt, wird endlich gut.


Unser Leben ist wie ein Strom.
Eine Zeitlang sieht man noch die Umrisse
der verlassenen Umgebung,
dann verschwinden sie.
Nur was wir in uns tragen,
kann nichts uns wegnehmen.
Elly Heuss-Knapp 

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    was für ein schönes und doch auch trauriges Gedicht über den nahenden Herbst....
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    Sei ganz lieb umärmelt!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. Nein, nein, auch der Winter ist schön und will erlebt werden. Das hätte ich Mascha gerne gesagt, wenn sie noch lebte. Immer wieder gerne lese ich was von ihr, sie war eine tolle Frau. Der Spruch von Elly gefällt mir auch sehr. Das ist wieder ein Beitrag nach meinem Geschmack, liebe Irmi, LG ClauDia.

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  3. Liebe Irmi, lass Dir Zeit mit den Mails etc. Geht es Dir wieder besser, ist es mit den Augen einigermassen gut?
    Der Post gefällt mir, das Gedicht klingt ein bisserl traurig ....
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  4. ich hoffe auf einen langen, schönen sommer für uns!
    doch mitunter ist mir nach diesen texten, mitfühlend, traurig und doch hoffend.
    balladen und auch volksgut, z.b.: zogen einst fünf wilde schwäne... mag ich sehr, wachsen, werden und vergehen gehört zum leben dazu.
    herzliche grüsse von der kelly

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  5. Ja, irgendwie schön, aber auch traurig ist das Gedicht.

    Ich selbst leibe den Herbst und seinen bunten Farben und denn auch immer wieder vorkommenden sehr schönen noch leicht warmen Tagen, die einen einladen in den Wald zu gehen, das Rascheln der blätter unter den Füßen - da ist auch Hund Leon immer ganz begeistert

    lg gabi

    lg gabi

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  6. Hallo Irmi,
    der Spruch am Schluß, ja, was wir haben, das haben wir und niemand kann es uns wieder nehmen!
    Ich habe ja auch oft einen Hang zum Melancholischen, deshalb gefällt mir auch das Gedicht von Mascha Koléko so sehr, aber der Gedanke an´s Sterben gefällt mir dann doch nicht so gut! Hoffen wir mal, es kommt ein ganz, ganz langer und goldener Herbst!!!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  7. Liebe Irmi,
    der Herbst bringt mich auch immer in solch melancholische Stimmung, wie in dem Gedicht anklingt. Aber kürztlich habe ich in einer Zeitschrift gelesen, wie ein Mann beschrieb, wie schön er den Herbst findet: alles an den Bäumen wird bunt, die Weintrauben werden reif - hier ist ja Weinanbaugebiet - und viele gesellige Feste finden statt. Das war ein Ansatzpunkt, wieder mal aus einem anderen Blickwinkel auf den Herbst zu schauen. Als Kind war der Herbst für mich ja auch etwas Schönes, vor allem wegen der bunten Blätter.
    Ich wünsche, wie meine Vor-Kommentatorin, auf einen langen milden Herbst und wünsche ihn uns von ganzem Herzen.
    Wenn es anders kommen sollte, können wir eh nichts dagegen tun *grins*.
    Ganz liebe Grüße an Dich,
    Irmgard

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  8. Hallo Irmi ...
    Ja der Herbst hat so etwas von Abschied .. aber das gehört dazu . Alles hat seine Zeit :))
    Liebe Grüße
    Antje

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  9. Wenn der Herbst schön mild und bunt sonnig daherkommt, dann kann ich mich mit ihm anfreunden, ansonsten ist die kühle Jahreszeit gar nicht so mein Fall.

    Grüßle ♥ Mathilda

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  10. Die Hauptsache ist, dass es dir wieder besser geht, liebe Irmi! Das Gedicht ist sehr schön. Meine Einstellung zum Herbst ist oft nicht die Richtige, da tun solche Gedichte gut! LG Martina

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  11. ...ja leuchtendes Herbstlaub habe ich schon gefunden, liebe Irmi,
    es ist nicht mehr zu übersehen...aber bei dem Sonnenschein und den warmen Temperaturen der letzten Tage ist das gut...

    wünsche dir einen guten TAg,
    lieber Gruß Birgitt

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  12. Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit. Die Natur bekommt ein buntes Kleid und überall riecht es herrlich. ich liebe den Duft nach Pilzen im Wald und den morgendlichen Nebel, der schwer über der Natur liegt (in meiner Heimat sagt man dazu: "Die Füchse rauchen"). Nicht zu vergessen die Sonne, die zaghaft versucht ihre letzten Strahlen an die Natur abzugeben. Einfach schön!
    Liebe Grüsse

    Manu

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  13. Hallo liebe Irmi,
    ich mag genau deshalb den Herbst so gerne ...Weil er einerseits so farbenfroh und bunt ist und andererseits so trist, so grau, so traurig ist.... WAS für ein tolles Wechselspiel.

    Herzensgrüße
    Tina

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  14. Liebe Irmi, Mascha Kalèko tut auch im Herbst so gut!!! Ich kannte das Gedicht noch gar nicht von ihr, es ist sehr schön, wenn auch traurig...
    glg und alles Liebe für Dich von Susanne

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  15. Liebe Irmi,
    Gut das es besser geht mit dir und du auch wieder einiges schaffst.
    Ich bin auch noch nicht ganz am Ziel, nach 7 Tage Urlaub findet man sovieles zu tun... Die Zeit reicht einfach nicht.
    Damit waren wir auch so gesegnet weil wir schon am Freitag heimgeflogen sind aus Phoenix, Arizona. Gestern und auch heute steht da alles unter Wasser, die grösste Überschwämmung je! Gott sei Dank waren wir weg; peinlich für alle die ihre Autos ganz unten im Wasser finden und Häuse unter wasser; soviel Schaden.
    Liebe Grüsse und geniesse diesen Nachsommer.
    Mariette

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  16. Liebe Irmi,
    ich freue mich, dass es dir wieder besser geht,
    das Gedicht von Mascha Kaléko ist sehr traurig, so empfinde ich es auf jeden Fall.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit,
    drück dich und schicke dir liebe Grüße
    Deine Nähoma

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  17. Liebe Irmi,
    das ist ein wunderschönes melancholisches Gedicht. Ich persönlich kann gut auf den Winter verzichtet.
    LG Sabine

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  18. Liebe Irmi,
    schöne Gedichte findest Du immer. Ich staune immer wieder. Der Herbst ist auch schön, aber der Sommer war leider etwas kurz. Vielleicht kommen noch ein paar warme Tage. Es war zu schwül und dann gleich wieder zu frisch ... lächel.
    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag.
    Liebe Grüße von Anne

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  19. Liebe Irmi, alles erdenklich Gute dir. Sich alleine versorgen können in seiner eigenen Wohnung ist eigentlich ganz normal, denken wir. Aber wenn es mal so ausschaut, als steht es in Frage, dann ist es schon eine große Freude, wenn man diese Normalität für sich hat. Herzliche Grüße. Margarethe

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  20. Liebe Irmi,
    habe erst jetzt von deinem wehen Auge gelesen. Ohne Beteubung ... alle Achtung! Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.
    Alles Liebe Alex

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  21. Liebe Irmi,
    jetzt sehe ich erst, dass Du Mascha Kaleko schon kennst...Ihre Gedichte sind oft ernst und tapfer, was angesichts Ihrer Biographie nicht verwunderlich ist... Der Herbst? Erntezeit.
    Alles Liebe
    Sarah

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.