Donnerstag, 16. Oktober 2014

Dies und Das über das Herbstlaub


Die Blätter werden im Herbst gelb, ocker, vielleicht sogar leuchtend rot, aber irgendwann auch braun und dann fallen sie ab. Die Blätter vieler Bäume färben sich im Herbst ein und sterben ab. Dahinter steckt ein chemischer Prozess. Blätter haben immer verschiedene Farbstoffe in sich, nur sieht man im Sommer nicht alle. Dann überlagert das grüne Chlorophyll die gelben bis rötlichen Farbstoffe. Aber im Herbst wird das Chlorophyll abgebaut und seine Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm.


Dann ist die Bühne frei für andere Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane. Letztere bilden sich sogar erst im Herbst durch chemische Umwandlungsprozesse in den absterbenden Blättern. Anthocyane können den Zellsaft tiefrot färben. Ausgelöst wird das Farbspiel und letztlich auch das Fallen der Blätter durch die Witterungsänderungen im Übergang vom Sommer zum Herbst - optimal sind niedrige Temperaturen in der Nacht und hohe am Tag sowie intensive Sonneneinsstrahlung. Außerdem lösen die kürzeren Tage und geringen Temperaturen in den Gehölzen die Umwandlung von Stärke in Zucker aus. Das erhöht die Frosthärte der Bäume. Ist es sehr trocken, können die Blätter um mehrere Wochen früher fallen als üblich.
(Quelle: Landwirtschaftskammer NRW)


Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
unchristlich oder christlich,
ist doch die Welt die schöne Welt,
so gänzlich unverwüstlich!


Und wimmert auch einmal das Herz
stoß an, und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
ist gar nicht umzubringen.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!


Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
es steht die Welt in Veilchen.
Die blauen Tage brechen an,
und ehe sie verfließen,
wir wollen sie, mein wackrer Freund,
genießen, ja genießen!

(Theodor Storm)

Kommentare :

  1. Guten Morgen liebe Irmi,
    Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, freu freu. Ja die Natur ist ein Wunder gell, wie man ja lesen kann und das Gedicht von
    Thedor Storm ist wirklich wunderschön und wir werden die Tage genießen gell??
    Schick Dir ganz herzliche Grüße und hab eine schöne Woche.
    Bis bald Barbara

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  2. Liebe Irmi,
    ja selbst Chemie kann in diesem Sinne Freude bereiten. Der Herbst und sein Farbenrausch sind wunderschön.
    Liebes Grüßle von Heike

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  3. Auf die warme Herbstfärbung der Bäume freue ich mich genauso, wie auf die ersten zartgrünen Blättchen im Frühjahr. Die Natur schenkt uns schon wunderbare Anblicke.
    Gestern, beim Reet Schneiden, erzählte unser Nachbar, dass die Bäume früher viel mehr Wasser speichern konnten als heutzutage und in eiskalten Wintern nachts oft laut ein Krachen zu hören war, wenn das Holz aufplatzte. Solche Erzählungen finde ich immer sehr bereichernd.
    Liebe Grüße zu dir, Birgit

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  4. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ja, der Herbst bezaubert uns immer wieder mit seinen Farben, die man sich im Frühjar, wenn das junge Grün sprießt, noch gar nicht denken kann ... es ist immer weider ein Wunder, welche Farbenpracht die Bäume im Herbst hervorbringen!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  5. wir sprechen hier von den grauen herbsttagen - aber geniessen kann ich sie auch!
    moin irmi,
    das internet spielt wieder mit?
    gestern gab es hier ausfälle, so kann ich notwendige dinge erledigen und auch mal der putzwut nachgeben.
    heute hab ich, hoffentlich schlussendlich einen ZA-termin, danach viele termine zum lächeln.
    einen wunderbaren, wenn möglich, blauen herbsttag!

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  6. Irmi, das sind ganz tolle Herbstfotos, die du da zur Untermalung deines Textes zeigst - genau so liebe ich den Herbst - es sollen ja noch einige schöne Tage kommen, vielleicht leuchten dann die Farben der Blätter wieder so schön

    lg gabi

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  7. guten Morgen Irmi, ich husche auch mal wieder vorbei, obwohkl ichg alles lese, aber kommentieren ist zur Zeit bei mir nicht so gut...ich bin recht blogfaul geworden, schreibe noch ab und an Posts, aber auf die Blogs komme ich kaum noch...ja, ja, solche Zeiten sind eben auch mal da...

    lasse aber liebe Grüße zu dir hier und wünsche eine schöne Zeit...
    lG Geli

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  8. Ich mag diese Chemie im Herbst ganz besonders und habe mehrere Chemiewunderwerke im Garten stehen, die im herbst immer mit Volldampf arbeiten :)

    Liebe Grüße
    Arti

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  9. Liebe Irmi,
    egal wieviel Chemie im Herbst steckt, das Ergebnis ist jedes Jahr auf's Neue sehens-und bewundernswert!
    Einen angenehmen Donnerstag und liebe Grüße
    moni

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  10. Ein schönes Gedicht von Theodor Storm, liebe Irmi.:-)

    Der Herbst ist einfach mit seiner Farbenpracht eine schöne Zeit, ich mag sie sehr gerne, man sieht es hier auch an deinen tollen
    Fotos. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  11. ich mag den herbst sehr gerne und dieses jahr haben wir ja einen ganz besonders schönen goldenen oktober :)
    liebe gruesse!

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  12. Einmal die chemischen Ursachen hinter dem wunderschönen Wandel im Herbst zu lesen war sehr interessant, Irmi.
    Das die Frosthärte der Bäume auf natürlichem Wege erhöht wird, wusste ich gar nicht. Die Natur ist doch immer wieder ein Wunder!

    Liebe Grüße
    Sonja

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  13. Liebe Irmi,

    ja, so hat alles einen ganz nüchternen Hintergrund. Ich mag ihn ja wirklich sehr den Herbst, vorallem wenn die Blätter so schön draussen leuchten wie im Moment. Das Gedicht gefällt mir und passt so wunderbar zu den schönen Fotos.

    Viele liebe Grüße
    Kerstin

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  14. Liebe Irmi, und wir staunen nur immer über die schönen Farben...und derweil gehört so viel dazu!
    glg Susanne

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  15. Liebe Irmi,
    und das Schöne ist, dass wir in diesem Fall den chemischen Prozess - zumindest das Ergebnis - genau zu Gesicht bekommen :)
    Herrlich, diese Farbenpracht!!
    Liebe Grüße, Anke

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  16. Hallo Irmi,
    jede Jahreszeit hat ihre Wunder. Das bunte Herbstlaub ist eines der schönsten.

    Das Gedicht von Storm lese ich heute das erste mal. Wenn ich ihn richtig interpretiere, dann soll ich mir den Herbst und den Winter schön trinken bis wieder die Frühlingssonne lacht. Na, dann hole ich mir jetzt gleich eine Flasche Wein aus dem Keller und vergesse den Regen, der mich schon den ganzen Tag von der Gartenarbeit abhält.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht dir
    Anette

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  17. Bei deinen schönen Posts lernt man immer wieder was dazu , liebe Irmi . Der Herbst zeigt sich in seinen herrlichsten Farben , wie es deine Bilder zeigen . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  18. danke wieder für die schönen Herbstbilder ... die Informationen zur Herbstlaubfärbung ...
    und auch für das Gedicht von Theodor Storm.

    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  19. Hallo Irmi,
    hätte ich nicht gedacht, dass sogar ein kleiner Chemiker in Dir steckt. Den Theodor Storm hatte ich vor einem Jahr in einem meiner Posts auch mit einem Gedicht zitiert. Der hat ja eine ganze Reihe schöner Gedichte über den Herbst geschrieben.

    Gruß Dieter

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  20. Liebe Irmi,
    da fehlt ein kleiner Hinweis:
    Der Autor hiess damals Theodor Strom, aber weil es den damals noch nicht gab,
    darum nannten ihn die ganzen Leute in Husum dann Storm, das passte auch besser zum Wetter!
    Kannstemalsehen...
    LG - Wolf

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  21. Liebe Irmi,
    ja, der Herbst hat auch wunderbare Seiten. Diese prächtigen Farben erfreuen auch mich sehr. Wenn dann noch die Sonne strahlt, dann sieht das so fantastisch aus. Du hast das so toll erwischt in Deinen Bildern. Deine Erläuterungen dazu sind sehr interessant, man macht sich ja sonst keine Gedanken, warum die Blätter so schön bunt sind ;-).
    Das Oktoberlied gefällt mir übrigens auch, ich kannte es bisher noch gar nicht. Na ... von den Weintrauben möchte man gern naschen.
    Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende.
    Liebe Grüße von Anne

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  22. Das Herbstlaub schaut immer wunderschön aus, liebe Irmi. Ich denke über diese chemischen Prozesse aber nicht weiter nach, denn das würde die Freude am Optischen schmälern, sondern genieße lieber die Farbenpracht.
    Das Gedicht paßt gut in diese Jahreszeit - nur den Wein lasse ich lieber weg ;-) Man macht aus solchen grauen Tagen eben das Beste .. bei uns scheint die Sonne aber wieder durchzukommen nach zuletzt etwas grauen Tagen.

    Viel Sonnenschein zum Wochenende wünsche ich Dir
    und alles Liebe
    Sara

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  23. Ist schon immer wieder ein "Gedicht" wie die Natur sich entfaltet und oft ganz ohne unser Zutun.
    So kann man eigentlich jeden Tag kleine Wunder bestaunen :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  24. Liebe Irmi, hab ein schönes Wochenende.
    Lass es Dir gut gehen
    Katala

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  25. liebe Irmi, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  26. Liebe Irmi,
    so ein schöner Herbstpost :-)
    Ganz viele liebe und vor allem sonnige Grüße
    zum Wochenende sendet dir die Urte :-)

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  27. Ein wunderbares, tröstliches Herbstgedicht in diesen verworrenenen Zeiten.
    Leider habe ich immer wieder Schwieirigkeiten, hier zu kommentieren.
    Langsam glaube ich, dass Blogspot mich nicht mag. ;-)
    Liebe Grüße
    Barbara

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  28. Hallo Irmi, sehr interessanter Post. Heuer habe ich mir aber teilweise gedacht, dass die Bäume ihre Blätter verloren haben ohne sich zuvor großartig zu verfärben.

    Lg kathrin

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  29. Was Kathrin da schreibt, habe ich auch beobachtet, liebe Irmi. Heute fiel es mir besonders auf. Viele noch grüne Blätter die abfallen, die Wälder sind noch ziemlich grün! Nur einige wenige Bäume, besonders an den Landstraßen oder in der Innenstadt, die sich gelb und rot gefärbt haben. Schon erstaunlich und vermutlich durch die sehr lange warme Periode, die wir hier hatten, bedingt, die bereits im Februar mit 17 Grad begann und fast durchgängig anhielt. Der Klimawandel hat uns voll erwischt. Heute Abend hatten wir noch 20 Grad. Wo gab es das schon mal, wenn es schon um den 20. Oktober herum ist? In anderen Jahren hatten wir den letzten goldenen Oktobertag am 15., doch da waren schon viele Blätter gelb und rot oder gar nicht mehr auf den Bäumen ...

    Liebe Grüße
    Sara

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  30. Viel zu schnell war der Sommer wieder vorbei.
    Ich bin kein Herbst- und Wintertyp, früh morgens auf dem Weg zur Arbeit ist es kalt und neblig.
    Aber wir sind ja nicht bei wünsch-dir-was, gelle?
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.