Mittwoch, 6. Januar 2016

Die Heiligen Drei Könige

Die Sternsinger waren schon da. Sie brachten ihr Ständchen und den Segensgruß an der Haustür an.
Diesmal waren es ganz goldige Kindergartenkinder, die ihr Amt sehr wichtig nahmen.




Caspar, Melchior und Balthasar sind ihre Namen. Sie sollen vor rund 2000 Jahren das Jesuskind besucht haben. Der 6. Januar erinnert jedes Jahr an diese drei Männer.
Für viele Christen ist das ein besonderer Tag. Sie feiern dann das Dreikönigsfest. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist es sogar ein Feiertag. Viele Menschen haben dann frei und müssen nicht zur Arbeit gehen und es ist auch keine Schule.
In der Bibel und anderen Erzählungen heißt es: Caspar, Melchior und Balthasar sollen einen besonderen Stern am Himmel gesehen haben. Weil er viel heller leuchtete als die anderen, folgten sie ihm. Er führte sie nach Bethlehem. Dort sollen die drei Männer das Jesuskind im Stall in einer Krippe gefunden haben. Weil sie in dem Baby eine Art Retter sahen, brachten sie ihm kostbare Geschenke: Myrrhe, Gold und Weihrauch.
Ob die Geschichte stimmt, weiß niemand genau. In der Bibel ist nicht von Königen, sondern je nach Übersetzung von Magiern, weisen Männer oder Sterndeutern die Rede. Im Laufe der Zeit dachten sich die Menschen aber: Wer so kostbare Geschenke macht, kann nur ein König sein. Und so wurden die Männer zu den Heiligen Drei Königen.

Die Heiligen Drei Könige

Die heil'gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?" 

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter. 

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heil'gen Drei Könige sangen.

Heinrich Heine
(1797-1856)


Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    danke für diesen schönen Post zu den Heiligen Drei Königen.
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. Unsere beiden sind einige Jahre mit einer Schulfreundin zum Dreikönigs-Singen gegangen (der Sohn "durfte" sich jedes Mal braun schminken lassen), die Mutter hat sie mittags mit einer warmen Mahlzeit versorgt und abends kamen sie müde zurück. Für uns ein Zeichen von gelebter Ökumene.
    Alles Liebe, Birgit

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  3. Guten Morgen liebe Irmi und danke für deinen Beitrag! Obwohl ja heute vieles was in der Bibel steht, nicht mehr stimmt und ich an vieles nicht mehr glaube, finde ich die Tradition schön. Es werden Mittel für gute Zwecke gesammelt und für die Sternensinger-Kinder ist das ein wichtiger Tag mit Verantwortung und Aufregung. Gut, dass es das noch gibt, für die Kinder ist es ein gutes Gefühl und wenn ich ehrlich bin, so ein kleines bisschen glaubt man schon noch an das was in der Bibel steht....und so ein Segen über dem Hauseingang hat noch nie geschadet, ganz im Gegenteil!
    Ich wünsche allen einen schönen Tag! LG Lollo

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  4. der ochse brüllt, das kind schreit.... das leben pur!
    Herzlich P.

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  5. Ganz besonders liebe Grüße aus der Stadt der Drei Heiligen Könige! Schau mal bei mir im Blog vorbei, dort kannst du sehen, auf welchem Weg sie in diese Stadt gekommen sind.
    Herzlichst
    Astrid

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  6. Servus Irmi,
    die "Geschichten" um die "Geschichte" ist von dir wieder sehr interessant dargestellt.
    Bei uns kommen immer "vier" heilige drei Könige - "a kloans Späßle" - wohl weiß ich natürlich, dass der "Vierte" der Sternenträger ist. ;-)
    "Weihrauch - duftenden" Gruß,
    Luis

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  7. Hallo Irmi,
    auch zu dir noch ein Gutes und vor allem Gesundes Neues Jahr. Die Tochter zog dieses Jahr als Begleitperson mit den Kindergartenkinder mit und konnte über schöne Begegnungen berichten. Ein junges Paar, das gerade frisch gebaut hat, hat sie alle auf die Baustelle eingeladen und sich riesig über den ersten Seegen gefreut. Geld kam auch einiges zusammen und so war es auch dieses Jahr eine gute Sache.
    LG
    Manu

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  8. Liebe Irmi,
    Ja, es sind mindestens eine Art von Königen gewesen da es in jene Länder viele Nomaden gab die herumgezogen sind. Es sind immer noch vielen Stämmen mit auch viele Spannungen.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.