Montag, 3. April 2017

Dies und Das über das Kegeln

Viele Menschen frönen dem Kegelsport. (Ist das nicht gelehrt ausgedrückt? lach). Ich habe mal recherchiert und war erstaunt, was  da herausgekommen ist:

Es findet seinen Ursprung in Ägypten, wo man bereits 3500 v. Christus Teile eines Kinderspieles in seiner heutigen Form in einem Kindergrab entdeckte. Als Vorläufer des Kegelns kann man auch die damaligen Steinziel- und werfspiele ansehen.
In Europa entwickelten sich die Vorläufer des heutigen Kegelns erst im 12. Jahrhundert. Man spielte es als Glücks- oder Wettspiel und setzte hohe Beträge ein, was für manch einen Kegler den Ruin bedeutete. Es blieb nicht aus, dass es hierbei zu Gewalttätigkeiten und Betrug kam, sodass dessen Ausübung unter Androhung von Gefängnis und Geldstrafen 1335 in Deutschland verboten wurde.
England zog nach und König Eduard III. verbot das Kegeln bei Todesstrafe.
In Frankreich kam es 1454 zu Kegelverbot.
Erst im Jahre 1468 wurde in Deutschland das Kegelverbot bei einer Beschränkung des Einsatzes anlässlich von Kirchweihen wieder zugelassen.
Nach zahlreichen Bilddokumenten und Überlieferungen aus dem 17. Jahrhundert gab es kaum ein Volksfest oder Kirchweih, bei denen nicht eine Kegelveranstaltung durchgeführt wurde.
Die erste offizielle Erwähnung des Kegelns findet man in der Stadtchronik der Stadt Rothenburg im Jahre 1157.
1265 schlossen sich die Bürger der Stadt Xanten und die Kanoniter des Stifts St. Victor zum „fratres Kegelorum“ zusammen und bildeten nach heutigen Begriffen den ersten Kegelclub.
Ende des 16. Jahrhunderts verlor das Kegelspiel seinen schlechten Ruf als Wett- und Glücksspiel und wurde wieder als Unterhaltungsspiel zugelassen. Nicht zuletzt, weil auch der Hochadel und die Geistlichkeit das Kegel Spiel entdeckte, was vorher nur für das gemeine Volk galt. Erste Regeln für das Kegelspiel stammen aus dem Jahre 1768.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten offiziellen Kegelclubs registriert.
Durch Württembergische Auswanderer importierte sich das Kegelspiel im Jahre 1840 nach Amerika. Das Neunkegelspiel wurde jedoch wegen seiner Begleiterscheinungen (Wetten, Trinken, Gewalttätigkeiten, Betrug) vom Gouverneur von New York verboten. Daraufhin wurde das Kegelspiel 1868 geändert und die amerikanische Variante „Bowling“ (10-Kegel-Spiel) war erfunden.

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Kegeln ist ein toller Sport
Bauern - Damen triffst Du dort.
Auch ein König ist nicht fern,
der den Pudel neckt so gern.

Brüder, Schwestern - eine Meute,
sind des Fuchses fette Beute,
wenn er gute Würfe spielt
und nicht in die Gosse zielt.

„Lattenzaun“ - ein Hammer-Spiel,
abzuräumen ist das Ziel.
Mancher Kegel nicht mehr steht,
weil es in die Vollen geht.

Strafen werden auch erhoben,
schlechte Kegler darum toben.
Für sie ist’s ein großer Fluch,
das gemeine Kegelbuch.

Eine richtig miese Kunde
ist: „Du zahlst jetzt eine Runde!“
Oder Du hast Pech, Du Schlingel,
wenn am Seil ertönt die Klingel.

„Alle Neune“ umzustoßen,
schaffen wirklich nur die Großen.
Aber mit ein wenig Glück
schaffst auch Du dies’ Meisterstück.

Ist der Abend dann gelaufen,
schreit der ganze Keglerhaufen
abgekämpft, doch mit viel Stolz
aus den Kehlen laut „Gut Holz!“

© Norbert van Tiggelen 


Am Wochenende hat sich
Heide Schiffer
am Neckarstrand eingefunden. Herzlich willkommen. Ich hoffe, dass du dich wohlfühlst.
 

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebste Irmi,
    ein toller, und interessanter Beitrag über das kegeln, über dessen Ursprung ich mir noch nie Gedanken gemacht habe ... danke, daß ich wieder Neues durch Deine Recherchen erfahren durfte!
    Hab einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen ganz herzlichen Drücker, Deine Claudia ♥

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  2. Geht mir wie Claudia, auch wenn ich auch schon mal gekegelt habe. Hin und wieder aus Spaß wäre für mich in Ordnung aber in einem Club wäre nix für mich. Hier wüsste ich auch gar nicht ob es das überhaupt auf er Insel gibt.

    Wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche und sende viele Grüsse

    N☼va

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  3. Liebe Irmi,
    als ich noch jung war, gab es in der Nähe eine Kegelbahn,
    das war einfach unser "Jugendtreff" eine wunderschöne Zeit.
    Als Sport würde mich Kegeln nicht interssieren, aber als
    Vergnügen allemal.
    Ich wünsche dir einen entspannten Wochenbeginn.
    Lg Sadie

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  4. Guten Morgen, das Kegeln wird hier in der Stadt immer mehr durch das Bowling verdrängt. Spaß macht Beides. Ich wünsche dir eine schöne Woche!

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  5. Liebe Irmi, morgen bin ich zum kegeln eingeladen:-)
    Da passt Dein Post heute wunderbar dazu.
    Ganz liebe Grüsse zu Dir
    von Herzen
    Susanne

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  6. Liebe Irmi,
    danke für Deine Recherche. Das ist sehr interessant. Ich kegle bereits seit 10 Jahren mit Freunden. Wir zahlen in die Kegelkasse, die ab und zu auf den Kopf gehauen wird. Wir sind aber alle keine Profis und machen das just for Fun :)

    Liebe Grüße Sabine

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  7. Liebe Irmi
    was alles so früher war und heute ist es eine wahre Freude mit dem Kegeln und mit den Vereinen!
    Intressant wo und wie es war...
    Schönen Wochenstart!
    Lieben Gruss Elke

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  8. Moin liebe Irmi,
    vor der MS habe ich auch gekegelt - später auch zur Bowlingbahn mit meinen Kollegen. Bei Pumpen gab es grosses Gelächter :-)
    LG Helga

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  9. Liebe Irmi, das Kegeln beschied mir keine große Freude. Alle Neune, diesen freudvollen Ausruf gab es selten von mir zu hören. Dafür krönte mich die Kegelgesellschaft öfters zum König, dem Rattenkönig. Naja und dann verliert man auch die Lust.
    Dennoch nahm ich deine Rechercheergebnisse mit großem Staunen auf. Denn wer stellt sich immer wieder die Frage, woher kommt das oder welche Wurzeln stecken dahinter. Das im Kegeln einst so viel Konfliktpotenzial steckte, war nicht zu vermuten.

    Mit einem zünftigen "Gut Holz" danke ich dir für deinen Beitrag sehr und
    ich wünsche dir eine gute Woche mit viel Freude,
    egbert

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  10. Liebe Irmi, das ist mal wieder ein sehr interessanter Beitrag. Ich habe nicht gewusst, dass das Kegeln so oft verboten war. Man lernt ja doch nie aus.

    lg kathrin

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  11. Da habe ich aber Glück, dass ich heute und jetzt lebe, denn ab und an gehe ich gern mal eine ruhige Kugel" schieben"
    Dir einen guten Start in die Frühlingswoche und einen lieben Inselgruß
    Kerstin

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  12. Hallo liebe Irmi,
    das ist wieder ein toller, interessanter Beitrag und dann noch über das kegeln.
    Ich habe mir auch noch nie über den Ursprung Gedanken gemacht... jetzt habe ich wieder etwas dazu gelernt... Danke.
    Wir sind früher regelmäßig mit Freunden kegeln gegangen und es hat uns immer riesigen Spaß gemacht. Im Verein zu kegeln kam für uns nie in Frage, das ist dann immer ein "MUSS" und das wollten wir nie.
    Seitdem mein Mann und ich es mit der Bandscheibe haben geht es nicht mehr...schade.
    Nun fahren wir viel Rad zum Ausgleich und es macht auch Spaß. Man ist in Bewegung und sogar an der frischen Luft.

    Eine schöne neue Woche wünsche ich Dir...
    Liebe Grüße
    Biggi

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  13. Liebe Irmi,

    ich bin zwar überhaupt keine Ballsportlerin, aber kegeln kann ich recht gut. Auch Bowling macht Spaß, bei uns im Ort können beide Varianten absolviert werden.

    Neu war für mich auch, dass für das Kegeln Verbote existierten. Gut, dass man bei dir immer wieder Interessantes erfährt.

    Leider hat sich die Sonne hier verkrümelt, aber fröhliche Grüße sende ich dir trotzdem.

    Anke

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  14. Liebe Irmi,
    ich hätte nie gedacht, dass Kegeln schon eine so alte, historische Sportart ist.
    Gekegelt habe ich noch nie, aber die (schwere) Bowlingkugel habe ich schon mal gerne rollen lassen.
    Guten Wochenstart und liebe Grüße
    moni

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  15. Liebe Irmi, ich freue mich immer wieder von Dir zu lesen.Ich wünsche Dir auch eine schöne und Streßfreie Woche. Der Montag hat heute mit viel Nebel und Sprühregen angefangen aber wo ich arbeiten ging, da kam die Sonne raus. Nur frisch ist geworden. Mal sehen, wie die Woche wird.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  16. Sehr interessant liebe Irmi. Ich mag Kegeln eigentlich sehr gern.
    Liebe Montagsgrüße!

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  17. Interessant mal wieder, auch wenn ich nicht selbst kegele. Aber meine Eltern früher gingen hin und wieder zum Kegeln, aber nicht im Verein.

    Ich kegel Dir mal ganz liebe Abendgrüße zu, Irmi!

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  18. Liebe Irmi, bei uns wird beides betrieben, Kegeln und Bowling. Ich war auch in zwei Kegelvereinen.Einmal Frauen und Ehepaare. das hat Spass gemacht,konnte nur aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterkegeln.
    "Putz weg" und "Pudelwohl". Die Geschichte kannte ich aber nicht, danke Dir dafür!
    Danke auch für den Besuch bei den Affen, herzlichst Klärchen

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  19. Servus Irmi,
    "alle Neune" früher ja so zum Spaß mit Freunden - war immer eine Riesen-Gaudi! Das Gedicht sagt ja auch was Sache ist!! Wieder sehr lehrreich und "rückschauend" ;-)
    Schönen Gruß und "GUT HOLZ",
    Luis

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  20. also das habe ich alles gar nicht gewusst. Ich hätte gedacht das Kegeln ist was Bayerisches ;-)
    Danke wieder für die Info Irmi.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  21. Toll recherchiert, liebe Irmi,
    ich musste schmunzel, dass es diesen Sport schon seit Jahrtausenden gibt.
    Gekegelt habe ich gerne und die Strafen kannte ich auch ;o)

    Ich wünsche Dir eine frühlingshafte Woche und schicke sonnige Grüße aus dem Drosselgarten mit.
    Traudi

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  22. Liebe Irmi,
    da hast Du ja wieder interessante Fakten zusammengetragen.
    Ich habe mit meinem Männe 12 Jahre gekegelt, hat immer
    sehr viel Spaß gemacht. Leider hat sich der Club aufgelöst.
    LG
    Sigi

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  23. Oh, dass sind ja spannende Fakten, fand ich sehr interessant. Muss ich gleich mal meinem Mann erzählen, er war jahrelang aktiver Kegler. LG Romy

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.