Donnerstag, 1. Juni 2017

Dies und Das über den beginnenden Monat Juni

Heute beginnt der Monat Juni, der Rosenmonat. Der Mai ist Vergangenheit und hat zum Schluss noch einmal richtig zugelegt.



Sowohl im Julianischen Kalender als auch im heute gebräuchlichen Gregorianischen Kalender ist der Juni der sechste Monat des Jahres.


Der Juni (lat. Iunius) ist nach Juno benannt, der römischen Göttin der Ehe und Frau des Göttervaters Jupiter.
Im Deutschen wird der Monat in Abgrenzung zum Juli mitunter auch Juno genannt. Die veralteten Namen Brachet und Brachmond bezieht sich auf die Dreifelderwirtschaft des Mittelalters. Da das Jahr im römischen Kalender mit dem März begann, war der Juni damals der vierte Monat des Jahres. Um 700 v. Chr. wurde der Monat um einen Tag auf 29 Tage verkürzt. Mit der Einführung des Julianischen Kalenders erhielt der Monat seine aktuelle Position und Länge.
Am frühen Morgen ist es kaum zu überhören: die Vogellieder werden leiser, ihr Gesang dünner. Mit der Tag- und Nachtgleiche am 21. Juni wendet sich das Jahr, die Tage werden wieder kürzer. Das spüren auch die Vögel, deren Gesangsaktivität überwiegend von der Tageslänge gesteuert wird. Die Nachtigallen beenden ihren Gesang ebenso wie viele Grasmücken, Laubsänger oder Finkenvögel. Nicht alle gleichzeitig, aber der Morgen wird deutlich leiser.  Sogar die Amsel verstummt langsam.  


An Wegrändern, Böschungen und Gräben springen sie förmlich ins Auge: Tausende kleiner Schaumtropfen an Gräsern und Büschen leuchten weithin in der Sonne. Kuckucksspeichel nannten wir sie als Kinder, doch der Vogel ist diesmal unschuldig. Verursacher ist meist die Schaumzikade, deren Larven sich im Schaumhäuschen vor Vögeln verstecken. An diese Gebilde traut sich kaum jemand aus der Räuberschar heran, nur eine kleine Wespenart fischt sich die Larven aus dem Schaumbad.
Selbst bei trübem Wetter oder sogar bei Sprühregen fliegt es, das Große Ochsenauge. Der braune Falter mit der orangefarbenen Flügelbinde sitzt gerne auf Disteln und kehrt oft stundenlang auf eine Blüte zurück. Ganz aus der Nähe lässt sich sein Markenzeichen beobachten: Im dicken dunklen Fleck auf jedem Vorderflügel sitzt ein kleiner weißer Punkt. Bald werden die Weibchen ihre Eier an Gräser ablegen.




 Juni-Nachmittag
Der Juniregen rauscht im Blätterwald.
Vom stillen Flusse an der Insel steigt
Des Wassers warmer Rauch auf. Ringsum schweigt
DerVögel Stimme. Nur der Kuckuck ruft
Durch graue Dämmrung. Von des Waldes Boden
Erhebt der Duft sich von der toten Jahre
Versunknen Blättern, mischt sich dem Geruch
Der Felder, drauf die jungen Saaten blühn
Und des Holunders, der in Blüte steht
Am Waldesrand. Von ferne her erklingt
Des Kirchturms Läuten zu dem Vesperdienst.
Sonst hörst du keinen Laut, als nur des Regens
Eintönges Rauschen in dem Blätterwald.

- Georg Heym 1887-1912-

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,
    den Juni mag ich ebenso wie den Mai ganz besonders gerne. Es ist lange hell und die Natur verwöhnt uns mit mit ihren Schönheiten.
    Nachdem die Rosen im Garten ein wenig Anlaufschwierigkeiten hatten, präsentieren sie sich inzwischen in gewohnter Schönheit.
    Deine Ausführungen zum Juni fand ich sehr interessant. Vielen Dank!
    Einen wunderschönen Tag wünscht dir
    Heike

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  2. Moin liebe Irmi,
    im Rosenmonat haben meine Eltern geheiratet, leider sind beide schon lange im Himmel :-(. Ich leide nur, weil es schon so früh hell ist, dann kann ich auch nicht mehr schlafen. Bin im Grunde ein Winterkind, obwohl ich gestern Geburtstag hatte.
    LG Helga

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  3. eine wunderbares Posting liebe Irmi
    interessant von der Tierwelt zu erfahren was es auf sich hat so....
    Ich wünsche dir einen schönen Tag!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Liebe Irmi, so schön, Deinen Post zu lesen! Wundervoll hast Du alles beschrieben, so vieles habe ich nicht gewusst...
    glg Susanne

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  5. Jetzt ist er da, der Rosenmonat Juni, liebe Irmi. Ich genieße jetzt wirklich meine Rosenpracht und auch die unserer Nachbarn. Mal halten wir und dort ein Schwätzchen und bewundern all das, was jetzt ringsum blüht.
    So schön, wenn man morgens vom Gesang der Vögel geweckt wird, sich im Bett noch mal reckt und streckt und dann in den Tag startet.

    Einen ganz feinen Post hast du geschrieben. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  6. Ein schönes Heym -Gedicht hast du gewählt.
    Einen wunderbaren ersten Junitag wünscht dir
    Astrid

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  7. Bei uns wird der 1. Juni jährlich als Tag des Kindes oder Kindertag begangen. Mit dem Juni und den beginnenden Sommertemperaturen beginnt die schönste Zeit für die Kinder. Kühlendes Speiseeis an heißen Tagen, Wasserschlachten im Freibad, rasante Abfahrten auf den Wasserrutschen, Erlebnistouren und Entdeckungsreisen, viel Zeit mit den Eltern und Großeltern verbringen. Das alles nennt man wohl auch Ferien.

    Wie im Gedicht geschrieben, beginnt bei uns die Holunderzeit. Bereits die Blüten bieten viele Einsatzmöglichkeiten. Im Augenblick trocknen wir die Blüten. Später gelangen sie als wichtiger Bestandteil in unsere private Teemischung. Doch bis der getrunken wird, muss es erst wieder kalt werden. Doch daran denken wir am 1. Juni noch lange nicht. :)))

    egbert

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  8. Servus Irmi,
    eine lehrreiche Naturbeschreibung zum Juni - man achtet zu wenig darauf und wundert sich, warum der Vogelgesang nicht mehr da ist!!
    Einen schönen Tag,
    Luis

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  9. ein so schöner Beitrag Irmi :D
    und dann das Gedicht DANKE mit einem Lg vom katerchen

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  10. Liebe Irmi,
    ja. Der Juni ist da und das ist wunderschön! Bei ins blüht der Holunder, die Rosen bekommen täglich neue Knospen und Blüten...herrlich! Das der Vogelgesang weniger wird, wusste ich noch nicht. Echt interessant. Das sich am Monatsende die Tage wieder verkürzen werde ich einfach ignorieren;) Von mir aus könnte es mindestens drei Monate "Juni" geben...
    Viele liebe Grüße, Anke

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  11. Hallo Irmi, schnell rennt die Zeit und der Juni teilt das Jahr. Ja, leider wird der Gesang der Vögel immer leiser und dünner. Obwohl unsere Mönchgrasmücke noch kräftig ihre Stimme verlauten lässt, als wollte sie es uns noch einmal zeigen was sie kann, damit wir sie nicht vergessen den Winter über. Roesen habe ich nicht so viele, aber die wenigen erfreuen mich jeden Tag. Die Beschreibung von Egbert zum Thema Juni finde ich toll und genauso habe ich es als Kind auch erlebt Wasser, Eis und reichlich Sonne.
    Liebe Grüße
    von Edith

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  12. Im Rosenmonat haben wir geheiratet und sind immer noch zusammen.
    Mir wird auch bewusst, dass schon ein halbes Jahr vorüber ist, dabei liebe ich diesen Monat und den Sommer überhaupt.
    Sehr interessanter Beitrag.

    Alles Liebe und jetzt wünsche ich dir schon schon mal frohe Pfingsttage.

    Liebe Grüße von Mathilda

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  13. Liebe Irmi
    ein wunderschöner Beitrag für diesen "Juni"
    Ich mag den Juni, die noch moderaten Temperaturen, alles
    blüht, das Leben ist bunt.
    Wünsche dir frohe Pfingsten, lass es dir gut gehen.
    LG Sadie

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  14. Liebe Irmi,
    ein schöner Post. Den Mai und den Juni finde ich besonders schön. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass die Tage wieder kürzer werden.

    Liebe Grüße Sabine

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  15. Meine liebe Irmi,
    danke für diesen schönen stimmigen Post zum Junianfang! Ja, der Rosenmonat hat begonnen, bei uns stehen sie schon in voller Blüte und die ersten sind schon wieder verblüht ... alles ein wneig durcheinander in diesem Jahr! Aber, die Rosen haben soviele Knospen wie nie zuvor!
    Hab noch einen zauberhaften und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße und eine herzliche Umärmelung, Deine Claudia ♥

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  16. Hallo Irmi,endlich Feierabend! Ein arbeitsreicher -schwüler Arbeitstag ist zu Ende. Dankeschön für deine netten Worte bei mir,freue mich.bin aber selber schon gespannt wie das laufen wird mit der Verlosung :) ! das mit dem Vogelsang wusste ich nicht aufgefallen ist es mir aber schon .ich hatte schon die streunenden Katzen hier im Ort in Verdacht,da diese nur auf die Vögel aus sind !
    So dann wünsche ich dir einen feinen Abend mit herzlichen Grüßen Anna

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  17. Liebe Irmi, herzlichen, sonnigen Abendgruß.
    Ja, der Juni und auch der Mai sind das große Tor zum Sommer. Eine herrliche, bunte, Blütenzeit.
    Wie Du beschrieben, so besonders betrachtet habe ich noch nie den Monat Juni. Mit der anderen Kalendergestaltung habe ich mich noch nie tiefer beschäftigt, obwohl sie mir bekannt sind.
    Alles Gute, tschüssi Brigitte.

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  18. Liebe Irmi, nach Deinem wunderschönen Junipost mit dem Gedicht von Georg Heym, bleibt mir der Gedanke,Dir wunderbare Pfingstage zu wünschen, bleib gesund und munter. Danke für Deine immer interessanten Texte zur Aufklärung,
    liebste Grüße, Klärchen

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  19. Kuckucksspeichel - das hab ich zuvor noch nie gehört!:-) - Du hast uns wieder einen hervorragenden Post geschrieben, von dem ich nur lernen konnte! Danke dafür und ein frohes Pfingstfest! Martina

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  20. Danke für deine lehrreichen Informationen. Die Gebilde der Schaumzikaden kenne ich auch. Den Ausdruck Kuckucksspeichel dafür finde ich gut. Ich wünsche schöne Pfingsttage.
    LG Elke

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  21. Ich kann mich an den Speichel gut erinnern. Wenn wir als Kinder in den Wiesen Blumen gepflückt haben, haben wir die mit dem Speichel immer stehen lassen. Es wird wirklich nie langweilig bei Dir.
    Schönes Wochenende!
    Magdalena

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  22. ...ach würde der Juni doch so herrlich weiter gehen, liebe Irmi,
    wie er heute gestartet ist...ich sitze immer noch barfuß und kurzärmelig auf dem Balkon...die Vorhersagen sind leider jetzt schon anders,

    liebe Grüße birgitt

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  23. Beautiful nature, with every step forward.

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  24. Wunderschön ist dein Post wieder, liebe Irmi!
    Ja, mein liebster Monat im Garten, der Rosenmonat beginnt jetzt :-)
    Ich wünsche dir wunderschöne Pfingsten!
    Ganz viele sonnige Grüße
    sendet dir Urte

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  25. Liebe Irmi,
    im Rosenmonat habe ich Geburtstag und ich mag den Monat genauso wie den Mai:)
    Im Juni gehen wir auch in den Urlaub;) Wunderschön ist dein Post
    Ganz liebe Grüße
    Karina

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.