Mittwoch, 8. September 2010

Dies und Das über die Sprache


Es ist an der Zeit, nicht nur das Erlernen der deutschen Sprache für Migranten stärker ins Auge zu fassen, um einem braunen Star vorzubeugen. Auch geborene Deutsche sollten von Zeit zu Zeit ihren Wortschatz auf Trennschärfe überprüfen. Gerade jetzt, wo es mal wieder fetzt. Wie armselig ist es doch, in dieser Lage diverse Kontrahenten nur mit der übergreifenden Meta-Beleidigung, dem inflationären A- oder dem amerikanischen F-Wort abzuwehren. Deutsch hat herrlich genaue Zuschreibungen, wir greifen nur einige wahllos heraus: Da gibt es Taugenichtse und Tunichgute, Aufschneider und Besserwisser, Schleimer und Heuchler, Haarspalter und Korinthenkacker, Tagdiebe und Schönredner, Langweiler und Dummschwätzer. Bitte bedienen Sie sich. Es ist genug davon da.
(Gelesen in "Die Ecke" RNZ vom 7.9.2010)


Kommentare :

  1. Liebe Irmi, das ist mir jetzt a bissl zu spät für so anspruchsvolle Lektüre, sorry, ich lese morgen, wollte nur ne gute Nacht wünschen ;) Träum watschönes!

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  2. ähm ja ...genau das wollte ich auch schon immer sagen tun weil mein deutsch nämlich und überhaupt voll das supi gute is ne ..oder? okääää is halt Kroetendeutsch abba ich arbeite dranne:-)
    Nachti Irmili
    Dein
    Kroeti:-)))

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  3. Tja, die schöne deutsche Sprache, sie wird leider immer ärmer...?
    Viele Worte sind fast ganz verschwunden und durch enlische Begriffe ersetzt worden (wobei ich persönlich nichts dagegn habe, solange man die alten schönen deutschen Wörter/Redewendungen nicht ganz vergessen würde!)
    Liebe Grüße, Petra

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  4. Bei Tunichgut fallen mir gleich einige ein.
    Liebe Grüße

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  5. Liebe Irmi,

    üußerst anregend. Denke viel darüber nach.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  6. Icj glaube nicht, dass man die deutsche Sprache dahingehend wieder in die Köpfe bekommt, aber stellen wir uns mal eine andere Frage: Warum muss jede geäßerte Meinung überhaupt mit einer herablassenden Entgegnung erwidert werden. Streng genommen sind das doch alles Beleidigungen oder möchtest du gern als Dummschwätzer bezeichnet werden, wenn einer nicht deiner Meinung ist.

    Die Wurzeln des Übels sitzen da glaub ich viel tiefer.

    Herzlichst SHoushou

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  7. Die Deutschen Zuschreibungen sind zwar alle sehr schön, aber wer kann denn heute noch etwas mit Tunichtgut anfangen? Ich denke das gerade in der jungen Sprache ganz eigene Worte vorherrschen und die Ältere Generation beleidigt sich nicht, weil sie noch Anstand besitzen. Man sollte überhaupt niemanden Beleidigen. Hat man ein Problem, dann sollte man, so finde ich, und ich mache das meistens auch so, direkt zur Sprache bringen. Das kann einiges erklären und das meiste ist dann auch nur halb so schlimm, wie es vorher schien.

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  8. ...ein sehr interessanter Beitrag, liebe Irmi, Ich habe jedes Jahr den Adventskalender von Andere Zeiten und da war die Sprache und vergessene bzw aus der Mode gekommen Wörter vor 2 Jahren auch mal Thema und es gab dazu Kühlschranksticker mit Wörtern wie Konfekt, hanebüchen, blümerant, Labsal, Kleinod, hold... Da war ich ganz erstaunt, wieviele Wörter meine Kinder noch nie gehört hatten und das es mir bei einigen auch nicht einfach gelang, ihnen die Bedeutung zu erklären. Sie hängen immer noch alle an unserem Kühlschrank und so haben wir sie täglich vor Augen - benutzen sie im Alltag aber wohl auch nicht wirklich.
    Deine Vorschläge werde ich heute auch mal noch mit den Kids besprechen, die kennen sie großenteils bestimmt auch nicht.
    Ja, da machen wir es uns wohl ziemlich einfach mit den ganzen Verallgemeinerungen und haben doch so treffend genau Wörter.
    Liebe Irmi, ich wünsche dir einen sonnigen Tag, wenn vielleicht auch nicht draußen, so doch im Herzen. Ganz liebe Grüße von Birgitt

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  9. Oh wie wahr! Weil unsere schöne Sprache immer mehr verkommt, sollte man sich umso mehr mit den schönen klassischen Werken der Literatur beschäftigen. Lese z.Z. viele Gedichte von Christian Morgenstern. Herrlich.
    Einen schönen Tag wünsche ich Dir!
    LG Karoline

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  10. Irmi
    in ein Wespennest gestochen??
    finde auch unsere Sprache ist so reichhaltig an Begriffen..die sollten wir pflegen.

    LG vom katerchen

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  11. und die schaumschläger oder windmacher!

    moin irmi,
    beim stellinger hab ich bereits von dem gelebten wort geschrieben, das buch gehört nicht an die tür der wittenberger schlosskirche.

    es bleibt viel zu TUN, bei mir sind es die rasenkanten *ggg* und die späte mohnblüte die sich aufmacht...
    lg kelly

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  12. Ey Alder, manchma bin ich konkret krass mit deutsche Sprache überfordert...weiß du?

    LG aus Stetten a.H.

    Ute


    Wie sagte meine Kollegin so schön?

    Sag noch mal Alter zu mir und ich jage dich mit meinem Duden durch dein Ghetto!!!

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  13. *g* wegen Utes Kommentar :)

    oh je ..das sind so grundlegende Problematiken, glaub ich, die noch über das Erlernen der deutschen Sprache hinausgehen ..im kulturellen Bereich.

    Aber ganz sicher ist es sehr bedauerlich und traurig, daß unsere schöne Sprache in ihrer Anwendung doch immer mehr "verkommt", und daß selbst in öffentlichen Bereichen die Rechtschreibfehler zunehmen.

    Liegt das vielleicht an einer falschen Orientierung bei der Bildung? Ich stell gern die Behauptung zur Diskussion, dass eine Orientierung nach "oben" statt nach "unten" vielleicht gut tun würde.

    Also beispielsweise: nicht unbedingt erreichen zu wollen, daß so viele wie möglich das Abitur schaffen - selbst wenn dafür die Ansprüche gesenkt werden müssen.

    Natürlich ist das immer Ansichtssache .. :-)

    Liebe Grüße an dich,
    Ocean

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  14. Na also - geht doch ;-)
    LG - Elke

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  15. Vielleicht sollten wir allen Taubensprache zu gurren lernen. Das koennte das internationale Babelturm beenden!

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.