Sonntag, 19. September 2010

Dies und Das und unsere Gefühle

Bestimmen wir über unsere Gefühle, oder die Gefühle über uns? Wer kontrolliert eigentlich unsere Gedanken und Gefühle? Wie oft fühlen wir uns fremdbestimmt und ausgeliefert, wenn unsere Gefühle mit uns durchgehen. Wir reagieren gefühlsmäßig verärgert oder überschwänglich erleichtert. Und am Schluss ist man dann irritiert, daß wir uns nicht besser im Griff hatten. Wir können noch so alt werden, es wird immer dazu kommen, daß wir unsere Emotionen, unsere Gefühle nicht im Griff haben.
Man sollte in sich gehen und klar aussprechen, was man in gewissen Situationen fühlt.
Bin ich verärgert, traurig, eifersüchtig, fröhlich, gesellig, einsilbig, trotzig, unwirsch, zornig, liebevoll, verträumt, sanft, zärtlich - was auch immer gerade stimmungsmäßig passiert. Ich muß mich hinterfragen und für mich entscheiden, was evtl. falsch läuft bei mir. Denn eines steht fest, alles was wir empfinden, spiegelt sich in unserem Körper wider. Ein deprimierter Mensch ist unschwer an seinem gedrückten Gang zu erkennen.
Es sieht so aus, als ob eine schwere Last ihn zu Boden drückt.
Es gibt aber auch Situationen, in denen wir von einer Sekunde auf die andere unsere Gefühle ändern können. Allein durch die Veränderung unserer Körpersprache und des Gesichtsausdrucks können wir unsere Gedanken verändern. Wenn wir lächeln, werden auch unsere Gedanken und Gefühle freundlicher, heller und positiver. Denn wer mehr Freude im Leben hat, hat auch mehr Möglichkeiten.
Therese von Lisieux sagte: "Die Freude steckt nicht in den Dingen, sondern im Innersten unserer Seele" Dieser Weg nach innen ist oftmals schwerer, als die Freude im Außen zu suchen. Wichtig ist, daß wir akzeptieren, daß Lebensfreude kein Dauervergnügen ist. Sie will erarbeitet werden. Und sie lebt auch davon, dass die Gefühle schwanken. Nur wenn man neugierig auf das Leben bleibt, merkt man sehr schnell, daß man nichts im Griff hat, und nichts nach Plan verläuft. Und damit das Leben uns mit seinen außerplanmäßigen Ereignissen nicht völlig überrascht, sollte man die Alltagsroutine so oft wie möglich durchbrechen. Denn nur die Abwechslung schenkt uns das Gefühl von Lebendigkeit.
Nichts ist schlimmer, als sich zu verkapseln und gänzlich zurückzuziehen.

Kommentare :

  1. wie wahr, wie wahr... liebe irmi,
    ohne gefühle, welche auch immer, wären wir eine nutzlose hülle aus aus fleisch, knochen und blut, zu nichts zu gebrauchen, nicht lebendig.
    herzliche grüße und drückerle
    ela

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi,

    mir fiel auch schon oft der
    Gang eines Menschen auf, zum
    Beispiel Rudern mit den Händen.

    Was mir auch noch auffiel:
    Oft wird der Kopf schief gehalten.
    Das beobachte ich besonders oft
    auf Fotos.

    Lachen ist das Schlüsselwort:
    Ich lächle oft Menschen, die mir
    begegnen, an.
    Wache Menschen lächeln zurück.

    Solche Kleinigkeiten durchbrechen
    schon den eintönigen Alltag.
    Ich habe viel Fantasie, um Spannung
    zu erzeugen.
    Hochspannung gibt es selten,
    ist aber auch nicht nötig.

    Einen guten Tag
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  3. Um das zu vermeiden erfand man die Depressionen und dazugehörenden Depressiva, ein Markt der Gefühle...

    Servus und so long
    Kvelli

    AntwortenLöschen
  4. hallo Irmi
    Gefühle..die Dinge RICHTIG voll erlegen..so oder so..

    sonst ist man eine leere Hülle

    LG zum Wochenstart vom katerchen

    AntwortenLöschen
  5. Liebe irmi

    das ist aber schwer verdauliche Kost zum Montagmmorgen. Ist deien gefühlswelt durcheinander gewirbelt ( worden)?

    Ich hoffe, du hast deine Gefühle gut im Griff.

    LG Shoushou

    AntwortenLöschen
  6. Dramatisch, wenn man nicht mehr alleine aus dem tiefen Loch heraus kommt. Dann bedarf es dringend fachlicher Hilfe. Man sollte es nicht auf die leichte Schulter nehmen.

    LG aus Stetten a.H.

    Ute

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Irmi,
    die Gefühle immer herauszulassen ist schwer, weil jeder oft Rücksicht auf seine Umgebung nimmt.
    Da sollte man abwägen, denke ich.

    Sich mehr am Leben erfreuen, ist ganz wichtig. Oft hilft schon ein schöner Spaziergang, einen anderen Menschen anlächeln oder einen Freund anrufen, den man schon lange nicht gesprochen hat. Kleine Dinge eben....

    Liebe Grüße
    Katinka

    AntwortenLöschen
  8. ...danke für diesen Tagesimpuls, liebe Irmi, ganz sicher werde ich noch eine Weile darüber nachdenken und auch immer weider nochmal nachlesen. Mir fiel dazu was ein über die >menschen als Glückssucher, aber da muß ich erstmal noch nachforschen, wie das genau war.
    Wünsche dir einen schönen Montag, ist es bei dir auch so schön sonnig wie hier? Liebe Grüße von Birgitt

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Irmi,

    ich lese und denke darüber nach was du geschrieben hast und weiss gar nicht so wirklich was ich dazu schreiben soll.
    So lasse ich dir nur ganz ganz liebe Grüße da und wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.

    Ilona

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi,
    auf Elisabeth´s Hinweis bin ich nun bei dir gelandet.Wahre Worte,aber auch ein heikeles Thema.
    Das Positive Denken macht uns oft frei,was aber nicht kranken Menschen hilft.
    Wer Liebe in sich hat,gibt Liebe weiter.....
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  11. Ich lasse mich viel zu oft von äußeren Einflüssen runterziehen. Dabei kann ich doch selbst bestimmen, wie ich mich fühle.
    Schwere Aufgabe.

    P.S. Im Moment gehe ich wegen meines Rückens gebückt - nicht wegen der Laune ;o)

    AntwortenLöschen
  12. Oh je, Gefühle! Da kämpfe ich seit einiger Zeit mit!

    An manchen Tagen haut es mich fast um, so kenne ich mich gar nicht! *seufz*

    Meistens schaffe ich es selber, wieder auf ein normales Level zu kommen!

    Ich wünsch dir eine tolle Woche!

    LG Lucie :-)

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Irmi,
    Emotionen sind wichtig, sie machen uns aus. Schwierig wird es, wenn sie uns in jeglicher Situation beherrschen, manchmal kann das schmerzlich werden. Danke für Deinen Kommentar bei mir und das Kompliment. Wenn Du gern etwas möchtest, empfehle ich Dir was und würde Dir einen Erstbesteller-Rabatt gewähren. Ich habe auch noch andere Dinge im Angebot, die ich immer noch nicht eingestellt habe, einfach keine Zeit. Wenn Du magst, dann schreibe ich dazu noch eine Mail. LG Karoline

    AntwortenLöschen
  14. Das ist ja wie für mich geschrieben im Moment. Danke

    AntwortenLöschen
  15. Wir lernen relativ schnell, unsere Gefühle zu unterdrücken. Gesünder macht uns das nicht.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Irmi!
    Schöne und treffende Worte hast du gefunden. Ich bin jetzt leider hundemüde, um mich sinnvoll oder geistreich zu ergießen und lasse nur schöne Grüße da.

    LG Alice

    AntwortenLöschen
  17. Ich glaub' schon, liebe Irmi, daß wir die Macht über unsere Gefühle haben, aber leider nicht immer den erforderlichen Willen. Andererseits kann man manches auch biologisch erklären, denn Gefühle können auch durch z.B. hormonelle Störungen verursacht sein. Wer hier zuerst da war - die Henne oder das Ei, das ist hier die Frage... Aber schon, wenn man etwas falsch macht, wirkt sich das ja aus ... selbst wenn es unbewußt geschieht ... in unserem hochkomplizierten Organismus hängt alles zusammen ...

    Und dann ist da zum Beispiel noch die Sache mit den zu überwindenden Gefühlen (z.B. wenn man eigentlich vergeben sollte, es aber (noch) nicht kann ...

    Wer sich freilich in irgendwelche Gefühle hineingesteigert hat oder ent-täuscht ist, was i.d.R. auf einer vorherigen Selbst-Täuschung und zu hohen Erwartungen geschieht, findet manchmal den Weg dort hinaus nicht mehr allein ....

    Danke für diesen Impuls.

    Liebe Grüße zum Wochenstart
    Sara

    AntwortenLöschen
  18. Dein Beitrag regt sehr zum Nachdenken an - ich muss deine Worte auch erstmal sacken lassen! Macht Spaß darüber nachzudenken! Hätt ich ohne deine Anregung wohl kaum gemacht!

    Liebe Grüße, Summer

    AntwortenLöschen
  19. Hochs und Tiefs hat wohl jeder mal. Was wohl auch zum Leben gehört wie das Atmen. Man darf sich nur nicht drin verlieren. LG Inge

    AntwortenLöschen
  20. So ähnlich wie du das beschreibst, niedergedrückt, so war ich mal früher. Mittlerweile, d. h. seit vielen Jahren lasse ich meinen Gefühlen immer freien Lauf, aber immer mit Stil. Man kann das nämlich auch. Genauer - wenn mir was nicht passt, dann werde ich das sagen. Bestrebt bin ich jedoch immer, niemanden zu verletzen, denn das würde mir wirklich nicht gefallen.

    Eine schöne Woche, liebe Irmi, wünscht dir, Brigitte

    AntwortenLöschen
  21. Ich halte sehr viel von äußerer und innerer Bewegung. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen man sich dazu aufraffen muss. Das gehört zum Leben.
    Dein Eintrag ist sehr interessant.

    Liebe Grüße
    Barbara

    AntwortenLöschen
  22. Liebe Irmi, herzliche Grüße.
    Ich bin ein sehr emotionaler Mensch.
    Kann Freude immer zeigen und Traurigkeit lasse ich eher in mir, da halte ich mich zurück.
    Bin aber auch nicht in meinen Gefühlen launisch.
    Habe stets ein heiteres Gemüt.
    Wenn ich verärgert bin, dann kann es bei mir auch schon vorkommen, daß ich mein Gefühl nicht ganz im Griff habe und ich etwas lauter werde.
    Im allgemeinem bin ich gefühlsmäßig aber sehr ausgeglichen.
    Mein Mann läßt nur schwer Gefühle zu, dagegen ich oftmals zu viel Gefühl zeige.
    Da ich ein heiterer Mensch bin, habe ich mit meinen Gefühlen keine Probleme. So bin ich eben.
    Hatte in der Vergangenheit auch auf mein Bauchgefühl gehört und war damit gut beraten.
    Ich hoffe, daß Dich Dein Wohlgefühl gut durch die Herbstzeit bringt und wünsche Dir eine angenehme Woche.
    Tschüssi, winke, winke, Brigitte

    AntwortenLöschen
  23. Liebe Irmi,
    die eigenen Gefühle hinterfragen ist richtig, aber nicht immer muss es bei mir selbst falsch laufen. Gerade wir Frauen neigen viel zu gerne dazu, die Fehler immer bei uns zu suchen. Aussprechen ist auch gut, aber es ist oft schwierig, es auf die richtige Art und Weise zu tun. Oft empfiehlt es sich, erst mal eine Nacht darüber zu schlafen, bevor man überschwängliche Gefühle - egal welcher Art - herauslässt. Psychologen raten immer dazu auf die Formulierung zu achten. Aber das geht erst, wenn man sich wieder "im Griff" hat. Ich finde aber auch, dass Dampf ablassen auch ab und an sein darf (wenn ich dabei nicht gerade Amok laufe.)
    Lieben Gruß
    Elke

    AntwortenLöschen
  24. Gefühle zu haben ist nunmal menschlich - ohne sie wäre es furchtbar kalt.
    Einige Leute zeigen ihre Gefühle etwas ausgeprägter als andere.
    Auf jeden Fall will man kein "gefühlsloser" Mensch sein.
    LG KH.

    AntwortenLöschen
  25. Liebe Irmi,
    das hast Du sehr schön beschrieben. Es ist schon ein schwieriges Thema, der Umgang mit Gefühlen. Ich bin eigentlich eher ein emotionaler Mensch, dem man die Gefühle recht schnell anmerkt, was nicht immer von Vorteil ist.
    Liebe und nachdenkliche Grüße,
    Coco

    AntwortenLöschen
  26. Liebe Irmi,
    Gefühle machen das Leben erst zu dem was ist ... in allen Bereichen!
    Ich möchte nie ohne Gefühl sein!

    Eine schöne neue Woche mit vielen glücklichen Emotionen!

    Ganz lieben Gruß
    Lilo

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.