Dienstag, 26. Januar 2016

Dies und Das über einen genialen Räuber

Es handelt sich um den Ameisenlöwen, der im Jahr 2010 zum Insekt des Jahres gewählt wurde. Er gehört zu den interessantesten Tieren in unserer einheimischen Heimat.

http://naturschutzbund.at/tl_files/Inhaltsbilder/Wissen/Insekt_des_Jahres/Ameisenloewe%C2%A9J.GeppNaturschutzinstitut.jpg 
(Foto: Naturschutzbund)

Als Ameisenlöwen bezeichnet man die Larve der Ameisenjungfer, einem libellenähnlichen und nachtaktiven Fluginsekt, das zur Fortpflanzung Eier in sandigen Flächen ablegt. Aus diesen Eiern entwickeln sich dann nach zwei bis vier Wochen Larven mit faszinierenden Fähigkeiten - die Ameisenlöwen.
Es gibt verschiedene Arten, aber von besonderem Interesse sind diejenigen, die sich Fangtrichter bauen. Der Ameisenlöwe ist ca. eineinhalb Zentimeter lang, hat einen kompakten, ovalen Körperbau mit auffallend langen Kieferzangen. Seine Körperoberfläche ist mit Borsten versehen, die das umgebende Erdreich aufnehmen kann und ihn so optimal tarnt. Er lebt in sandigen Böden und hat eine perfekte Fangtechnik entwickelt.
Durch Drehbewegungen gräbt er sich im Sandboden ein und bildet dabei einen Trichter. Den Neigungswinkel des Trichters passt er dabei exakt an die Sandart und Körnung an, so dass Tiere, die in diesen Trichter gelangen, unweigerlich die Seitenwände zum Fließen bringen und so zum Trichterende gelangen. Dort wartet dann schon der Ameisenlöwe. Bestens getarnt packt er seine Beute mit den kräftigen Fangzangen, injiziert ein Gift und zieht die nun wehrlosen Opfer unter den Sand, wo er sie in Ruhe verzehren kann. Will das Beutetier fliehen, bewirft der Ameisenlöwe dieses mit Steinchen und läßt es so den Trichter hinabrutschen. Zu seiner Hauptbeute gehören, wie der Name schon sagt, Ameisen - aber auch andere Insekten.
Rund zwei Jahre führt der Ameisenlöwe dieses räuberische Leben als Larve, dann verpuppt sich die Larve und entwickelt sich später zu einer Ameisenjungfer, die wieder Eier im Sand ablegt. Daraus entwickelt sich dann die neue Generation dieser genialen Räuber.




Das Geheimnis des Glücks
liegt nicht im Besitz, sondern im Geben.
Wer andere glücklich macht,
wird glücklich.
(André Gide)

Kommentare :

  1. Meine liebe Irmi,
    das war wieder sehr interessant! Diesen kleinen Räuber kannte ich noch gar nicht!
    Das Teddybild am Ende ist so süß, da fällt mir ein, daß ich auch wieder mal einen Knuffelbären zum Leben erwecken sollte ...
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße und eine ganz liebe Umarmung, Deine Claudia ♥

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  3. Servus Irmi,
    schon als Bub hat mich dieses "Viecherl" bei unseren "Erkundungsstreifzügen" in den umliegenden Wäldern immer fasziniert. Dass es weltweit an die 2000 Arten geben soll, habe ich noch schnell nachgelesen.
    Schönen Tag noch,
    Luis

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  4. solche Biester und doch werden sie einen Sinn im Kreislauf der Natur haben..nur wir Menschen erkennen solche Zusammenhänge leider oft spät..zuspät
    LG in den Tag vom katerchen

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  5. Sehr interessant. Ich denke, dass jedes Lebewesen seinen Sinn und Zweck auf unserer Erde hat!
    Liebe Grüße
    Manu

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  6. Liebe Irmi,
    das ist hoch interessant, denn bislang konnte ich dieses Tierchen noch nicht zu ordnen, sah es aber auch nur einmal... Hab lieben Dank für diesen informativen Artikel und das absolut geniale Zitat zum Schluss...
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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  7. Liebe Irmi,
    interessant, was Du uns da über den Ameisenlöwen berichtest.
    Ich bevorzuge aber dennoch kleine, niedlich Bärchen. ;-)
    Liebe Grüße
    moni

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  8. Eigentlich sind Ameisen ja nützlich...nicht in der Wohnung, doch es wird schon seine Richtigkeit haben, warum es diesen Räuber gibt.

    LG Mathilda ♥

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  9. Den finde ich schon immer genial! Wie die Natur das so herrichtet!

    Lieben Gruß, Brigitte

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  10. Alles hat einen Sinn, jedes Lebewesen seine Berechtigung.Danke für die Vorstellung dieses kleinen Löwen. Ich kannte ihn nicht.

    Herzliche Grüße, Klärchen

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  11. Liebe Irmi,
    danke für die nette Info. Es gibt schon eigenartige Lebewesen. Und jedes hat seine Berechtigung und sein Auskommen...
    Liebe Irmi, seit kurzem bin ich wieder blog-aktiv. Dir wünsche ich, wenn auch mit arger Verspätung, für dieses Jahr 2016 viel Glück, Gesundheit (kannst Du, wie ich lese, gebrauchen) und viel Freude am Bloggen und am Kontakt mit Deiner zahlreichen Leserschaft hier!
    Ich möchte in Zukunft wenigstens ca. einmal wöchentlich meine Bloggerrunde drehen. Bis dahin tschüss, alles Liebe, Irmgard

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  12. und schon habe ich mal wieder etwas gelernt :)
    liebe grüße!

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  13. Liebe Irmi,
    das war spannend, was Du tolles ausgräbst , sehr lehrreich. Liebe Grüße Eva

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  14. Hallo liebe Irmi,
    nach längerer Abwesenheit bin ich nun wieder in der Bloggerwelt unterwegs. Meine Mutter ist ins Seniorenheim gezogen, und das war für alle keine leichte Zeit.
    Das war wieder ein interessanter Bericht. Wieder etwas gelernt. "Ameisenlöwe", da stellt man sich doch ein großes, gefährliches Tier vor!! Und dan ist es so ein merkwürdiges kleines Wesen.
    Dir liebe Grüße,
    Christa

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  15. ...die habe ich schon bei uns im Garten beobachten können, liebe Irmi,
    sehr interessant...also eigentlich haben wir nur die Trichter gesehen, in die die Ameisen dann scheinbar gefallen sind...faszinierend,

    lieber Gruß Birgitt

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  16. Liebe Irmi,
    Ja so etwas ist ja sehr schlau um Ameisen fangen zu können!
    Eine schöne Woche wünsche ich dir.
    Liebe Grüße,
    Mariette

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.