Mittwoch, 13. Dezember 2017

Dies und Das über die Meister im Netzbau

Ist es eigentlich bekannt, dass Kreuzspinnen verschiedene Arten von Fäden herstellen können? Das ist aber so.
Die einen sagen: Igitt, eine Spinne! Die anderen sagen: Pass auf, die ist gefährlich! Dabei muss man vor Kreuzspinnen keine Angst haben. Sie besitzen zwar Gift - aber für uns Menschen sind die Spinnen  normalerweise ungefährlich. Es sei denn, man hat eine Allergie gegen Insektengifte. Dann kann ein Biss unter Umständen gefährlich werden. Die Kieferklauen der Spinne sind aber eigentlich zu schwach und zu kurz, um unsere Haut zu durchdringen.
Auf dem Hinterleib haben die Kreuzspinnen  auffällige helle Punkte. Sie gaben den Tieren ihren Namen. Denn die Punkte bilden ein Kreuz.

Bildergebnis für Kreuzspinnen - kostenlose Fotos  
(Foto: Pixabay) 

Kreuzspinnen krabbeln in verschiedenen Farben umher: Gelblich und Hellbraun, Rot oder fast Schwarz. Die Farbe hängt davon ab, wo die Spinnen leben. Die dient ihnen zur Tarnung.
Kreuzspinnen sehen nicht nur cool aus. Sie können auch etwas Tolles: Sie bauen große Radnetze. Das machen aber nur Jungtiere und reife Weibchen. Die reifen Männchen sind in der Regel unterwegs, um nach Weibchen zu suchen. Etwa eine Stunde braucht die Kreuzspinne, um ein Netz zu bauen.
Doch wie fängt eine Spinne so etwas an? Sie sitzt zum Beispiel auf einem Ast. Nun spinnt sie einen dünnen Faden, der vom Wind davongetragen wird. Der Faden bleibt irgendwo hängen, zum Beispiel an einem anderen Ast. Die Spinne kann also nicht bestimmen, wo das Netz genau entsteht. Das hängt vom Wind ab. Wenn es windstill ist, können die Spinnen auch kein Netz bauen.
Für ein Netz ist dieser erste Faden noch zu dünn. Aber er kann das Gewicht der Spinne tragen. Beim Überqueren lässt die Spinne einen dickeren Faden heraus. Das ist der stabile Brückenfaden. Er bildet das Grundgerüst. Von der Mitte des Brückenfadens zieht die Spinne einen weitere Faden nach unten, zum Beispiel bis zum Boden. Nun geht es mit dem eigentlichen Netzbau los.
Kreuzspinnen können verschiedene Arten von Fäden erzeugen. Es gibt zum Beispiel die dicken Brückenfäden und superklebrige Fangfäden, in denen sich die Beute verfängt.
Und noch einen Trick hat die Spinne auf Lager. Wenn sie ein Netz aufgibt, frisst sie einen Teil der Fäden einfach auf - und kann sie später wiederverwenden.


Um den unendlichen Wert 
aller Dinge wahrnehmen zu können,
müssen wir dem Leben unsere volle und
ganze Aufmerksamkeit zuwenden.
(Jack Kornfield)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, liebe Irmi,
    der Aphorismus paßt mal wieder hervorragend zu Deinem Beitrag! Ich mag Spinnen sehr gerne beobachten und fotografieren, mich faszinieren sie sowieso, und als Fotomotiv erst recht!
    Ich wünsche Dir einen gut gewbten Tag! ;-)
    Liebgruß vom
    Tigerle
    🐯

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  2. Liebe Irmi
    ich bin ja kein Freund von Spinnen, aber auch wir haben im Garten in unserer Hecke
    immer wieder Kreuzspinnen, es ist faszinierend sie zu beobachten, also Angst machen
    sie mir nicht.
    Das Zitat finde ich toll.
    Ich wünsche dir einen Tag voller Aufmerksamkeit
    Liebe Grüße
    Sadie

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  3. Moin liebe Irmi,
    ich gestehe keine Spinnenliebhaberin zu sein. Aber inzwischen akzeptiere ich die Viecher. Werde nachher abgeholt zur Cortisoninfusion und hoffe, daß es mir dann endlich etwas besser geht.
    LG Helga

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  4. Meine liebe Irmi,
    danek für diesen schönen Post über die Fähigkeiten der fleissigen Spinnerinnen! Draussen im Garten beobachte ich sie immer sehr gern, auch, wenn sie ein Netz reparieren ...mit vielviel Eifer und Geschick, und blitzschnell das immer geht!
    Der Spruch am Ende ist so wahr!
    Hab einen schönen und entspannten Wochenteiler ☆.¸¸.•´☆!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen herzlichen Drücker, Deine Claudia ♥

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  5. Liebe Irmi, das ist total interessant. Letztes Jahr hat eine Kreuzspinne ihr Netz stets zwischen Terrasse und Kräuterschnecke gebaut. Sie wurde im Laufe des Sommers immer fetter :) Irgendwann haben wir sie umgesiedelt, denn ich mag die Tiere überhaupt nicht.

    LG Kathrin

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  6. Moin liebe Irmi,
    ich mag Spinnen und die Kreuzspinnen gehören für mich zu den Schönheiten. Leider habe ich die "Spinnenliebe" nicht an meine Tochter vererbt. Die hat Angst vor Spinnen.
    Deine Ausführungen über die Kreuzspinnen habe mir wieder einiges Neues vermittelt, vielen Dank dafür.
    Wo Spinnen in Gebäuden leben ist das Raumklima in Ordnung - das habe ich mal irgendwo gelesen. Bei uns leben Spinnen und ich lasse sie auch.
    Liebe Grüße, Inge

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  7. Liebe Irmi, ich finde Spinnennetze so faszinierend, vor allem im Herbst, wenn dann die Tautropfen daran hängen, gibt es fast nichts schöneres bei einem Spaziergang zu entdecken.
    glg Susanne

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  8. Da habe ich so noch nicht gewusst, Danke Irmi, dass ich wieder was lernen durfte.

    Besonders schön finde ich Spinnennetze, wenn sie im Licht schimmern oder noch schöner die mit den winzigen Tautropfen dran.

    lg gabi

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  9. Liebe Irmi,
    das ist wieder ein sehr schöner und informativer Post. Spinnen gehören zwar definitiv nicht zu meinen Lieblingstieren aber im Garten sehe ich sie doch gerne und Kreuzspinnen haben wir sogar recht viele. Die Netze sind allerdings sehr faszinierend, ich bewundere sie jedes Mal.
    Ich wünsche Dir eine schöne Adventszeit.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  10. Hallo Irmi, deinen Beitrag habe ich mit Interesse gelesen, denn ehrlich gesagt, habe ich mich mit den Eigenschaften der Kreuzspinne noch nie beschäftigt. Was die alles können und wie sie dies alles schaffen, ist schon ein Wunder.
    Spinnen in unserem Keller lasse ich prinzipiell wo sie sind. Aus anderen Räumen transportiere ich sie in der warmen Jahreszeit ins Freie, dabei nehme ich sie einfach in die hohle Hand und setze sie ins Gras. Im Winter bringe ich sie in den warmen Keller.
    Die Spinnennetze mag ich auch sehr, bin fasziniert von diesen Kunstwerken.
    Herzlichst, Hanlo

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  11. Spinnen und auch deren Netze gehören eben zu den Wundern der Natur, nicht nur wenn sie mit Tautropfen behangen im Sonnenlicht glänzen, sondern auch so. Spinnen sind eben wahre Baumeister, deshalb setze ich verirrte Exemplare immer zurück in den Garten.

    Liebe Adventsgrüße
    Arti

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  12. Mich faszinieren Spinnen sehr und ich mag sie - gehe mit ihnen so um wie hanlo geschrieben hat , dass sie sie behandelt. Ich hab auch kürzlich über "Ein Fachwerkhaus im Grünen" einen tollen Blog gesehen, wo ganz genau gezeigt wurde WIE die Spinnen ihre Netze gestalten... mit Zeichnungen - ich war echt fasziniert!
    Und der Spruch, den Du heute ausgesucht hast ist wunderbar, den muss ich mir mitnehmen!
    Ich wünsche Dir eine wunderbare restliche Woche Irmi- passt auf Dich auf!
    Liebe Grüße
    Susi

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  13. Was du immer informatives rauskramst, toll :)!
    Liebe Grüße!

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  14. Hallo liebe Irmi,

    ich hab überhaupt nichts gegen Spinnen, sind sie doch die Gesundheitspolizei im Haus. Wer wie ich mitten im Grünen wohnt hat auch immer mal wieder Spinnen im Haus und im Garten sowieso. Ich mag die zarten Tierchen und finde sie auch nicht ekelig, eher faszinierend was so so vollbringen.

    Liebe Grüße, Burgi

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  15. Es ist wirklich interessant, wenn man den Netzbau einer Spinne verfolgen kann - man braucht gar nicht so endlos viel Zeit dazu. Wieder interessant erläutert eines so alltäglichen Vorgangs in der Natur!!!
    Schönen Gruß,
    Luis

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  16. Sehr interessant, aber trotzdem nicht meins . Sorry aber ich mag sie einfach überhaupt nicht ;)
    LG heidi

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  17. Liebe Irmi!
    Ein ganz toller, informativer Post.
    Wenn jemand, so wie ich, das Grausen hat vor all diesen Krabbeltieren (für mich gehört die Kreuzspinne auch dazu *g*) dann beschäftigt man sich nicht gerne mit ihnen. Was aber ein Fehler ist, denn Du zeigst uns wirklich interessante Einblicke in das Leben dieser "Viecher". Ja, schön ist sie die Spinne, aber ihr Netz ist ein Wunderwerk für mich. Speziell im Herbst gefallen mir die Tautropfen von der Sonne beleuchtet besonders gut.
    Danke für Deine Ausführungen.

    Liebe Grüße und hab noch eine schöne Restwoche
    Elisabetta

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.