Montag, 13. November 2017

Dies und Das über die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb

Das in Krakau tagende Unesco-Komitee nahm die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb in die begehrte Welterbe-Liste auf. 
Die sechs Höhlen in Baden-Württemberg gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen - sie bergen nämlich einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit: aus Stoßzähnen gefertigte Miniaturen von Wildpferden, Mammuts, Löwen, Bären und Vögeln sowie Flöten aus Vogelknochen. Zeugnisse einer besonders  wichtigen Phase  der Menschheitsentwicklung, wie Experten betonen. Darüber waren sich auch sich auch die Welterbe-Experten einig. Einwände gegen die Nominierung gab es keine, stattdessen wurde  den deutschen Unesco-Delegierten überschwänglich gratuliert.
Jubel herrschte nicht nur in Polen. "Die Auszeichung ist eine große Ehre", freute sich auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried  Kretschmann über den Titel. "Die einzigartigen Fundstätten auf der Schwäbischen Alb zeigen, dass die Wiege der Kunst  und der Musik im Ach- und Lonetal zu finden ist",  fügte er hinzu. Der Unesco-Titel verpflichte Baden-Württemberg nun, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu erhalten, sagte er
Wer die Höhlen besucht, begibt sich  auf eine Tour zurück in eine Zeit, da der anatomisch moderne Mensch, der Homo sapiens, sich aufmachte, Kunstwerke, Schmuck sowie Musikinstrumente zu schaffen. Seit sich Forscher Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Alb ans Graben machten, förderten sie etliche  Zeugnisse eines menschlichen Wirkens zu Tage, das vor rund 40 000 Jahren erstmals klar über Verrichtungen zur Lebens- und Arterhaltung hinausging: Instrumente und Statuen, darunter auch  der 31 Zentimeter  große  "Löwenmensch" - ein Mischwesen zwischen einem aufrecht stehenden Menschen und einem Löwen, der davon zeugt, dass sich bereits Eiszeitmenschen mit mystischen Glaubensvorstellungen beschäftigen.
In den Eiszeithöhlen fanden Forscher auch die als älteste Frauenfigur geltende  "Venus vom Hohle Fels" - die rund 40 000  Jahre alte Dame wurde 2008 bei Grabungen in der Hohlefels-Höhle entdeckt.
(Quelle: Auszüge aus einer Dokumentation von Thomas Burmeister und Natalie Skrzypczak)

(Foto von Kreta)

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
(Sir Francis Bacon)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebste Irmi,
    solche Orte faszinieren mich! Danke für Deinen schönen und informativen Post hierzu!
    Hab einen guten Start in eine schöne und angenehme Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen festen Drücker, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  2. Moin liebe Irmi,
    ein sehr informativer Post - danke dafür :-).
    LG Helga

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Irmi
    Ausgrabungsfundstücke finde ich immer wieder
    sehenswert, ein Archäologe möchte ich allerdings nicht
    sein, das wäre mir viel zu fade, stundenlang zu graben ;-))
    Was mir heute besonders gefällt, ist dein Zitat!!!
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Tag
    Lg Sadie

    AntwortenLöschen
  4. Das sind ja wirklich interessante und faszinierende Fakten. Löwen als Eiszeitkunst in Baden- Württemberg da fangen gleich alle Gehirnzellen an zu denken.
    Toll, wenn solche Funde gemacht werden. In Museen würde ich mir öfter die Interpretation an Ausstellungsstücken wünschen als nur die Fakten von Alter und Fundort.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche wünscht dir
    Arti

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,
    es ist immer wieder spannend in der Geschichte zu forschen und dann ncoh gute Fundstücke zu finden. Hier bei uns am Kaiserstuhl und Umgebung waren die Kelten und die Römer, es gibt von hier sehr schöne Fundstücke die man im Museeum in Freiburg bestaunen darf. Ich bin mit einem Archäologischen Ehepaar befreundet, der Mann arbeit in diesem Museeum und hat extra für Ihringer eine exellente Führung gemacht.
    Dir eine schöne Woche undliebe Grüße
    von Edith

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Irmi,
    es ist immer wieder faszinierend, was auch heute noch ausgegraben wird. Inzwischen geht man ja zum Glück vorsichtig und behutsam an solche Fundstätten heran.
    Angenehmen Wochenstart und liebe Grüße
    moni

    AntwortenLöschen
  7. Servus Irmi,
    wiederum hast du es geschafft Neugier zu wecken!!! Habe mir sofort mehr zu diesen Eiszeithöhlen angesehen und brauche jetzt nicht mehr "ganz so dumm sterben" ;-)) - Danke!!!
    Gute Woche,
    Luis

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Irmi, solche Orte sind einfach immer etwas ganz Besonderes!
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Irmi,

    Du hast uns wieder einen sehr guten Post über die Vergangenheit geschrieben. Wenn ich das manchmal höre oder lese, bewunder ich die Geduld die Archäologen haben.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

    AntwortenLöschen
  10. Hallo Irmi, ich finde solche Geschichten immer äußerst spannend. 40.000 Jahre.... dieser Zeitraum übersteigt meine Vorstellungskraft, ich habe ganz große Ehrfurcht vor all den Kenntnissen, Erfindungen und Wissen unserer Vorfahren. Schön, dass du uns an unterschiedlichsten Themen teilhaben lässt! Dankeschön! Herzlichst, HanLo

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Irmi
    Grossartig dass sie aufgenommen wurden. Ich finde das toll und so was besonderes von früher so zusehen!
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Irmi, das klingt ja spannend. Bei uns in Österreich wurden nun Felsenritzereien aus der Steinzeit erhoben. So etwas ist immer wieder interessant.

    LG Kathrin

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.