Donnerstag, 23. November 2017

Dies und Das über Kürbisse

Wenn ich zurückdenke, so gab es den süß-sauer eingelegten Kürbis im Glas. Ich habe ihn sehr gern gegessen. Andere Kürbisgerichte standen nicht auf dem Speiseplan bzw. waren nicht bekannt.
Das hat sich in den letzten 10-15 Jahren geändert.. Der Kürbis ist eine wärmehungrige Pflanze. Er ist vielseitig verwendbar und sehr gesund. Heute wird er als klassische Suppe, pikante Kuchen und Gratins serviert. Und natürlich ist er ein Symbol zu Halloween.


Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, viel älter als Mais und Bohnen. Dabei wurden diese drei Gemüsearten früher –teilweise auch heute noch als perfekte Mischkultur bei den Indios in Mittelamerika angebaut: Der Mais dient der kletternden Bohne als Halt. Der Kürbis beschattet mit seinem Blattwerk den Boden und verhindert die Wasserverdunstung.
Bei dem Indianerstamm der Navajos war der Kürbis eine heilige Pflanze.
Zur Zeit der Entdeckung Amerikas gab es bereits züchterisch bearbeitete Kürbisse. Christoph Kolumbus beschrieb den Kürbis als wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken, und in Amerika ist die Begeisterung für Kürbisse bis heute ungebrochen.
Durch die Seefahrer gelangten schon bald nach der Entdeckung Amerikas Samen einiger Arten an europäische Fürstenhöfe und in die Klostergärten, z.B. auch die „Ufos“. Diese „neuen“ Kürbisse verdrängten die bis dahin in Europa kultivierten Flaschenkürbisse der Gattung Lagenaria.
51 Jahren nach der Entdeckung Amerikas wird eerstmals ein amerikanischer Kürbis in der deutschen Literatur erwähnt („New Kreuterbuch“ von Leonhart Fuchs).
Die Flaschenkürbisse stammen vermutlich aus den tropischen Regionen von Zentralafrika. Durch die Meeresströmung gelangten Früchte mit keimfähigen Samen nach Südamerika. Archäologische Funde besagen, dass schon vor 12.000 Jahren der Flaschenkürbis in Peru, vor 9.000 Jahren in Mexiko und vor 5.000 Jahren in Ägypten bekannt war.
Von Botanikern wird der Kürbis als eine Panzerbeere bezeichnet. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Beeren und größten Samen. Mit über 90 % Wassergehalt gehört der Kürbis zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis = Korb, Gefäß ab. Kürbisse zählen zu den Fruchtgemüsen, sind einjährige Pflanzen und einhäusig, blühen aber getrennt geschlechtlich.
Das bedeutet, dass sich auf einer Pflanze männliche und weibliche Blüten (zu erkennen an dem kleinen Fruchtansatz) befinden. Die weiblichen Blüten müssen durch Insekten –vorwiegend sind es Bienen- bestäubt werden.
(Quelle: Kulturpflanzen der Welt)


Je länger man lebt, desto deutlicher
sieht man, dass die einfachen Dinge
die wahrhaft größten sind.
(Romano Guardini)

Kommentare :

  1. Moin liebe Irmi,
    da sind wir gleich - ich kannte auch nur den eingelegten Kürbis und mochte ihn gerne :-). Ich habe mal so eine Kürbissuppe probiert - war nicht mein Fall. LG Helga

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  2. Suppe und Deko , das ist für mich der Kürbis . Selten verwende ich ihn anders . Alle bisherigen Versuche waren nicht überzeugend. Wo bei ich immer alles ausprobiere was sich nur irgendwie gut anhört ;)
    LG Heidi

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  3. In diesem Jahr habe ich noch garkeine Kürbisssuppe gekocht, fällt mir bei deinem Post ein, das muss schnellstens nachgeholt werden. Deine Ausführungen über den Kürbiss ist sehr interessant, wo sich der überall rumtreibt in der Welt.
    Dein Zitat von Guardini trifft, je älter man wird, immer häufiger zu, es bewahrheitet sich wirklich, das Einfachste ist gesund.
    Liebe Grüße
    von Edith

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  4. Liebe Irmi
    der Kürbis habe ich erst vor paar Jahren entdeckt als Kürbissuppe jedes Jahr Standard schon zu kochen und ein zu frieren. Interessant so alles über den Kürbis seine Bedeutung zu lesen und ich finde das ist noch wichtig zu wisssen
    100 g Hokkaido-Kürbis decken etwa ein Drittel empfohlenen Tagessolls an Beta-Karotin. Noch ein Grund, die Schale mitzuessen: sie enthält extra viel Beta-Karotin! Außerdem hat Hokkaido-Kürbis noch beachtliche Mengen an Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor zu bieten.
    Ich wünsche dir ein schönen Tag
    Lieben Gruss Elke

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  5. Liebe Irmi, da fallen mir doch glatt meine eingelagerten Kürbisse ein. ;O)))
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  6. ...das erinnert mich, liebe Irmi,
    dass ich noch 3 Hokkaido von der Gartenernte im Keller liegen habe und mal wieder was mit Kürbis machen sollte...eingelegten Kürbis oder gar Kompott mag ich allerdings gar nicht...Kindheitstrauma ;-)???

    dir einen guten Tag,
    liebe Grüße Birgitt

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  7. Liebe Irmi
    ich bin in der Steiermark aufgewachsen, mit Kürbissen ;-)
    bei uns gab es Gerichte in allen Variationen, meine Oma
    hat viel experimentiert und es war alles sehr lecker. Erst in
    den letzten Jahren erlet der Kürbis wieder seine Renaissance und ich
    find es klasse.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Tag und danke für den Bericht.
    Lg Sadie

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  8. Liebe Irmi, Kürbisse in allen Farben und Größen. ich habe noch zwei Hokaidokürbisse liegen als Deko. Du erinnerst mich, sie nun bald zu verspeisen.
    Das Gedicht beinhaltet wahres, sehr schön!
    Danke für den Kürbispost, herzlichst Klärchen

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  9. Liebe Irmi, ich kannte auch nur den eingelegten Kürbis meiner Mutter, den mochte ich sehr gerne. Ansonsten bin ich kein so großer Fan von Kürbis. Dein Post war auf alle Fälle interessant. Hier in Andalusien sieht man sehr selten einen Kürbis. Bei uns auf dem Wochenmarkt habe ich bislang noch gar keinen gesehen. Ich glaube, dass es den Leuten hier auf dem Land nicht in den Sinn käme, einen Kürbis nur als Deko hinzulegen. Das kleine Gedicht hat mir gut gefallen. Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag und sende liebe Grüße, Angelika

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  10. Hallo Irmi,
    ein Herbst ohne Kürbisse ist für mich unvorstellbar. Bis weit nach Weihnachten liegen Kürbisse bei mir auf der Fensterbank und werden nach und nach aufgegessen. An einem kalten Tag ist eine heiße Kürbissuppe mit viel Ingwer und Chilli eine Wohltat.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  11. Liebe Irmi,
    Kürbis ist für mich eine Frucht, die so vielseitig verwendbar ist, wie kaum eine. Sie dient Deko-Zwecken, man kann damit kochen, backen und was das Beste ist: sie benötigt kaum pflege im Garten und wuchert quasi von selbst.
    Liebe Grüße
    Manu

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  12. Liebe Irmi,
    spannend sind sie schon, Deine Infos über dieses Riesen-Gemüse, das jetzt auch bei uns Einzug gehalten hat und zwar in jeder Form und Farbe.
    Ich gestehe allerdings, ich freue mich nur über die Vielfalt von Form und Farbe, essen mag ich sie nicht, sie schmecken mir einfach nicht.
    Lieben Gruß
    moni

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  13. :) Und ich finde Kürbisse richtig toll :)!
    Liebe Grüße an dich!

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  14. Ich mag Kürbis sehr, obwohl ich ihn vielleicht vor zehn Jahren kennengelernt hatte....
    Herzlichst
    yase

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  15. Servus Irmi,
    die Bezeichnung "Panzerbeere" kannte ich noch nicht - gefällt mir!!
    Dein "Dies und Das" über den Kürbis, wie immer sehr lesenswert!!
    Gute Zeit,
    Luis

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  16. Liebe Irmi,

    ja, gerade diesen eingelegten Kürbis hat meine Oma immer gemacht und ich heuer das erste Mal auch. Mal sehen wie er hier ankommt denn meine Männer kennen den Geschmack nicht. Ich habe den Kürbis dieses Jahr auch das erste Mal zum Kuchen backen verwendet und für Marmelade die wirklich super lecker schmeckt. Ein richtig altes Gemüse ist das!!

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  17. Den Kürbis gab es in meiner Kindheit im Dorf auch nicht als Gemüse ( obwohl ich durch die vielen Flüchtlinge aus dem Banat mit allerhand Exotischem im Kontakt gekommen bin ). Später habe ich die eingelegte Variante schon mal gegessen. Ich bin bis heute auch kein großer Fan, finde Kürbisse aber als Dekomaterial ganz hübsch.
    LG
    Astrid

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  18. Liebe Irmi, ich bin absoluter Kürbisfan. Ich esse ihn eingelegt, als Suppe, aber auch gebraten oder gedämpft. Sieht gut aus, schmeckt gut und ist total gesund. Und die Kürbiskerne schmecken auch so gut!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für dich

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  20. Meine liebe Irmi,
    danke für den schönen Kürbispost! Ja, man kann warhlich viele leckere Sachen daraus zubereiten! Ich mag ihn eigentlich in allen Varianten!
    Dien Spruch am Ende ist wieder sehr schön gewählt und so wahr!
    Hab einen schönen Tag und einen guten Start in ein gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen herzlichen Drücker, Deine Claudia ♥

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.