Samstag, 22. April 2017

Dies und Das über unsere Wege

Sie sind oftmals unerkennbar, verschlungen und steinig. Aber es ist unser Leben. Wir müssen damit zurechtkommen.
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Einstein war ein kluger Mann. Er hat es kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Wir neigen dazu, oftmals zu jammern und alle und jeden für unsere Misere verantwortlich zu machen. Wir sollten uns jedoch darauf besinnen, warum es so ist und unser Leben in beide Hände nehmen und versuchen, eine Änderung herbeizuführen. Das geht nicht? Oh, doch - und wie das geht.



Hier kann man nicht sehen, wo die Straße endet. Irgendwo dahinten. Was mag da sein? Wir müssen neugierig bleiben. Dahinten ist etwas Neues. Etwas, was erobert werden will. Aber wenn man nur mit gesenktem Haupt dahintrottet, bleibt es uns verborgen. 

Wege, die in die Zukunft führen,
liegen nie als Wege vor uns.
Sie werden zu Wegen erst dadurch,
dass man sie geht.
Franz Kafka


Manchmal bleiben wir einfach stehen - wollen nicht mehr weitergehen. Es ist doch alles so sinnlos,
so ohne Zweck. Nein, das ist es eben nicht. Es gibt immer wieder ein Weiter, einen neuen Weg. Wenn man älter wird, sind diese Wege etwas mühevoller - mit vielen Steinen gepflastert. Aber auch da geht es weiter - immer weiter.

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Ein solcher,  riesengroßer Stein lag da, als ich meine Krebsdiagnose bekam. Zuerst war ich geschockt. Dann kamen Überlegungen, wie soll es weitergehen? Ich bin ganz allein! Nach einiger Zeit kam ich zu dem Resultat: Noch lebst du. Es ist noch nicht alles aus. Ich entschloss mich zur Therapie.
Der Tumor ist inoperabel. Also Chemo und Bestrahlungen. Darüber möchte ich einfach nicht mehr reden. Nur soviel: Ich fuhr jeden Tag zur Bestrahlung nach Heidelberg - 5,30 Uhr ging es los. 40 Mal.
Die Chemo bekam ich in der ersten und in der letzten Woche. Das war stationär - und ununterbrochen. Ich habe es überstanden. Und dann habe ich mich vor 3 Jahren dazu entschlossen, nun nichts mehr zu unternehmen - es auf mich zukommen zu lassen. Das war ein schwerer Weg. Aber ich bin ihn allein gegangen - habe Steine aus dem Weg geräumt und lebe immer noch. Aus dem einen Jahr (prognostiziert) sind bereits drei Jahre geworden. Ich bezeichne ihn als Feind. Wenn er sich zeigt, lache ich ihn aus und sage: Noch hast du mich nicht besiegt! Also war es bisher ein erfolgreicher Weg. Was mich am Ende dieses Weges erwartet, weiß ich noch nicht.

Ein Stück des Weges
liegt hinter Dir,
ein anderes Stück
hast Du noch vor Dir.
Wenn Du verweilst,
dann nur um Dich zu stärken,
aber nicht um aufzugeben.
Augustinus von Hippo


Wenn man so alt ist wie ich, dann ist der noch zu gehende Weg begrenzt. Aber jetzt
versuche ich Pfade zu gehen, auf denen Blumen wachsen und man die Vögel singen hört.

Die Normalität ist
eine gepflasterte Straße;
man kann gut darauf gehen,
doch es wachsen
keine Blumen
auf ihr.
Vincent Willem van Gogh 
Ich wünsche meinen lieben Leserinnen und Lesern ein erholsames, sonniges Wochenende. Habt es fein. Bis zum Montag, tschüss!

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden,
wer entscheidet, findet Ruhe,
wer Ruhe findet, ist sicher,
wer sicher ist, kann überlegen,
wer überlegt, kann verbessern.
Konfuzius

Donnerstag, 20. April 2017

Richtig angewandt, sind sie gesund...

Richtig angewandt, sind diese Wildkräuter wirklich besser als ihr Ruf. Sie bereichern jeden Speisezettel.
Löwenzahn
Die grünen Blätter können in der Küche als Gemüse oder als Suppe verwendet werden. Smoothie-Fans können die Pflanze püriert als Saft oder Tee genießen.
Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter die am Stängel austretende  "Milch"  auf Warzen tupfte.
Davon sollten sie verschwinden. Ich weiß aber nicht mehr, ob das auch so war. Auf den Löwenzahn komme ich noch gesondert zurück.

Bärlauch
Ob im Brotaufstrich, im Quark oder als Nudelsauce: Bärlauch ist in der Küche schon längst kein Unkraut mehr. Man kann es auch gut als Pesto aufbewahren.
Aber Vorsicht beim Sammeln: Man kann die Blätter leicht mit denen der Maiglöckchen verwechseln. Und die sind extrem giftig!

Brennessel
Genau wie der Löwenzahn können Brennesseln  zu Gemüse, Suppe oder Smoothies verarbeitet werden. Bei der Ernte sollte man aber besser Handschuhe anziehen.
Im Frühjahr sollte man mit Brennesseltee entschlacken. Das tut wirklich gut.

Giersch
Der unzerstörbare Giersch nervt die Gärtner! Aber er ist auch essbar, beispielsweise als Gierschsuppe, Gierschsalat oder in einem Kräuterdip.

Gänseblümchen
Gänseblümchen regen den Stoffwechsel an, sind gut für die Haut und für die inneren Organe. Man kann sie als Salat, Suppeneinlage oder Tee verwenden.
Da die Verwendung der Gänseblümchen mehr als interessant ist, werde ich den kleinen Blümchen noch einen besonderen Post widmen. 

Schafgarbe
Creme, Tee, Limonade oder als Schafgarbe auf der Zuckerrübe: Ein heilendes Unkraut, das vielfältig nutzbar ist.

Sauerampfer
Sauerampfer ist eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Sauce. Aufgrund seines sauren Geschmacks, kann er in der Küche Zitrone oder Essig ersetzen.


„Da flehen die Menschen die Götter um Gesundheit an,
und wissen nicht, dass sie die Macht darüber selbst besitzen.”
 ~ Demokritos ~


Mittwoch, 19. April 2017

Grabeland und Stoppeln



1946 - der Krieg war zu Ende, aber die Verpflegung war nicht gesichert. Mal gab es die notwendigen Lebensmittel, mal nicht. Da waren die Familien froh, die über ein so genanntes Stück  "Grabeland"  verfügten.
In den Städten waren das Landstücke, die halfen den Eigenbedarf an Kartoffeln und Gemüse zu decken. Ehemalige Schrebergärten oder auch ein einfaches Stück Land hinter Ruinen. Jede Möglichkeit wurde genutzt . Auf dem Land bestand die Möglichkeit, vom Bauern ein vom Ackerland zugewiesenes Stück zur eigenen Bewirtschaftung zu erhalten.
Es gab aber auch noch eine andere Möglichkeit, an Getreide und Kartoffeln und andere landwirtschaftliche Produkte zu kommen. Das  "Stoppeln". Unter Stoppeln verstand man die Nachlese von schon abgeernteten Feldern. Viele Bauern genehmigten das. Wo es nicht genehmigt war, haben wir es im Halbdunkel des Abends  trotzdem getan.
Bei der Ernte von Getreide fallen immer auch Ähren auf die Erde. Diese wurden aufgelesen und in einem umgehängten Sack gesammelt. Ob es nun Weizen oder Roggen war, spielt keine Rolle. Das Ergebnis der Sammlung war ein hochwertiges Mehl.
Bei den Kartoffeln war es ähnlich. Man konnte immer welche finden. Entweder sie mussten aus der Erde gegraben werden, wenn nicht tief genug gepflügt worden war oder aber es waren leicht durch das Pflugmesser beschädigte Kartoffeln. Das spielte aber keine Rolle. Man konnte sie immer, ausreichend für mehrere Mahlzeiten, finden.
Und wenn ich mich zurück erinnere: Es hat uns Kindern auch Spaß gemacht. Wir sahen das alles mit anderen Augen - und es gab etwas zu Essen.


Die Kartoffel
Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
du Ungleichrunde,
du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
du Vielgequälte,
du Gipfel meines Entzückens.
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens,

Mit der Gabel - sei stark!
Ich will auch Butter und Quark
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Musst nicht gleich so ängstlich dampfen.
Ich möchte dich doch noch einmal erfreu'n.
Soll ich den Schnittlauch über dich streu'n?

Oder ist dir nach Hering zumut?
Du bist ein rührend junges Blut.
Deshalb schmeckst du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
so tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, dass du eine Edelknolle
Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt.
 Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Dienstag, 18. April 2017

Dies und Das über das Essen

Die Osterfeiertage sind Vergangenheit - das Wetter war nicht gerade berauschend. Vielleicht wurde aus diesem Grund etwas zu viel genascht.
Es ist uns bekannt, dass wir ziemlich irrationale Esser sind. Nimmt ein beleibter Kellner unsere Bestellung auf, neigen wir dazu, etwas mehr zu bestellen. Andererseits vertrauen wir fast blind einer gertenschlanken Hollywood-Schauspielerin, wenn sie uns Diätprodukte anbietet. Runde Pralinen kommen uns süßer vor als rechteckige und das Erdbeermousse vom weißen Teller geschmacksintensiver als jenes vom dunklen.
Julien Schon, einer der jüngsten Küchenchefs der hiesigen Region, sieht die Esskultur in Gefahr. Er meint, dass es den meisten nur noch ums Sattwerden geht. Es ist aber doch so, dass das gemeinesame Kochen und Genießen Glücksgefühle beschert. Der Nachwuchs ist schwer zu finden. Die meisten machen die Lehre nicht zuende. Durch die vielen Kochsendungen im Fernsehen kann man den Eindruck gewinnen, dass jeder nur noch Fernsehkoch werden möchte. Das gelingt jedoch den Wenigsten.
Die Heidelberger Buchautorin und Psychologin Diana von Kopp hat mit Melanie Mühl die Welt der Verhaltenspsychologie in Bezug auf unser Essverhalten untersucht und mit  "Die Kunst des klugen Essens" ein sehr unterhaltsames Buch geschrieben. Sie stellten übereinstimmend fest: "Unser Unterbewußtsein nimmt uns gelegentlich das Heft des Handelns aus der Hand". Und sie führen ein überdenkenswertes Beispiel an: Hersteller nennen ihre Produkte  "regional"  oder  "aus kontrolliertem Anbau", obwohl es keine Garantie dafür gibt. Wir aber sind bereit, für solche vermeintlich  grünen Produkte 45 Prozent mehr Geld auszugeben. Dies ist evtl. gerechtfertigt, wenn wir unsere Ware in einem Hofladen kaufen können, also direkt vom Erzeuger.

Die Kunst des klugen Essens: 42 verblüffende Ernährungswahrheiten  


Fünf Köpfe bringen einen guten Salat zustande:
Ein Geizhals, der den Essig träufelt,
ein Verschwender, der das Öl gibt,
ein Weiser, der die Kräuter sammelt,
ein Narr, der sie durcheinander rüttelt,
ein Künstler, der den Salat serviert.
(Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Samstag, 15. April 2017

Dies und Das über Ostern



Meine Gedanken schweifen wieder einmal zurück in meine Jugend. Es war Ostern 1947.  Es gab nicht viel, aber irgendwie hatte mein Vater ein paar Eier ergattert. Sie wurden abgekocht und dann
mit Zwiebelschalen gefärbt. Das ergab wunderschöne Muster.
  

Das Wetter war schön und am Ostersonntag  wurde ein Spaziergang unternommen. Ich hatte ein kleines Körbchen dabei, für den Fall, dass es Eier zu finden gab. Und es gab. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass es immer  dieselben waren. Die Freude war groß - und als ich gar noch einen kleinen gehäkelten Osterhasen fand, war ich mehr als glücklich. Den habe ich heute noch. Schokolade gab es nicht. Aber einen Lutscher habe ich bekommen. Rot und süss. Das war wohl die Hauptsache. Am meisten habe ich mich aber über vier Buntstifte gefreut. Das war etwas Besonderes
Das damalige Osterfest ist nicht vergleichbar mit den heutigen. Aber es war trotzdem schön und wir haben nichts vermisst.

Mit dem nachfolgenden Gedicht aus Goethes-Faust verabschiede ich mich in die Osterfeiertage.
Habt es fein - genießt die Feiertage. Tschüss bis zum Dienstag. Diese kleine Pause habe ich dringend nötig.



Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Strassen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.



 

Mittwoch, 12. April 2017

Man hat noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen...

Unverständnis und Vorurteile wegen Diabetes – und immer wieder Situationen, die andere Menschen eben nicht erleben.  
Auf die Ernährung achten, den Blutzucker messen, Medikamente einnehmen oder Insulin spritzen: Wer meint, dass Diabetiker damit schlechter leben als andere Menschen, hat oft Unrecht. Moderne Techniken  erleichtern das Blutzuckermessen etc.
 "Diabetes, das bekommen doch nur die, die sich zu wenig bewegen und zu viel Süßes essen." Lerne ich neue Menschen kennen, werde ich immer wieder mit diesem Vorurteil konfrontiert. Ich erkläre, dass Diabetes-Typ-1 eine Autoimmunerkrankung ist und dass bei Typ-2-Diabetes auch die Gene eine Rolle spielen. Trotzdem werde ich irgendwie immer in die Verteidigungsrolle gedrängt, die mir so gar nicht passt. Ich kann nichts dafür, dass ich Diabetes habe!
Das größte Vorurteil bei Diabetes ist meiner Erfahrung nach, auf keinen Fall Zucker essen zu dürfen. Damit werde ich fast jeden Tag konfrontiert. Doch der totale Zuckerverzicht trifft nicht zu. Für Diabetiker gelten die gleichen Mengenempfehlungen was Zucker betrifft, wie für Gesunde - rund 20 bis 40 Gramm pro Tag . (Darf, muss aber nich!) Obst und Schokolade sind also auch für Diabetiker erlaubt . Und sogar ein kleines Eis darf man sich gönnen.



Und doch gehen auch Verbindungen in die Brüche. Ich hatte eine Bekannte, die mir immer wieder Vorträge darüber hielt, dass ich falsch essen würde. Auf Geburtstagen aber wollte sie mir immer wieder ein weiteres Stück Kuchen oder Torte aufschwatzen. Auch wenn ich ganz entschieden ablehnte, machte sie weiter. Zum Geburtstag schenkte sie mir große Gebäck- oder Pralinepackungen - ich habe das als Affront angesehen und die Verbindung gekappt. So etwas muss ich mir wirklich nicht antun.
Ich muss betonen, dass gerade die  "Zuckerdiät"  sehr gesund ist. Sicher, auch ich habe manchmal Lust auf Süßes. Aber oftmals hilft auch ein Stück Möhre oder Kohlrabi, diesen Heißhunger zu überlisten.
Jetzt, wo ich das Problem mit meinem Zeh habe, machte ich wieder unliebsame Erfahrungen.
Es wäre besser, einige Mitmenschen würden zuerst denken und dann sprechen. Aber das ist wohl zu viel verlangt. Nur immer kann man es nicht ignorieren. Ich merke, dass ich gerade jetzt angreifbar bin.

Bildergebnis für Diabetes - Sprüche



Dienstag, 11. April 2017

Dies und Das über das Messen der Zeit

Seit Tausenden von Jahre versucht der  Mensch, die Zeit zu messen. Hier einige Meilensteine der Zeitmessung:

Um 3500 v.Chr.:  Die ersten Sonnenuhren in Ägypten unterteilen den Tag in 12 Stunden. Wichtiges Instrument ist das "Gnomon", ein Stab, der senkrecht im Boden steckt.


Um 3000 v.Chr.:  Die Sumerer entwickeln das  "Sexagesimalsystem"  mit der Zahl 60 als Basis. Die heutige Zeitmessung geht wohl darauf zurück.

Um 1500 v.Chr.:  Die Ägypter erfinden die Wasseruhr, zunächst nur ein einfaches Gefäß, aus dem Wasser tropft. An einer Skala ist die Zeit abzulesen. Später werden die Uhren immer komplizierter -
bis hin zu einem riesigen Exemplar, das 1094 n.Chr. in China gebaut wurde. Ihre Genauigkeit lässt aber zu wünschen übrig.



14. Jahrhundert:  In Europa entsteht die Räderuhr. Neu ist das Prinzip der mechanischen Hemmung, das erlaubt, die gleichmäßige Drehung eines Rades in regelmäßigen Abständen kurz zu stoppen und diese Perioden zu zählen. Es gibt erste öffentliche Turmuhren mit Stundenzeiger. Mitte des 16. Jahrhunderts ist auch der Minutenzeiger verbreitet. 

1673:  Mit einer Konstruktionszeichnung des niederländischen Astronomen und Physikers  Christiaan Huygens wird der Sekundenzeiger geboren. Er entwirft eine Pendeluhr auf der Grundlage einer Idee von Galilei.

1920:  Eine Präzions-Pendeluhr des deutschen Uhrmachers  Clemens Riefler gehört zu den besten mechanischen Uhren, die je gebaut wurden. Sie weicht nur wenige tausendstel Sekunden pro Tag ab.

1932:  Das Zeitalter der Quarzuhren hat begonnen. Die Physiker Adolf Scheibe und Udo Adelsberger bauen Uhren, die pro Tag nur etwa 200 Mikrosekunden falsch gehen.



1949:  In den USA konstruiert Harold Lyons die erste Atomuhr der Welt, doch noch ist sie kaum genauer  als eine gute Quarzuhr. 1955 kommt in England erstmals Cäsium zum Einsatz. Atomuhren sind fortan genauer als alle anderen Zeitmesser zuvor.

1969:  Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig nimmt ihre erste selbst entwickelte Atomuhr CS1 in Betrieb.