Samstag, 24. September 2016

Ein kleines Lebenszeichen...

... ich möchte mich kurz melden. Ich lebe noch und halte es mit der alten Weisheit: Unkraut vergeht nicht. Ich habe heute und morgen noch einige Untersuchungen und dann werde ich mich auch wieder im Netzt tummeln können, hoffentlich.

Ich wünsche meinen lieben Leserinnen und Lesern ein wunderschönes Wochenende. Tschüss bis bald.


Herbstlicher Vers (Mascha Kaléko)

Nun schickt der Herbst das Leuchten in die Wälder.
Grellbunte Brände lodert jedes Blatt.
Wie welkt das Herz dem wandermüden Fremden,
Der nur die Einsamkeit zur Heimat hat...

Schon fegt der Sturm den Sommer in die Gosse.
Im Park der Ahornbaum schreit blutigrot.
Der Regen weint die immergleichen Tropfen,
Und auf den Wiesen riecht es morsch nach Tod.

Da überfällt den Wandrer banges Schweigen
Und tiefes Weh um Schönheit, die verdirbt.
Herr, nimm mich fort aus diesem letzten Glühen
Und laß mich sterben, eh mein Sommer stirbt.

Donnerstag, 8. September 2016

Dies und Das über den Mythos der Mücken

Bevor ich heute den Versuch starte, eine Blogrunde durchzustehen, hier noch etwas über die Mücken:

Wie alle Insekten fliegen auch Mücken ins Licht. Ein verdunkeltes Zimmer reicht aber trotzdem nicht aus, sich komplett vor den Plagegeistern zu schützen. Denn hauptsächlich werden Mücken bei ihrer Suche nach Nahrung vom Körpergeruch angezogen. Und der hat übrigens nichts mit unserem Blut zu tun. Dass süßes Blut Mücken anziehen würde, ist Unsinn.
Mücken-Piepser bringen ebenfalls wenig. Die Geräte sollen die Tierchen mit Hochfrequenz-Schallwellen abhalten. Tests zeigten jedoch: Mücken lassen sich davon kaum stören. Fazit: Wir müssen uns weiter mit den Plagegeistern rumschlagen.


Nicht in den Worten suche die Wahrheit,
sondern in den Augen.
(Chinesisches Sprichwort)

Mittwoch, 7. September 2016

Dies und Das über die Seerose

Schon die alten Ägypter sollen Seerosen in ihren Tempelgärten gezüchtet haben.
Nicht von ungefähr wird die Seerose als die Königin der Teichpflanzen bezeichnet.
Ihre Blütezeit reicht von Mai und bis September.
Wasserrosen erfreuen uns in den unterschiedlichsten Arten, Farben und Formen. 
Dank kaum sichtbarer Härchen fließt das Wasser auf den Blättern der Blume schnell ab. Fällt ein Wassertropfen auf das Blatt einer Lotusblüte, zerfasert er nicht. So kann er alle Schmutzpartikel aufnehmen und abperlen. Somit kann sie sich selbst reinigen.



Wer Reue zeigt, den soll man nicht
an seine früheren Sünden erinnern.
(Jüdisches Sprichwort)


 

Dienstag, 6. September 2016

Redensarten und ihre Hintergründe

Es ist immer wieder interessant, wenn man Redensarten auf den Grund geht:

Weshalb wir in die Bresche springen
Die Redensart geht zurück auf die mittelalterliche Kriegsführung. Hatten Angreifer ein Loch in die Festungsmauer gebrochen, sprangen die tapfersten Ritter sofort in die Lücke und kämpften dort weiter. Der Begriff  "Bresche"  leitet sich von  "breka", dem fränkischen Wort für brechen ab. Wer heute für jemanden in die Bresche springt, riskiert meist sein Leben.

Warum wir uns pudelwohl fühlen
Weil der Pudel das Wasser liebt, wurde er von den Menschen früher vor allem in der Wasserjagd eingesetzt. Das  "pudeln"  ist umgangssprachlich in etwas mit Plantschen gleichzusetzen. Davon leitet sich auch der Begriff  "pudelnass"  ab. Da sich der Vierbeiner gern im Wasser aufhielt, musste sein Fell oft geschoren werden, damit es schnell wieder trocknete. Wohl fühlen sich Pudel heute auch ohne Wasser.

Wieso uns die Leviten gelesen werden
Ab dem 8. Jahrhundert lasen Bischöfe bei Andachts- und Bußübungen der Benediktinermönche Bibeltexte aus dem 3. Buch Mose - auch Levitikus - genannt, vor. Danach folgten Straf- und Mahnpredigten.

Weshalb man von Argusaugen spricht
Einer griechischen Sage nach  hatte der Riese Argus über hundert Augen, von denen immer einige wach waren. Deshalb entging ihm nichts. Im Auftrag der eifersüchtigen Göttermutter Hera sollte Argus darüber wachen, dass ihr Gatte Zeus nicht mir seiner Geliebten Io zusammenkam.


Ein freundlicher Blick durchdringt die Finsternis
wie ein Sonnenstrahl.
(Albert Schweitzer)

Montag, 5. September 2016

Das ist erfreulich...

Gestern war ich bei meinem Bekannten, dem Förster i.R. Dort wurde ich Zeuge einer interessanten Unterhaltung. Eine seltene Waspe hat unsere Region erorbert. Lange Zeit war sie äußerst selten: die Heuschrecken-Sandwespe - eine Grabwespe. Nun hat ein Tierfotograf aus Sandhausen sie bereits mehrfach vor seine Linse bekommen.
Grabwespen sind eine Unterordnung der Stechimmen, die im Boden, manchmal auch im Holz, Gänge anlegen, um dort ihre Eier zu legen. Der Nachwuchs wird dann mit Nahrung versorgt. Anders als bei Bienen werden aber keine Blütenpollen  sondern lebende Beute serviert. Im Fall der seltenen Heuschrecken-Sandwespe sind dies Heuschrecken.
Bis vor wenigen Jahren galt die Heuschrecken-Sandwespe als sehr selten. Die Letzte Beobachtung auf den Sandhäuser Dünen stammt aus den 50er Jahren. Die bis zu zwei Zentimenter lange Wespe mit dem roten Hinterleib ist recht auffällig. Die Weibchen legen ihre Bruthöhlen gesellig an, wie an einer Kolonie beobachtet werden konnte. Die gefangenen und durch einen Stich gelähmten Heuschrecken werden vor der Bruthöhle abgelegt.
Nach einer Inspekton der Brutkammer kommt die Wespe noch einmal heraus und zieht die Heuschrecke geschwind ins Innere. Zusammen mit einem Ei wird sie in einer  der unterirdischen Brutkammern deponiert. Die Larve ernährt sich dann von der noch lebenden Heuschrecke. Die Ausbreitung könnte mit dem Klimawandel zusammenhängen, eventuell ber auch mit starken Populationen von Heuschrecken auf Sandrasengebieten.
Es ist beruhigend zu wissen, dass nicht alles ausstirbt - sonden auch neue Arten Fuß fasen.





Nur der Denkende erlebt sein Leben,
am Gedankenlosen zieht es vorbei.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Samstag, 3. September 2016

Der September ist da...

Mit diesem immer wieder wunderschönen Gedicht möchte ich mich ins erste Septemberwochenende verabschieden. Die große Hitze ist gebrochen und damit wird es vielen Menschen wieder besser gehen - mir auch. Habt es fein - jeder möge das Wochenende so gestalten, wie er es möchte. Tschüss bis zum Montag.

Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und
jage
 die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke
 Mach es wie die Sonnenuhr,
zähl die heiteren Stunden nur.
Sie
[die Sonnenuhr]
geht nicht vor,
sie geht nicht nach,
geht immer richtig,
Tag für Tag.
Meine Grenzen sind der Morgen und der Abend.
Die Sonnenuhr
geht immer richtig,
die Räderuhr nimmt man zu wichtig.
Die Rebe und die Sonnenuhr,
sie leben von der Sonne nur
(Deutsches Liedgut)

Donnerstag, 1. September 2016

Dies und Das über die Bundesländer

Bevor ich über die Entstehung der Bundesländer berichte, muss ich in eigener Sache sagen: Ich bin zu früh wiedergekommen. Die erneute Hitzewelle hat mich wieder zurückgeworfen. Ich versuche immer wieder eine Blogrunde durchzustehen. Es will nicht so recht gelingen. Ich benötige einfach noch etwas Zeit. Aber ein paar Kommentare werde ich immer wieder unterbringen. Ich versuche es.

http://www.deutsch-werden.de/images/Deutschland_Flagge.png  

Insgesamt besteht Deutschland aus 16 Bundesländern. Dass es diese Bundesländer gibt, hat mit dem 2. Weltkrieg zu tun. Deutschland hat diesen Krieg verloren und die Siegermächte waren die USA, Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion. Die Sieger übernahmen damals die Kontrolle über Deutschland. Sie teilten das Land unter sich auf, in die Besatzungszonen. Die westlichen Gebiete waren von Großbritanien, Frankreich und den USA besetzt. Die Gebiete im Osten von der Sowjetunion. Während der Besatzungszeit entstanden die meisten westdeutschen Bundesländer. Vor 70 Jahren, am 23. August 1946 waren es zum Beispeil Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Die Großmächte befürchteten damals, dass Deutschland noch einmal so mächtig und gefährlich werden könnte. Besonders Frankreich wollte deshalb, dass Deutschland möglichst zersplittert wurde. Die Politiker dort waren der Ansicht: Je zersplitterter das Land, desto ungefährlicher ist es. Wie die westlichen Bundesländer heute aussehen, hat auch damit zu tun, wie die Besatzungszonen damals zugeschnitten waren. Im Osten von Deutschland wurde nach dem 2. Weltkrieg ein neuer Staat gegründert: die Deutche Demokratische  Republik, kurz DDR. Auch dort gab es zunächst einzelne Länder. Aber die Sowjetunion schaffte diese im Jahr 1952 wieder ab. Die ostdeutschen Bundesländer von heute entstanden erst im Jahr 1990. Also im Jahr der Wiedervereinigung.
Es ist immr wieder interessant, sich einige Gegebenheiten  ins Gedächtnis zurückzurufen.


Mit den Flügeln der Zeit
fliegt die Traurigkeit davon.
(Jean de La Fontaine)